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A23-15·Finerenone·Kidneys and urinary system

Initial/ Published 2023-08-17

Abstract

Finerenone assessed against optimised standard therapy for the treatment of chronic kidney disease and type 2 diabetes mellitus taking into account the underlying disease(s) and common comorbidities (such as dyslipoproteinaemia, hypertension, anaemia) for CKD stage 3 and 4 with albuminuria and type 2 diabetes mellitus. IQWiG concluded Proof of benefit not proven; evidence base: FIGARO-DKD, FIDELIO-DKD.

Source

103 pages · German report

Finerenon

(Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V

p. 2

Impressum

Herausgeber

Thema

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V

Auftraggeber

Gemeinsamer Bundesausschuss

Datum des Auftrags

Interne Projektnummer

A23-15

Anschrift des Herausgebers

Tel.: +49 221 35685-0 Fax: +49 221 35685-1 E-Mail: berichte@iqwig.de Internet: www.iqwig.de

ISSN: 1864-2500

p. 3

Medizinisch-fachliche Beratung

  • Jochen Schneider, Saarland University Medical Center & University of Luxembourg

Das IQWiG dankt dem medizinisch-fachlichen Beratern für seinen Beitrag zur Dossierbewertung. Der Berater war jedoch nicht in die Erstellung der Dossierbewertung eingebunden. Für die Inhalte der Dossierbewertung ist allein das IQWiG verantwortlich.

Beteiligung von Betroffenen

Der Fragebogen zur Beschreibung der Erkrankung und deren Behandlung wurde von 1 Person beantwortet.

Das IQWiG dankt der Betroffenen für ihre Beteiligung an dem schriftlichen Austausch über Krankheitserleben, Therapieerfahrungen und Behandlungsziele. Die Betroffene war nicht in die Erstellung der Dossierbewertung eingebunden.

An der Dossierbewertung beteiligte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IQWiG

  • Lukas Gockel

  • Simone Heß

  • Stefan Kobza

  • Philip Kranz

  • Prateek Mishra

  • Mattea Patt

  • Daniela Preukschat

  • Min Ripoll

Schlagwörter

Finerenon, Renale Insuffizienz – Chronische, Diabetes mellitus – Typ 2, Nutzenbewertung, NCT02545049, NCT02540993

Keywords

Finerenone, Renal Insufficiency – Chronic, Diabetes Mellitus – Type 2, Benefit Assessment, NCT02545049, NCT02540993

p. 4

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Inhaltsverzeichnis

|---|---| |1|Hintergrund........................................................................................................... 1| |1.1|Zugelassenes Anwendungsgebiet ....................................................................... 1| |1.2|Verlauf des Projekts ........................................................................................... 1| |1.3|Verfahren der frühen Nutzenbewertung ............................................................ 2| |1.4|Erläuterungen zum Aufbau des Dokuments ........................................................ 2| |2|Offenlegung von Beziehungen (externe Sachverständige) ...................................... 4| |Teil I:|Nutzenbewertung ............................................................................................... I.1| |Teil II:|Anzahl der Patientinnen und Patienten sowie Kosten der Therapie ..................... II.1|

p. 5

1 Hintergrund

1.1 Zugelassenes Anwendungsgebiet

Finerenon wird angewendet zur Behandlung von chronischer Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen.

Die vorliegende Bewertung bezieht sich auf Patientinnen und Patienten mit chronischer Nierenerkrankung im Stadium 3 und 4 mit Albuminurie. Die Bewertung bei Patientinnen und Patienten mit chronischer Nierenerkrankung im Stadium 1 und 2 mit Albuminurie erfolgt in der Nutzenbewertung A23-14.

1.2 Verlauf des Projekts

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Nutzenbewertung des Wirkstoffs Finerenon gemäß § 35a Sozialgesetzbuch (SGB) V beauftragt. Die Bewertung erfolgt auf Basis eines Dossiers des pharmazeutischen Unternehmers (pU). Das Dossier wurde dem IQWiG am 24.02.2023 übermittelt.

Die Verantwortung für die vorliegende Bewertung und für das Bewertungsergebnis liegt ausschließlich beim IQWiG. Die Bewertung wird zur Veröffentlichung an den G-BA übermittelt, der zu der Nutzenbewertung ein Stellungnahmeverfahren durchführt. Die Beschlussfassung über den Zusatznutzen erfolgt durch den G-BA im Anschluss an das Stellungnahmeverfahren.

Die vorliegende Bewertung wurde unter Einbindung eines externen Sachverständigen (eines Beraters zu medizinisch-fachlichen Fragen) erstellt. Diese Beratung beinhaltete die schriftliche Beantwortung von Fragen zu den Themenbereichen Krankheitsbild / Krankheitsfolgen, Therapieziele, Patientinnen und Patienten im deutschen Versorgungsalltag, Therapieoptionen, therapeutischer Bedarf und Stand der medizinischen Praxis. Darüber hinaus konnte eine Einbindung im Projektverlauf zu weiteren spezifischen Fragen erfolgen.

Die Bewertung wurde zudem unter Einbindung von Betroffenen beziehungsweise Patientenorganisationen erstellt. Diese Einbindung beinhaltete die schriftliche Beantwortung von Fragen zu den Themenbereichen Erfahrungen mit der Erkrankung, Notwendigkeit der Betrachtung spezieller Patientengruppen, Erfahrungen mit den derzeit verfügbaren Therapien für das Anwendungsgebiet, Erwartungen an eine neue Therapie und gegebenenfalls zusätzliche Informationen.

Die Beteiligten außerhalb des IQWiG, die in das Projekt eingebunden wurden, erhielten keine Einsicht in das Dossier des pU.

p. 6

Für die vorliegende Nutzenbewertung war ergänzend zu den Angaben in den Modulen 1 bis 4 die Verwendung von Informationen aus Modul 5 des Dossiers des pU notwendig. Es handelte sich dabei um Informationen zu Studienmethodik und Studienergebnissen. Die entsprechenden Angaben wurden in den vorliegenden Bericht zur Nutzenbewertung aufgenommen.

1.3 Verfahren der frühen Nutzenbewertung

Die vorliegende Dossierbewertung ist Teil des Gesamtverfahrens zur frühen Nutzenbewertung. Sie wird gemeinsam mit dem Dossier des pU (Module 1 bis 4) auf der Website des G-BA veröffentlicht. Im Anschluss daran führt der G-BA ein Stellungnahmeverfahren zu der Dossierbewertung durch. Der G-BA trifft seinen Beschluss zur frühen Nutzenbewertung nach Abschluss des Stellungnahmeverfahrens. Durch den Beschluss des G-BA werden gegebenenfalls die in der Dossierbewertung dargestellten Informationen ergänzt.

Weitere Informationen zum Stellungnahmeverfahren und zur Beschlussfassung des G-BA sowie das Dossier des pU finden sich auf der Website des G-BA (www.g-ba.de).

1.4 Erläuterungen zum Aufbau des Dokuments

Die vorliegende Dossierbewertung gliedert sich in 2 Teile, jeweils ggf. plus Anhänge. Die nachfolgende Tabelle 1 zeigt den Aufbau des Dokuments im Detail.

Tabelle 1: Erläuterungen zum Aufbau des Dokuments

Tabelle 1: Erläuterungen zum Aufbau des Dokuments Tabelle 1: Erläuterungen zum Aufbau des Dokuments
Teil I – Nutzenbewertung
Kapitel I 1 - Zusammenfassung der Ergebnisse der Nutzenbewertung
Kapitel I 2 bis I 5 - Darstellung des Ergebnisses der Nutzenbewertung im Detail
- Angabe, ob und inwieweit die vorliegende Bewertung von der Einschätzung des pU im
Dossier abweicht
Teil II – Anzahl der Patientinnen und Patienten sowie Kosten der Therapie
Kapitel II 1 und II 2 Kommentare zu folgenden Modulen des Dossiers des pU:
- Modul 3A, Abschnitt 3.2 (Anzahl der Patienten mit therapeutisch bedeutsamem
Zusatznutzen)
- Modul 3A, Abschnitt 3.3 (Kosten der Therapie für die gesetzliche
Krankenversicherung)
pU: pharmazeutischer Unternehmer

Bei der Dossierbewertung werden die Anforderungen berücksichtigt, die in den vom G-BA bereitgestellten Dossiervorlagen beschrieben sind (siehe Verfahrensordnung des G-BA [1]). Kommentare zum Dossier und zum Vorgehen des pU sind an den jeweiligen Stellen der Nutzenbewertung beschrieben.

p. 7

Bei Abschnittsverweisen, die sich auf Abschnitte im Dossier des pU beziehen, ist zusätzlich das betroffene Modul des Dossiers angegeben. Abschnittsverweise ohne Angabe eines Moduls beziehen sich auf den vorliegenden Bericht zur Nutzenbewertung.

p. 8

2 Offenlegung von Beziehungen (externe Sachverständige)

Diese Dossierbewertung wurde unter Einbindung eines externen Sachverständigen (eines medizinisch-fachlichen Beraters) erstellt. Medizinisch-fachliche Beraterinnen oder Berater, die wissenschaftliche Forschungsaufträge für das Institut bearbeiten, haben gemäß § 139b Abs. 3 Satz 2 SGB V „alle Beziehungen zu Interessenverbänden, Auftragsinstituten, insbesondere der pharmazeutischen Industrie und der Medizinprodukteindustrie, einschließlich Art und Höhe von Zuwendungen“ offenzulegen. Das Institut hat von dem Berater ein ausgefülltes Formular „Formblatt zur Offenlegung von Beziehungen“ erhalten. Die Angaben wurden durch das speziell für die Beurteilung der Interessenkonflikte eingerichtete Gremium des Instituts bewertet. Es wurden keine Interessenkonflikte festgestellt, die die fachliche Unabhängigkeit im Hinblick auf eine Bearbeitung des vorliegenden Auftrags gefährden. Im Folgenden sind die Angaben zu Beziehungen zusammengefasst. Alle Informationen beruhen auf Selbstangaben der Person anhand des „Formblatts zur Offenlegung von Beziehungen“. Die in diesem Formblatt verwendeten Fragen befinden sich im Anschluss an diese Zusammenfassung.

Name Frage 1 Frage 2 Frage 3 Frage 4 Frage 5 Frage 6 Frage 7
Schneider, Jochen ja ja nein nein nein ja ja
p. 9

Im „Formblatt zur Offenlegung von Beziehungen“ wurden folgende 7 Fragen gestellt:

Frage 1: Sind oder waren Sie innerhalb des laufenden Jahres und der 3 Kalenderjahre davor bei einer Einrichtung des Gesundheitswesens (z. B. einer Klinik, einer Einrichtung der Selbstverwaltung, einer Fachgesellschaft, einem Auftragsforschungsinstitut), einem pharmazeutischen Unternehmen, einem Medizinproduktehersteller oder einem industriellen Interessenverband angestellt oder für diese / dieses / diesen selbstständig oder ehrenamtlich tätig bzw. sind oder waren Sie freiberuflich in eigener Praxis tätig?

Frage 2: Beraten Sie oder haben Sie innerhalb des laufenden Jahres und der 3 Kalenderjahre davor eine Einrichtung des Gesundheitswesens (z. B. eine Klinik, eine Einrichtung der Selbstverwaltung, eine Fachgesellschaft, ein Auftragsforschungsinstitut), ein pharmazeutisches Unternehmen, einen Medizinproduktehersteller oder einen industriellen Interessenverband beraten (z. B. als Gutachter/-in, Sachverständige/r, in Zusammenhang mit klinischen Studien als Mitglied eines sogenannten Advisory Boards / eines Data Safety Monitoring Boards [DSMB] oder Steering Committees)?

Frage 3: Haben Sie innerhalb des laufenden Jahres und der 3 Kalenderjahre davor direkt oder indirekt von einer Einrichtung des Gesundheitswesens (z. B. einer Klinik, einer Einrichtung der Selbstverwaltung, einer Fachgesellschaft, einem Auftragsforschungsinstitut), einem pharmazeutischen Unternehmen, einem Medizinproduktehersteller oder einem industriellen Interessenverband Honorare erhalten (z. B. für Vorträge, Schulungstätigkeiten, Stellungnahmen oder Artikel)?

Frage 4: Haben Sie oder hat Ihr Arbeitgeber bzw. Ihre Praxis oder die Institution, für die Sie ehrenamtlich tätig sind, innerhalb des laufenden Jahres und der 3 Kalenderjahre davor von einer Einrichtung des Gesundheitswesens (z. B. einer Klinik, einer Einrichtung der Selbstverwaltung, einer Fachgesellschaft, einem Auftragsforschungsinstitut), einem pharmazeutischen Unternehmen, einem Medizinproduktehersteller oder einem industriellen Interessenverband sogenannte Drittmittel erhalten (d. h. finanzielle Unterstützung z. B. für Forschungsaktivitäten, die Durchführung klinischer Studien, andere wissenschaftliche Leistungen oder Patentanmeldungen)? Sofern Sie in einer größeren Institution tätig sind, genügen Angaben zu Ihrer Arbeitseinheit, z. B. Klinikabteilung, Forschungsgruppe.

Frage 5: Haben Sie oder hat Ihr Arbeitgeber bzw. Ihre Praxis oder die Institution, für die Sie ehrenamtlich tätig sind, innerhalb des laufenden Jahres und der 3 Kalenderjahre davor sonstige finanzielle oder geldwerte Zuwendungen, z. B. Ausrüstung, Personal, Unterstützung bei der Ausrichtung einer Veranstaltung, Übernahme von Reisekosten oder Teilnahmegebühren für Fortbildungen / Kongresse erhalten von einer Einrichtung des Gesundheitswesens (z. B. einer Klinik, einer Einrichtung der Selbstverwaltung, einer Fachgesellschaft, einem Auftragsforschungsinstitut), einem pharmazeutischen Unternehmen,

p. 10

einem Medizinproduktehersteller oder einem industriellen Interessenverband? Sofern Sie in einer größeren Institution tätig sind, genügen Angaben zu Ihrer Arbeitseinheit, z. B. Klinikabteilung, Forschungsgruppe.

Frage 6: Besitzen Sie Aktien, Optionsscheine oder sonstige Geschäftsanteile einer Einrichtung des Gesundheitswesens (z. B. einer Klinik, einem Auftragsforschungsinstitut), eines pharmazeutischen Unternehmens, eines Medizinprodukteherstellers oder eines industriellen Interessenverbands? Besitzen Sie Anteile eines sogenannten Branchenfonds, der auf pharmazeutische Unternehmen oder Medizinproduktehersteller ausgerichtet ist? Besitzen Sie Patente für ein pharmazeutisches Erzeugnis, ein Medizinprodukt, eine medizinische Methode oder Gebrauchsmuster für ein pharmazeutisches Erzeugnis oder ein Medizinprodukt?

Frage 7: Sind oder waren Sie jemals an der Erstellung einer medizinischen Leitlinie oder klinischen Studie beteiligt, die eine mit diesem Projekt vergleichbare Thematik behandelt/e? Gibt es sonstige Umstände, die aus Sicht von unvoreingenommenen Betrachtenden als Interessenkonflikt bewertet werden können, z. B. Aktivitäten in gesundheitsbezogenen Interessengruppierungen bzw. Selbsthilfegruppen, politische, akademische, wissenschaftliche oder persönliche Interessen?

p. 11

Teil I: Nutzenbewertung

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Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

I Inhaltsverzeichnis

|---|---|---| |I||Tabellenverzeichnis ............................................................................................. I.3| |I||Abbildungsverzeichnis ......................................................................................... I.5| |I||Abkürzungsverzeichnis ........................................................................................ I.8| |I|1|Kurzfassung der Nutzenbewertung ...................................................................... I.9| |I|2|Fragestellung ..................................................................................................... I.16| |I|3|Informationsbeschaffung und Studienpool ........................................................ I.18| |I|4|Ergebnisse zum Zusatznutzen ............................................................................ I.25| |I|5|Wahrscheinlichkeit und Ausmaß des Zusatznutzens ........................................... I.26| |I|6|Literatur ............................................................................................................ I.27| |I|Anhang A
Suchstrategien ......................................................................................... I.30|| |I|Anhang B
Ergänzende Darstellung der Studie FIGARO-DKD ...................................... I.31|| |I|Anhang C
Ergänzende Darstellung der Studie FIDELIO-DKD ...................................... I.53|| |I|Anhang D
Anforderungen an eine qualitätsgesicherte Anwendung .......................... I.76||

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Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

I
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Erläuterungen zum Aufbau des Dokuments ............................................................. 2
Tabelle 2: Fragestellung der Nutzenbewertung von Finerenon ............................................ I.10
Tabelle 3: Finerenon – Wahrscheinlichkeit und Ausmaß des Zusatznutzens ........................ I.15
Tabelle 4: Fragestellung der Nutzenbewertung von Finerenon ............................................ I.16
Tabelle 5: Finerenon – Wahrscheinlichkeit und Ausmaß des Zusatznutzens ........................ I.26
Tabelle 6: Charakterisierung der vom pU eingeschlossenen Studie FIGARO-DKD – RCT,
direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie ........................................................................................... I.31
Tabelle 7: Charakterisierung der Intervention (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie ............................................................................................................. I.33
Tabelle 8: Charakterisierung der Studienpopulationen (Studie FIGARO-DKD) sowie
Studien- / Therapieabbruch – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie ....................................... I.34
Tabelle 9: Angaben zur medikamentösen Behandlung zur Baseline (Studie FIGARO-DKD)
– RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie ........................................................................................... I.36
Tabelle 10: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie ............................................................................................................. I.37
Tabelle 11: Angaben zum Studienverlauf (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich:
Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie . I.39
Tabelle 12: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis)
– RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie ........................................................................................... I.40
Tabelle 13: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie ....................................... I.42
Tabelle 14: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie ............................................................................................................. I.44
Tabelle 15: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, Zeit bis
zum Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte Standardtherapie .......................................................................... I.45
Tabelle 16: Charakterisierung der vom pU eingeschlossenen Studie FIDELIO-DKD – RCT,
direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie ........................................................................................... I.53
p. 14

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Tabelle 17: Charakterisierung der Intervention (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie ............................................................................................................. I.55 Tabelle 18: Charakterisierung der Studienpopulationen sowie Studien- / Therapieabbruch (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie . I.56 Tabelle 19: Angaben zur medikamentösen Behandlung zur Baseline (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie ........................................................................................... I.59 Tabelle 20: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie ............................................................................................................. I.60 Tabelle 21: Angaben zum Studienverlauf (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie . I.62 Tabelle 22: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie ........................................................................................... I.63 Tabelle 23: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie ....................................... I.65 Tabelle 24: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie ............................................................................................................. I.67 Tabelle 25: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie .......................................................................... I.68

p. 15

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

I Abbildungsverzeichnis

Seite Abbildung 1: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt Gesamtmortalität – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD ........................................................................... I.46 Abbildung 2: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt renale Morbidität mit eGFR Abnahme ≥ 57 % (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD ..................................................................................................................... I.46 Abbildung 3: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente Nierenversagen (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD...... I.47 Abbildung 4: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente anhaltende Abnahme der eGFR auf < 15 mL/min/1,73 m² – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD...... I.47 Abbildung 5: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente ESRD – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD ........................................................................... I.48 Abbildung 6: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente anhaltende Abnahme der eGFR um ≥ 57 % gegenüber Baseline – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD ..................................................................................................................... I.48 Abbildung 7: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt kardiovaskuläre Morbidität (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD...... I.49 Abbildung 8: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente kardiovaskulärer Tod – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD ......................................................... I.49 Abbildung 9: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente nicht tödlicher Myokardinfarkt – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD ................................... I.50 Abbildung 10: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente nicht tödlicher Schlaganfall – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD ........................................ I.50 Abbildung 11: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente schwere Herzinsuffizienzereignisse (operationalisiert als Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD ................................... I.51

p. 16

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

  • Abbildung 12: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt renale Morbidität mit eGFR Abnahme ≥ 40 % (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD ........................................................................... I.51

  • Abbildung 13: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt bestätigte Verschlechterung der CKD zu Stadium 4 oder 5 – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD ......................................................................................................... I.52

  • Abbildung 14: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt Gesamthospitalisierung – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD...... I.52

  • Abbildung 15: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt Gesamtmortalität – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD ........................................................................... I.69

  • Abbildung 16: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt renale Morbidität mit eGFR Abnahme ≥ 57 % (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD .................................................................................................................... I.69

  • Abbildung 17: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente Nierenversagen (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD ..... I.70

  • Abbildung 18: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente anhaltende Abnahme der eGFR auf < 15 mL/min/1,73 m² – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD ..... I.70

  • Abbildung 19: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente ESRD – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD ........................................................................... I.71

  • Abbildung 20: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente anhaltende Abnahme der eGFR um ≥ 57 % gegenüber Baseline – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD .................................................................................................................... I.71

  • Abbildung 21: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt kardiovaskuläre Morbidität (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDLEIO-DKD ..... I.72

  • Abbildung 22: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente kardiovaskulärer Tod – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDLEIO-DKD ......................................................... I.72

  • Abbildung 23: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente nicht tödlicher Myokardinfarkt – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDLEIO-DKD ................................... I.73

p. 17

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

  • Abbildung 24: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente nicht tödlicher Schlaganfall – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDLEIO-DKD ........................................ I.73

  • Abbildung 25: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente schwere Herzinsuffizienzereignisse (operationalisiert als Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD ................................... I.74

  • Abbildung 26: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt renale Morbidität mit eGFR Abnahme ≥ 40 % (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD ........................................................................... I.74

  • Abbildung 27: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt bestätigte Verschlechterung der CKD zu Stadium 4 oder 5 – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD ......................................................................................................... I.75

  • Abbildung 28: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt Gesamthospitalisierung – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD ..... I.75

p. 18

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

I Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
ACE Angiotensin-Konvertierungsenzym
ARB Angiotensin Rezeptorblocker
CKD Chronic Kidney Disease (chronische Nierenerkrankung)
CYP Cytochrom P450
eGFR Estimated glomerular Filtration Rate (geschätzte glomeruläre
Filtrationsrate)
ESRD End-Stage Renal Disease (Nierenerkrankung im Endstadium)
G-BA Gemeinsamer Bundesausschuss
GKV gesetzliche Krankenversicherung
HbA1c glykiertes Hämoglobin
IPD individuelle Patientendaten
IQWiG Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
pU pharmazeutischer Unternehmer
RCT Randomized controlled Trial (randomisierte kontrollierte Studie)
SGB Sozialgesetzbuch
SGLT2 Sodium dependent Glucose Transporter-2 (Natrium/Glokose-
Cotransporter-2)
UACR Urine Albumin-to-Creatinine Ratio (Urin Albumin-Kreatinin-Quotient)
p. 19

I 1 Kurzfassung der Nutzenbewertung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Nutzenbewertung des Wirkstoffs Finerenon gemäß § 35a Sozialgesetzbuch (SGB) V beauftragt. Die Bewertung erfolgt auf Basis eines Dossiers des pharmazeutischen Unternehmers (pU). Das Dossier wurde dem IQWiG am 24.02.2023 übermittelt.

Fragestellung

Das Ziel des vorliegenden Berichts ist die Bewertung des Zusatznutzens von Finerenon im Vergleich mit einer optimierten Standardtherapie als zweckmäßiger Vergleichstherapie bei Patientinnen und Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) im Stadium 3 und 4 mit Albuminurie in Verbindung mit Diabetes mellitus Typ 2.

Aus der Festlegung der zweckmäßigen Vergleichstherapie des G-BA ergibt sich die in Tabelle 2 dargestellte Fragestellung.

p. 20

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Tabelle 2: Fragestellung der Nutzenbewertung von Finerenon

Tabelle 2: Fragestellung der Nutzenbewertung von Finerenon
Indikation Zweckmäßige Vergleichstherapiea
Erwachsene mit chronischer Nierenerkrankung
(Stadium 3 und 4 mit Albuminurie) in Verbindung mit
Diabetes mellitus Typ 2
eine optimierte Standardtherapie zur Behandlung der
chronischen Nierenerkrankung und des Diabetes
mellitus Typ 2 unter Berücksichtigung der
Grunderkrankung(en) und häufiger Komorbiditäten
(wie Dyslipoproteinämie, Hypertonie, Anämie)b
a. Dargestellt ist die vom G-BA festgelegte zweckmäßige Vergleichstherapie.
b. Hinweise des G-BA:
 Es wird davon ausgegangen, dass nach dem Stand der medizinischen Erkenntnisse eine Behandlung der
chronischen Nierenerkrankung den Einsatz von ACE-Hemmern oder AT-1-Antagonisten umfasst, sofern
diese in Frage kommen und nicht kontraindiziert oder unverträglich sind. ACE-Hemmer oder AT-1-
Antagonisten sind somit (in der Therapiesituation der Zusatztherapie) in beiden Studienarmen
einzusetzen.
 Im Rahmen der zweckmäßigen Vergleichstherapie wird vorausgesetzt, dass eine dem Stand der
medizinischen Erkenntnisse entsprechende patientenindividuelle Behandlung der Grunderkrankung,
insbesondere des Diabetes mellitus Typ 2, und ggf. vorhandener Komorbiditäten unter Vermeidung des
Einsatzes von nephrotoxischen Wirkstoffen in beiden Behandlungsarmen erfolgt. Es besteht eine
Diskrepanz zwischen in den Leitlinien empfohlenen Wirkstoffen zur Behandlung der chronischen
Nierenerkrankung und zugelassenen Wirkstoffen.
 Placebo bzw. die unveränderte Fortführung einer unzureichenden Therapie der Grunderkrankung
entspricht, wenn noch weitere Optionen einer Therapieoptimierung bestehen, nicht einer zweckmäßigen
Vergleichstherapie.
 Für die zu behandelnde Zielpopulation sind für Komorbiditäten (wie Diabetes mellitus, Hypertonie,
Dyslipoproteinämie, Anämie) Zielwerte vor Studienbeginn zu definieren, die die Patienten vor Beginn der
Studie oder ggf. während einer Run-In Phase erreichen und während der Studie mittels
patientenindividueller Therapie (z.B. Dosisanpassungen) halten sollten. Die Zielwerte sollen sich an den
Behandlungsstandards der entsprechenden Erkrankungen orientieren und ggf. multiple Komorbiditäten
berücksichtigen.
 Es wird davon ausgegangen, dass bei Patienten im geplanten Anwendungsgebiet eine Verlangsamung der
Krankheitsprogression weiterhin angestrebt wird, sodass eine Nierenersatztherapie in Form von Dialyse
oder Transplantation für die Patienten noch nicht angezeigt ist.
ACE: Angiotensin-Konvertierungsenzym; AT-1: Angiotensin-1; G-BA: Gemeinsamer Bundesausschuss

Der pU folgt der Festlegung der zweckmäßigen Vergleichstherapie des G-BA.

Der pU bearbeitet in seinem Dossier außerdem die Fragestellung zu erwachsenen Patientinnen und Patienten mit CKD im Stadium 1 und 2 mit Albuminurie in Verbindung mit Diabetes mellitus Typ 2. Diese Fragestellung ist Bestandteil der Nutzenbewertung A23-14 und dieser Teil des Dossiers wird dort bewertet.

Die Bewertung wird anhand patientenrelevanter Endpunkte auf Basis der vom pU im Dossier vorgelegten Daten vorgenommen. Für die Ableitung des Zusatznutzens werden randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit einer Mindestdauer von 24 Wochen herangezogen. Dies entspricht den Einschlusskriterien des pU.

Im Folgenden wird der Begriff CKD und Niereninsuffizienz gleichbedeutend verwendet.

p. 21

Ergebnisse

Durch die Überprüfung der Vollständigkeit des Studienpools wurde keine relevante Studie für die Bewertung des Zusatznutzens von Finerenon im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie für die vorliegende Fragestellung identifiziert. Dies weicht von der Einschätzung des pU ab, der mit seiner Informationsbeschaffung die RCTs FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD identifiziert. Für diese Studien legt er jeweils Teilpopulationen sowie eine präspezifizierte Metaanalyse auf Basis individueller Patientendaten (IPD) vor, die er für die Bewertung des Zusatznutzens von Finerenon heranzieht.

Die vom pU eingeschlossenen Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD sind für die Bewertung des Zusatznutzens von Finerenon gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht geeignet, da die zweckmäßige Vergleichstherapie nicht umgesetzt wurde. Dies wird im Folgenden begründet.

Vom pU vorgelegte Evidenz – Studie FIDELIO-DKD

Bei der Studie FIDELIO-DKD handelt es sich um eine placebokontrollierte doppelblinde randomisierte Parallelgruppenstudie zu Finerenon. Eingeschlossen wurden Patientinnen und Patienten mit einem Diabetes mellitus Typ 2 gemäß der American Diabetes Association und einer CKD mit einem Urin Albumin-Kreatinin-Quotient (UACR) ≥ 30 bis < 300 mg/g und einer eGFR von ≥ 25 bis < 60 ml/min/1,73 m[2] oder einem UACR von ≥ 300 mg/g und einer eGFR von ≥ 25 bis < 75 ml/min/1,73 m[2] . Mindestens 4 Wochen vor Screening mussten die Patientinnen und Patienten mit einer maximal tolerierten und stabilen Dosis Angiotensin-converting Enzyme (ACE)-Hemmer oder Angiotensin Rezeptorblocker (ARB) behandelt werden, was im Rahmen einer Therapieoptimierung während der Run-in-Phase sichergestellt wurde. Ausgeschlossen waren Patientinnen und Patienten mit einer bekannten nicht diabetischen Nierenerkrankung oder einer symptomatischen Herzinsuffizienz der New York Heart Association(NYHA)-Klasse II bis IV und reduzierter Ejektionsfraktion. Ebenso ausgeschlossen waren Patientinnen und Patienten mit einem unkontrollierten arteriellen Bluthochdruck von ≥ 160 / 100 mmHg zum Zeitpunkt des Screenings oder glykierten Hämoglobin(HbA1c)-Werten von > 12 %. Eplerenon, Spironolacton, Renin-Inhibitoren und kaliumsparende Diuretika waren ab 4 Wochen vor Screening nicht erlaubt. Insgesamt wurden 5734 Patientinnen und Patienten eingeschlossen und im Verhältnis 1:1 einer Behandlung mit Finerenon (N = 2866) oder der Placebogruppe (N = 2868) zugeordnet. Laut Studienprotokoll sollten die Studienteilnehmer mit einer individuell angepassten Therapie gemäß lokalen Leitlinien und Empfehlungen für CKD, Diabetes mellitus Typ 2 und ggf. weitere Komorbiditäten behandelt werden.

Primärer Endpunkt der Studie war der kombinierte Endpunkt bestehend aus den Komponenten Nierenversagen, anhaltender Abnahme der eGFR um ≥ 40 % und renalem Tod. Patientenrelevante Endpunkte wurden in den Kategorien Mortalität, Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Nebenwirkungen erhoben.

p. 22

Vom pU vorgelegte Evidenz – Studie FIGARO-DKD

Bei der Studie FIGARO-DKD handelt es sich um eine placebokontrollierte doppelblinde randomisierte Parallelgruppenstudie zu Finerenon. Eingeschlossen wurden Patientinnen und Patienten mit einem Diabetes mellitus Typ 2 gemäß der American Diabetes Association und einer CKD mit einem UACR von ≥ 30 bis < 300 mg/g und einer eGFR von ≥ 25 bis ≤ 90 ml/min/1,73 m[2] oder mit einem UACR von ≥ 300 mg/g und einer eGFR von ≥ 60 ml/min/1,73 m[2] . Mindestens 4 Wochen vor Screening mussten die Patientinnen und Patienten mit einer maximal tolerierten und stabilen Dosis ACE-Hemmer oder ARB behandelt werden, was im Rahmen einer Therapieoptimierung während der Run-in-Phase sichergestellt wurde. Ausgeschlossen waren Patientinnen und Patienten mit einer bekannten nicht diabetischen Nierenerkrankung oder einer symptomatischen Herzinsuffizienz der New York Heart Association(NYHA)-Klasse II bis IV und reduzierter Ejektionsfraktion. Ebenso ausgeschlossen waren Patientinnen und Patienten mit einem unkontrollierten arteriellen Bluthochdruck von ≥ 160 / 100 mmHg zum Zeitpunkt des Screenings oder glykierten Hämoglobin(HbA1c)-Werten von > 12 %. Eplerenon, Spironolacton, Renin-Inhibitoren und kaliumsparende Diuretika waren ab 4 Wochen vor Screening nicht erlaubt. Insgesamt wurden 7437 Patientinnen und Patienten eingeschlossen und im Verhältnis 1:1 einer Behandlung mit Finerenon (N = 3723) oder der Placebogruppe (N = 3714) zugeordnet. Laut Studienprotokoll sollten die Studienteilnehmer mit einer individuell angepassten Therapie gemäß lokalen Leitlinien und Empfehlungen für CKD, Diabetes mellitus Typ 2 und ggf. weitere Komorbiditäten behandelt werden.

Primärer Endpunkt der Studie war der kombinierte Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod, nicht tödlichem Myokardinfarkt, nicht tödlichem Schlaganfall oder Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz. Weitere patientenrelevante Endpunkte wurden in den Kategorien Mortalität, Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Nebenwirkungen erhoben.

Vom pU vorgelegte Teilpopulationen der Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD

Zur Beantwortung der Fragestellung des G-BA bildet der pU orientierend an den Diagnosekriterien der Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO)-Leitlinie jeweils Teilpopulationen der Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD. Das verwendete Kriterium für eine CKD im Stadium 3 und 4 ist dabei eine eGFR < 60 ml/min/1,73 m[2] . Dieses Vorgehen ist grundsätzlich sachgerecht. Durch die Einteilung des pU ergibt sich aus der Studie FIDELIO-DKD eine Teilpopulation mit 5242 Patientinnen und Patienten (2622 im Interventions- und 2620 im Vergleichsarm) und aus der Studie FIGARO-DKD eine Teilpopulation mit 2721 Patientinnen und Patienten (1359 im Interventions- und 1362 im Vergleichsarm).

Zweckmäßige Vergleichstherapie des G-BA nicht umgesetzt

Der G-BA hat als zweckmäßige Vergleichstherapie im vorliegenden Anwendungsgebiet eine optimierte Standardtherapie zur Behandlung der CKD und des Diabetes mellitus Typ 2 unter

p. 23

Berücksichtigung der Grunderkrankung(en) und häufiger Komorbiditäten (wie Dyslipoproteinämie, Hypertonie, Anämie) festgelegt .

In den beiden Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD sollten die Patientinnen und Patienten eine patientenindividuelle Standardtherapie entsprechend den Empfehlungen der lokalen Leitlinien erhalten. Dies galt für die Behandlung der CKD sowie für Diabetes mellitus Typ 2 und die Behandlung von Komorbiditäten wie z. B. Hypertonie. In beiden Studien gab es nach Randomisierung keine Einschränkungen bezüglich Therapiewechseln und Dosisanpassungen der Begleitbehandlung. Die vom pU eingeschlossenen Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD sind jedoch für die Bewertung des Zusatznutzens gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie für die vorliegende Fragestellung nicht geeignet, da insbesondere die Behandlung der CKD sowie der Hypertonie nicht einer optimierten Standardtherapie entspricht. Dies wird im Folgenden begründet.

Behandlung der CKD

Gemäß der zweckmäßigen Vergleichstherapie sollten sowohl die CKD, der Diabetes mellitus Typ 2 wie auch eventuelle Komorbiditäten mit einer, dem aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechenden, patientenindividuellen Therapie behandelt werden. Zur Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse und der CKD-Progression soll Patientinnen und Patienten mit CKD und Diabetes mellitus Typ 2 eine Behandlung mit einem Natrium/GlukoseCotransporter-2-Inhibitor (SGLT2-Inhibitor) z. B. Dapagliflozin angeboten werden. Auch der G-BA hat für Dapagliflozin einen beträchtlichen Zusatznutzen für Patientinnen und Patienten mit CKD ohne symptomatische, chronische Herzinsuffizienz als Komorbidität festgestellt. Die in den Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD eingeschlossenen Patientinnen und Patienten mit einer eGFR < 60 ml/min/1,73 m[2] entsprechen weitestgehend den Patientinnen und Patienten für die der G-BA einen beträchtlichen Zusatznutzen festgestellt hat (Erwachsene mit CKD ohne symptomatische, chronische Herzinsuffizienz als Komorbidität). Eine hinreichende Umsetzung der zweckmäßigen Vergleichstherapie in den Studien FIDELIO-DKD und FIGARODKD erfordert daher einen umfänglichen Einsatz von Dapagliflozin zur Behandlung der CKD. Es erhielt jedoch nur ein geringer Anteil an Patientinnen und Patienten einen SGLT2-Inhibitor (4 % bis 6 % zur Baseline, 6 % bis 13 % neu begonnene Therapien im Studienverlauf). Somit wurde die zweckmäßige Vergleichstherapie für die Behandlung der CKD in der für die vorliegende Nutzenbewertung relevanten Teilpopulation nicht umgesetzt.

Behandlung der arteriellen Hypertonie

Gemäß den Hinweisen des G-BA sollten vor Studienbeginn für die Komorbiditäten Zielwerte definiert, erreicht und während des Studienverlaufs mittels patientenindividueller Therapie gehalten werden. Der pU richtet sich in seinen Studienunterlagen nach der Empfehlung der KDIGO Leitlinie von 2012 mit einem Zielwert von 130 / 80 mmHg mit ggf. patientenindividueller Anpassung an. Für einen Studieneinschluss waren laut der

p. 24

Ausschlusskriterien jedoch Blutdruckwerte von bis zu 160 / 100 mmHg erlaubt. Zudem war eine Behandlung mit Aldosteronanatgonisten (Eplerenon und Spironolacton) und weiteren kaliumsparenden Diuretika ab 4 Wochen vor Screening und während der Behandlung mit der Studienmedikation nicht erlaubt. Es zeigt sich insgesamt eine unzureichenden Blutdruckeinstellung zu Studienbeginn. In den vorgelegten Teilpopulationen hatten mehr als 25 % der Patientinnen und Patienten zu Studienbeginn einen systolischen Blutdruck von > 144 mmHg. Angaben zu Blutdruckwerten während des Studienverlaufs legt der pU nur für die Gesamtpopulationen der Studien vor. Hier zeigt sich im Studienverlauf keine relevante Verbesserung der Blutdruckwerte. Vor allem blieb der Blutdruck im Vergleichsarm durchweg um 2 bis 3 mmHg höher als im Interventionsarm.

Insgesamt war vor allem in den Vergleichsarmen in den vom pU vorgelegten Teilpopulationen der Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD eine optimierte Behandlung der arteriellen Hypertonie im Sinne der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht gewährleistet.

Fazit

Bei einem Großteil der Patientinnen und Patienten in der für die vorliegende Nutzenbewertung relevanten Teilpopulation der Studien FIDELIO-DKD und FIAGRO-DKD wurde die CKD nicht mit SGLT2-Inhibitoren behandelt, für die der G-BA in dieser Indikation einen beträchtlichen Zusatznutzen (Dapagliflozin) festgestellt hat und deren Einsatz durch aktuelle Leitlinien empfohlen wird. Zudem war eine optimierte Behandlung der arteriellen Hypertonie insbesondere für Patientinnen und Patienten in den Vergleichsarmen der beiden Studien nicht gewährleistet. Mehrere Wirkstoffe zur Therapie von Ödemen oder potenziell im Verlauf auftretender Herzinsuffizienz standen nicht zur Verfügung. Zusammengefasst ist somit die zweckmäßige Vergleichstherapie einer optimierten Standardtherapie in den Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD nicht umgesetzt.

Ergebnisse zum Zusatznutzen

Da für die Nutzenbewertung von Finerenon bei Patientinnen und Patienten mit CKD im Stadium 3 und 4 mit Albuminurie in Verbindung mit Diabetes mellitus Typ 2 keine geeigneten Daten vorliegen, ergibt sich kein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen von Finerenon gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie, ein Zusatznutzen ist damit nicht belegt.

Wahrscheinlichkeit und Ausmaß des Zusatznutzens, Patientengruppen mit therapeutisch bedeutsamem Zusatznutzen

Tabelle 3 zeigt eine Zusammenfassung von Wahrscheinlichkeit und Ausmaß des Zusatznutzens von Finerenon.

p. 25

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Tabelle 3: Finerenon – Wahrscheinlichkeit und Ausmaß des Zusatznutzens

Indikation Zweckmäßige Vergleichstherapiea Wahrscheinlichkeit und Ausmaß
des Zusatznutzens
Erwachsene mit chronischer
Nierenerkrankung (Stadium 3 und 4
mit Albuminurie) in Verbindung mit
Diabetes mellitus Typ 2
eine optimierte Standardtherapie
zur Behandlung der chronischen
Nierenerkrankung und des
Diabetes mellitus Typ 2 unter
Berücksichtigung der
Grunderkrankung(en) und häufiger
Komorbiditäten (wie
Dyslipoproteinämie, Hypertonie,
Anämie)
Zusatznutzen nicht belegt
a. Dargestellt ist die vom G-BA festgelegte zweckmäßige Vergleichstherapie.
G-BA: Gemeinsamer Bundesausschuss

Über den Zusatznutzen beschließt der G-BA.

p. 26

I 2 Fragestellung

Das Ziel des vorliegenden Berichts ist die Bewertung des Zusatznutzens von Finerenon im Vergleich mit einer optimierten Standardtherapie als zweckmäßiger Vergleichstherapie bei Patientinnen und Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) im Stadium 3 und 4 mit Albuminurie in Verbindung mit Diabetes mellitus Typ 2.

Aus der Festlegung der zweckmäßigen Vergleichstherapie des G-BA ergibt sich die in Tabelle 4 dargestellte Fragestellung.

Tabelle 4: Fragestellung der Nutzenbewertung von Finerenon

Tabelle 4: Fragestellung der Nutzenbewertung von Finerenon
Indikation Zweckmäßige Vergleichstherapiea
Erwachsene mit chronischer Nierenerkrankung
(Stadium 3 und 4 mit Albuminurie) in Verbindung mit
Diabetes mellitus Typ 2
eine optimierte Standardtherapie zur Behandlung der
chronischen Nierenerkrankung und des Diabetes
mellitus Typ 2 unter Berücksichtigung der
Grunderkrankung(en) und häufiger Komorbiditäten
(wie Dyslipoproteinämie, Hypertonie, Anämie)b
a. Dargestellt ist die vom G-BA festgelegte zweckmäßige Vergleichstherapie.
b. Hinweise des G-BA:
 Es wird davon ausgegangen, dass nach dem Stand der medizinischen Erkenntnisse eine Behandlung der
chronischen Nierenerkrankung den Einsatz von ACE-Hemmern oder AT-1-Antagonisten umfasst, sofern
diese in Frage kommen und nicht kontraindiziert oder unverträglich sind. ACE-Hemmer oder AT-1-
Antagonisten sind somit (in der Therapiesituation der Zusatztherapie) in beiden Studienarmen
einzusetzen.
 Im Rahmen der zweckmäßigen Vergleichstherapie wird vorausgesetzt, dass eine dem Stand der
medizinischen Erkenntnisse entsprechende patientenindividuelle Behandlung der Grunderkrankung,
insbesondere des Diabetes mellitus Typ 2, und ggf. vorhandener Komorbiditäten unter Vermeidung des
Einsatzes von nephrotoxischen Wirkstoffen in beiden Behandlungsarmen erfolgt. Es besteht eine
Diskrepanz zwischen in den Leitlinien empfohlenen Wirkstoffen zur Behandlung der chronischen
Nierenerkrankung und zugelassenen Wirkstoffen.
 Placebo bzw. die unveränderte Fortführung einer unzureichenden Therapie der Grunderkrankung
entspricht, wenn noch weitere Optionen einer Therapieoptimierung bestehen, nicht einer zweckmäßigen
Vergleichstherapie.
 Für die zu behandelnde Zielpopulation sind für Komorbiditäten (wie Diabetes mellitus, Hypertonie,
Dyslipoproteinämie, Anämie) Zielwerte vor Studienbeginn zu definieren, die die Patienten vor Beginn der
Studie oder ggf. während einer Run-In Phase erreichen und während der Studie mittels
patientenindividueller Therapie (z.B. Dosisanpassungen) halten sollten. Die Zielwerte sollen sich an den
Behandlungsstandards der entsprechenden Erkrankungen orientieren und ggf. multiple Komorbiditäten
berücksichtigen.
 Es wird davon ausgegangen, dass bei Patienten im geplanten Anwendungsgebiet eine Verlangsamung der
Krankheitsprogression weiterhin angestrebt wird, sodass eine Nierenersatztherapie in Form von Dialyse
oder Transplantation für die Patienten noch nicht angezeigt ist.
ACE: Angiotensin-Konvertierungsenzym; AT-1: Angiotensin-1; G-BA: Gemeinsamer Bundesausschuss

Der pU folgt der Festlegung der zweckmäßigen Vergleichstherapie des G-BA.

p. 27

Der pU bearbeitet in seinem Dossier außerdem die Fragestellung zu erwachsenen Patientinnen und Patienten mit CKD im Stadium 1 und 2 mit Albuminurie in Verbindung mit Diabetes mellitus Typ 2. Diese Fragestellung ist Bestandteil der Nutzenbewertung A23-14 [2] und dieser Teil des Dossiers wird dort bewertet.

Die Bewertung wird anhand patientenrelevanter Endpunkte auf Basis der vom pU im Dossier vorgelegten Daten vorgenommen. Für die Ableitung des Zusatznutzens werden randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit einer Mindestdauer von 24 Wochen herangezogen. Dies entspricht den Einschlusskriterien des pU.

Im Folgenden wird der Begriff CKD und Niereninsuffizienz gleichbedeutend verwendet.

p. 28

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

I 3 Informationsbeschaffung und Studienpool

Der Studienpool der Bewertung wurde anhand der folgenden Angaben zusammengestellt:

Quellen des pU im Dossier:

  • Studienliste zu Finerenon (Stand zum 16.12.2022)

  • bibliografische Recherche zu Finerenon (letzte Suche am 16.12.2022)

  • Suche in Studienregistern / Studienergebnisdatenbanken zu Finerenon (letzte Suche am 16.12.2022)

  • Suche auf der Internetseite des G-BA zu Finerenon (letzte Suche am 16.12.2022)

Die Überprüfung der Vollständigkeit des Studienpools erfolgte durch:

  • Suche in Studienregistern zu Finerenon (letzte Suche am 13.03.2023), Suchstrategien siehe I Anhang A

Durch die Überprüfung wurde keine zusätzliche relevante Studie identifiziert.

Durch die Überprüfung der Vollständigkeit des Studienpools wurde keine relevante Studie für die Bewertung des Zusatznutzens von Finerenon im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie für die vorliegende Fragestellung identifiziert. Dies weicht von der Einschätzung des pU ab, der mit seiner Informationsbeschaffung die RCTs FIDELIO-DKD [3,4] und FIGARO-DKD [5,6] identifiziert. Für diese Studien legt er jeweils Teilpopulationen sowie eine präspezifizierte Metaanalyse auf Basis individueller Patientendaten (IPD) vor, die er für die Bewertung des Zusatznutzens von Finerenon heranzieht.

Die vom pU eingeschlossenen Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD sind für die Bewertung des Zusatznutzens von Finerenon gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht geeignet, da die zweckmäßige Vergleichstherapie nicht umgesetzt wurde. Dies wird im Folgenden begründet. Dazu werden zunächst die vom pU berücksichtigten Studien und Teilpopulationen beschrieben. Danach wird erläutert, warum die Studien zur Bewertung des Zusatznutzen von Finerenon gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht geeignet sind. Die Studienergebnisse sind ergänzend in I Anhang B und I Anhang C dargestellt.

Vom pU vorgelegte Evidenz

FIDELIO-DKD

Bei der Studie FIDELIO-DKD handelt es sich um eine placebokontrollierte doppelblinde randomisierte Parallelgruppenstudie zu Finerenon. Eingeschlossen wurden Patientinnen und Patienten mit einem Diabetes mellitus Typ 2 gemäß der American Diabetes Association und einer CKD mit einem Urin Albumin-Kreatinin-Quotient (UACR) ≥ 30 bis < 300 mg/g und einer

p. 29

eGFR von ≥ 25 bis < 60 ml/min/1,73 m[2] oder einem UACR von ≥ 300 mg/g und einer eGFR von ≥ 25 bis < 75 ml/min/1,73 m[2] . Mindestens 4 Wochen vor Screening mussten die Patientinnen und Patienten mit einer maximal tolerierten und stabilen Dosis Angiotensin-converting Enzyme (ACE)-Hemmer oder Angiotensin Rezeptorblocker (ARB) behandelt werden, was im Rahmen einer Therapieoptimierung während der Run-in-Phase sichergestellt wurde. Die Patientinnen und Patienten mussten zum Screening einen Serumkaliumwert von ≤ 4,8 mmol/l aufweisen. Ausgeschlossen waren Patientinnen und Patienten mit einer bekannten nicht diabetischen Nierenerkrankung oder einer symptomatischen Herzinsuffizienz der New York Heart Association(NYHA)-Klasse II bis IV und reduzierter Ejektionsfraktion. Ebenso ausgeschlossen waren Patientinnen und Patienten mit einem unkontrollierten arteriellen Bluthochdruck von ≥ 160 / 100 mmHg zum Zeitpunkt des Screenings oder glykierten Hämoglobin(HbA1c)-Werten von > 12 %. Zudem waren Eplerenon, Spironolacton, ReninInhibitoren und kaliumsparende Diuretika ab 4 Wochen vor Screening nicht erlaubt.

Insgesamt wurden 5734 Patientinnen und Patienten eingeschlossen und im Verhältnis 1:1 einer Behandlung mit Finerenon (N = 2866) oder der Placebogruppe (N = 2868) zugeordnet. Stratifiziert wurde nach Region (Nordamerika vs. Lateinamerika vs. Europa vs. Asien vs. andere), UACR zum Zeitpunkt des Screenings (30 bis < 300 mg/g [hohe Albuminurie] vs. ≥ 300 mg/g [sehr hohe Albuminurie]) und eGFR zum Zeitpunkt des Screenings (25 bis < 45 ml/min/1,73 m[2] vs. 45 bis < 60 ml/min/1,73 m[2] vs. ≥ 60 ml/min/1,73 m[2] ).

Die Behandlung mit Finerenon wurde in der Studie FIDELIO-DKD zulassungskonform verabreicht [7]. Laut Studienprotokoll sollten die Studienteilnehmer mit einer individuell angepassten Therapie gemäß lokalen Leitlinien und Empfehlungen für CKD, Diabetes mellitus Typ 2 und ggf. weitere Komorbiditäten behandelt werden. Eine detaillierte Diskussion der Umsetzung der zweckmäßigen Vergleichstherapie findet sich weiter unten.

Die Studie war ereignisgesteuert und sollte nach 1068 Ereignissen des primären Endpunkts beendet werden. Patientinnen und Patienten, welche die Studienmedikation vorzeitig abbrachen, wurden bis zum Studienende nachbeobachtet. Patientinnen und Patienten, die zu Studienende noch unter Finerenon-Therapie standen, wurden bis zu 33 Tage nach Studienende weiterbeobachtet.

Primärer Endpunkt der Studie war der kombinierte Endpunkt bestehend aus den Komponenten Nierenversagen, anhaltender Abnahme der eGFR um ≥ 40 % und renalem Tod. Patientenrelevante Endpunkte wurden in den Kategorien Mortalität, Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Nebenwirkungen erhoben.

FIGARO-DKD

Bei der Studie FIGARO-DKD handelt es sich um eine placebokontrollierte doppelblinde randomisierte Parallelgruppenstudie zu Finerenon. Eingeschlossen wurden Patientinnen und

p. 30

Patienten mit einem Diabetes mellitus Typ 2 gemäß der American Diabetes Association und einer CKD mit einem UACR: ≥ 30 bis < 300 mg/g und einer eGFR von ≥ 25 bis ≤ 90 ml/min/1,73 m2 oder mit einem UACR von ≥ 300 mg/g und einer eGFR von ≥ 60 ml/min/1,73 m2. Mindestens 4 Wochen vor Screening mussten die Patientinnen und Patienten mit einer maximal tolerierten und stabilen Dosis ACE-Hemmer oder ARB behandelt werden, was im Rahmen einer Therapieoptimierung während der Run-in-Phase sichergestellt wurde. Die Patientinnen und Patienten mussten zum Screening einen Serumkaliumwert von ≤ 4,8 mmol/l aufweisen. Ausgeschlossen von der Studienteilnahme waren Patientinnen und Patienten mit einer bekannten nicht diabetischen Nierenerkrankung oder einer symptomatischen Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II bis IV und reduzierter Ejektionsfraktion. Ebenso ausgeschlossen waren Patientinnen und Patienten mit einem unkontrollierten arteriellen Bluthochdruck von ≥ 160 / 100 mmHg zum Zeitpunkt des Screenings und HbA1cWerten von > 12 %. Zudem waren Eplerenon, Spironolacton, Renin-Inhibitoren und kaliumsparende Diuretika ab 4 Wochen vor Screening nicht erlaubt.

Insgesamt wurden 7437 Patientinnen und Patienten eingeschlossen und im Verhältnis 1:1 einer Behandlung mit Finerenon (N = 3723) oder der Placebogruppe (N = 3714) zugeordnet. Stratifiziert wurde nach Region (Nordamerika vs. Lateinamerika vs. Europa vs. Asien vs. andere), Vorgeschichte einer kardiovaskulären Erkrankung (vorhanden vs. nicht vorhanden), dem UACR zum Zeitpunkt des Screenings (30 bis < 300 mg/g [hohe Albuminurie] vs. ≥ 300 mg/g [sehr hohe Albuminurie]) und eGFR zum Zeitpunkt des Screenings (25 bis < 45 ml/min/1,73 m[2] vs. 45 bis < 60 ml/min/1,73 m[2] vs. ≥ 60 ml/min/1,73 m[2] ).

Finerenon wurde in der Studie FIGARO-DKD zulassungskonform verabreicht [7]. Laut Studienprotokoll sollten die Studienteilnehmer mit einer individuell angepassten Therapie gemäß lokalen Leitlinien und Empfehlungen für CKD, Diabetes mellitus Typ 2 und ggf. weitere Komorbiditäten behandelt werden. Eine detaillierte Diskussion der Umsetzung der zweckmäßigen Vergleichstherapie findet sich weiter unten.

Die Studie war ereignisgesteuert und sollte nach 976 Ereignissen des primären Endpunkts beendet werden. Patientinnen und Patienten, welche die Studienmedikation vorzeitig abbrachen, wurden bis zum Studienende nachbeobachtet. Patientinnen und Patienten, die zu Studienende noch unter Finerenon-Therapie standen, wurden bis zu 33 Tage nach Studienende weiterbeobachtet.

Primärer Endpunkt der Studie war der kombinierte Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod, nicht tödlichem Myokardinfarkt, nicht tödlichem Schlaganfall oder Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz. Weitere patientenrelevante Endpunkte wurden in den Kategorien Mortalität, Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Nebenwirkungen erhoben.

p. 31

Vom pU vorgelegte Teilpopulationen der Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD

Zur Beantwortung der Fragestellung des G-BA bildet der pU orientierend an den Diagnosekriterien der Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO)-Leitlinie [8] jeweils Teilpopulationen der Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD. Das verwendete Kriterium für eine CKD im Stadium 3 und 4 ist dabei eine eGFR < 60 ml/min/1,73 m[2] . Dieses Vorgehen ist sachgerecht. Durch die Einteilung des pU ergibt sich aus der Studie FIDELIO-DKD eine Teilpopulation mit 5242 Patientinnen und Patienten (2622 im Interventions- und 2620 im Vergleichsarm) und aus der Studie FIGARO-DKD eine Teilpopulation mit 2721 Patientinnen und Patienten (1359 im Interventions- und 1362 im Vergleichsarm).

Es ist anzumerken, dass der pU zur Bildung der Teilpopulationen die eGFR zum Zeitpunkt des Screenings statt der eGFR zu Studienbeginn heranzieht. Das führt dazu, dass insgesamt ca. 8 % der Patientinnen und Patienten dem für die vorliegende Nutzenbewertung relevanten Anwendungsgebiet CKD Stadium 3 und 4 zugeteilt wurden, obwohl die eGFR zu Studienbeginn ≥ 60 ml/min/1,73 m[2] (Stadium 2) betrug (siehe Tabelle 8 und Tabelle 18). Der pU begründet sein Vorgehen nicht. Zusätzlich sollte gemäß Fachinformation bei Patientinnen und Patienten mit einem Serumkaliumwert ≥ 5 mmol/l nicht mit einer Finerenon-Therapie begonnen werden. Zu Studienbeginn zeigten ca. 6 bis 7 % der Patientinnen und Patienten einen Serumkaliumwert oberhalb dieses Richtwertes. Es ist unklar, ob bei diesen Patientinnen und Patienten eine Therapie begonnen wurde oder die Therapieinitiierung verzögert begann. Für die vorliegende Nutzenbewertung haben diese beiden Aspekte keine Konsequenz, da sie zum einen weniger als 20 % der relevanten Patientinnen und Patienten betreffen und zum anderen die zweckmäßige Vergleichstherapie in den vom pU vorgelegten Teilpopulationen nicht umgesetzt wurde (siehe nachfolgenden Abschnitt).

Zweckmäßige Vergleichstherapie des G-BA nicht umgesetzt

Der G-BA hat als zweckmäßige Vergleichstherapie im vorliegenden Anwendungsgebiet eine optimierte Standardtherapie zur Behandlung der CKD und des Diabetes mellitus Typ 2 unter Berücksichtigung der Grunderkrankung(en) und häufiger Komorbiditäten (wie Dyslipoproteinämie, Hypertonie, Anämie) festgelegt.

In den beiden Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD sollten die Patientinnen und Patienten eine patientenindividuelle Standardtherapie entsprechend den Empfehlungen der lokalen Leitlinien erhalten. Dies galt für die Behandlung der CKD sowie für Diabetes mellitus Typ 2 und die Behandlung von Komorbiditäten wie z. B. Hypertonie. Die leitlinienkonforme Behandlung mit ACE-Hemmern oder ARBs in maximal tolerierter Dosis ≥ 4 Wochen vor Screening war ein Einschlusskriterium. In beiden Studien gab es nach Randomisierung keine Einschränkungen bezüglich Therapiewechseln und Dosisanpassungen der Begleitbehandlung. Die vorgelegten Angaben zur Begleitbehandlung zu Studienbeginn sowie während des Studienverlaufs sind in Tabelle 9, Tabelle 10, Tabelle 19 und Tabelle 20 dargestellt. Die vom pU eingeschlossenen

p. 32

Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD sind jedoch für die Bewertung des Zusatznutzens gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie für die vorliegende Fragestellung nicht geeignet, da insbesondere die Behandlung der CKD sowie der Hypertonie nicht einer optimierten Standardtherapie entspricht. Dies wird im Folgenden begründet.

Behandlung der CKD

Gemäß der zweckmäßigen Vergleichstherapie sollten die CKD und der Diabetes mellitus Typ 2 unter Berücksichtigung der Grunderkrankung(en) und häufiger Komorbiditäten mit einer, dem aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechenden, optimierten Standardtherapie behandelt werden. Zur Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse und der CKDProgression soll Patientinnen und Patienten mit CKD und Diabetes mellitus Typ 2, nach Empfehlungen aktueller Leitlinien, eine Behandlung mit einem Natrium/GlukoseCotransporter-2-Inhibitor (SGLT2-Inhibitor) angeboten werden [9-11]. Auch der G-BA hat für den SGLT2-Inhibitor Dapagliflozin einen beträchtlichen Zusatznutzen für Patientinnen und Patienten mit CKD ohne symptomatische, chronische Herzinsuffizienz als Komorbidität festgestellt [12]. Die für die vorliegende Nutzenbewertung relevante Teilpopulation der Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD umfassen zu einem überwiegenden Teil eben diese Patientinnen und Patienten. Es ist daher davon auszugehen, dass diese Patientinnen und Patienten von dem durch den G-BA festgestellten beträchtlichen Zusatznutzen von Dapagliflozin zur Behandlung der CKD profitieren. Eine hinreichende Umsetzung der zweckmäßigen Vergleichstherapie in den relevanten Teilpopulationen der Studien FIDELIODKD und FIGARO-DKD erfordert daher einen umfänglichen Einsatz von Dapagliflozin zur Behandlung der CKD. Zwar war der Einsatz von SGLT2-Inhibitoren in der Studie FIDELIO-DKD grundsätzlich erlaubt, jedoch erhielten lediglich 4 % bzw. 6 % der Patientinnen und Patienten in den relevanten Teilpopulationen einen SGLT2-Inhibitor zur Baseline. Auch die Initiierung einer Therapie mit SGLT2-Inhibitoren erfolgte im Studienverlauf nur bei einem geringen Anteil der Patientinnen und Patienten (6 % bzw. 13 %, siehe Tabelle 10 und Tabelle 20). Die im statistischen Analyseplan präspezifizierten Subgruppenanalysen zum Einsatz von SGLT2Inhibitoren zur Baseline (ja vs. nein) legt der pU nicht vor, eine Auswertung der potenziell relevanten Teilpopulation mit SGLT2-Inhibitor-Therapie zur Baseline steht somit für die Nutzenbewertung nicht zur Verfügung. Die Bedeutung dieser Subgruppenanalysen zur Bewertung des Behandlungseffekts von Finerenon ergibt sich auch aus anderen nationalen Nutzenbewertungsverfahren, in denen Finerenon hauptsächlich als Add-on zu einer bestehenden Therapie mit Dapagliflozin gesehen wird [13,14]. Diese Subgruppenanalysen können jedoch grundsätzlich nur die Fragestellung zu Finerenon als Zusatztherapie (Finerenon plus SGLT2-Inhibitoren bzw. GLP-1-Rezeptoragonisten vs. SGLT2-Inhibitoren bzw. GLP-1Rezeptoragonisten) adressieren und nicht den Vergleich zwischen Finerenon und SGLT2-Inhibitoren bzw. GLP-1-Rezeptoragonisten. Auch der pU scheint diese Add-on Fragestellung als relevant zu erachten und adressiert diese in seiner laufenden Phase 2 Studie

p. 33

CONFIDENCE zum Vergleich von Finerenon + Empagliflozin gegenüber einer Monotherapie mit Empagliflozin bzw. Finerenon [15].

Insgesamt wurde die zweckmäßige Vergleichstherapie für die Behandlung der CKD in der für die vorliegende Nutzenbewertung relevanten Teilpopulation nicht umgesetzt.

Behandlung der arteriellen Hypertonie

Gemäß den Hinweisen des G-BA sollten vor Studienbeginn für die Komorbiditäten Zielwerte definiert, erreicht und während des Studienverlaufs mittels patientenindividueller Therapie gehalten werden. Die KDIGO Praxisleitlinie zur Behandlung des Blutdrucks bei der CKD von 2012 [16] empfiehlt für Patientinnen und Patienten mit CKD und Diabetes mellitus Typ 2 einschließlich einer Albuminurie (UACR ≥ 30 mg/g) einen Blutdruck von 130 / 80 mmHg. Gemäß der aktualisierten KDIGO Praxisleitlinie von 2021 wird sogar ein systolischer Blutdruck von < 120 mmHg [17] für diese Patientinnen und Patienten empfohlen.

Der pU richtet sich in seinen Studienunterlagen nach der Empfehlung der KDIGO Leitlinie von 2012 [16] und gibt einen Zielwert von 130 / 80 mmHg mit ggf. patientenindividueller Anpassung an. Für einen Studieneinschluss waren laut der Ausschlusskriterien jedoch Blutdruckwerte von bis zu 160 / 100 mmHg erlaubt. Zudem war eine Behandlung mit Aldosteronanatgonisten (Eplerenon und Spironolacton) und weiteren kaliumsparenden Diuretika ab 4 Wochen vor Screening und während der Behandlung mit der Studienmedikation nicht erlaubt. Damit standen den Patientinnen und Patienten vor allem im Vergleichsarm mehrere Wirkstoffe zur Therapie der arteriellen Hypertonie, aber auch von Ödemen und potenziell auftretender Herzinsuffizienz nicht zur Verfügung. Es zeigt sich insgesamt eine unzureichenden Blutdruckeinstellung zu Studienbeginn. In den vorgelegten Teilpopulationen hatten 25 % der Patientinnen und Patienten zu Studienbeginn einen systolischen Blutdruck von > 140 mmHg (siehe Tabelle 8 und Tabelle 18). Angaben zu Blutdruckwerten während des Studienverlaufs legt der pU nur für die Gesamtpopulationen der Studien vor. Hier zeigt sich im Studienverlauf keine relevante Verbesserung der Blutdruckwerte. Vor allem blieb der Blutdruck im Vergleichsarm durchweg 2 bis 3 mmHg höher als im Interventionsarm, was potenziell auf die blutdrucksenkende Wirkung von Finerenon im Interventionsarm zurückzuführen ist [5,18].

Insgesamt war vor allem in den Vergleichsarmen in den vom pU vorgelegten Teilpopulationen der Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD eine optimierte Behandlung der arteriellen Hypertonie im Sinne der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht gewährleistet.

SGLT2-Inhibitoren und Liraglutid zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2

Die eingeschlossenen Patientinnen und Patienten der Studien FIGARO-DKD und FIDELIO-DKD wiesen neben der CKD alle einen Diabetes mellitus Typ 2 auf. Laut aktuellen Leitlinien soll Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und gleichzeitig bestehender

p. 34

kardiovaskulärer Vorerkrankungen SGLT2-Inhibitoren oder Liraglutid angeboten werden. Die diesen Empfehlungen zugrunde liegenden Studien (DECLARE-TIMI 58, EMPA-REG und LEADER) unterscheiden sich allerdings von der relevanten Teilpopulation der Studie FIGARODKD deutlich, da die Mehrzahl der dort eingeschlossenen Patientinnen und Patienten eine eGFR > 60 ml/min/1,73 m[2] aufwies. Daher liegt für Patientinnen und Patienten mit einer eGFR < 60 ml/min/1,73 m[2] nur begrenzte Evidenz für die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 mit SGLT2-Inhibitoren vor. Es ist allerdings anzumerken, dass entsprechend den aktuellen Empfehlungen für Patientinnen und Patienten mit einer CKD, unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie z. B. Komorbiditäten, ein patientenindividueller Zielwert des HbA1c im Referenzbereich von 6,5 % bis 8,5 % vereinbart werden soll [19,20]. In den Teilpopulationen der Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD wiesen knapp 19 % bzw. 24 % der relevanten Teilpopulation einen HbA1c-Wert oberhalb des empfohlenen Referenzbereichs auf. Eine Anpassung der Behandlung des Diabetes im Studienverlauf war erlaubt. Dennoch veränderte sich der Anteil der Patientinnen und Patienten mit HbA1c-Werten über 8,5 % in der Gesamtpopulation im Studienverlauf kaum (Angabe für die relevante Teilpopulation liegen nicht vor).

Fazit

Bei einem Großteil der Patientinnen und Patienten in der für die vorliegende Nutzenbewertung relevanten Teilpopulation der Studien FIDELIO-DKD und FIAGRO-DKD wurde die CKD nicht mit SGLT2-Inhibitoren behandelt, für die der G-BA in dieser Indikation einen beträchtlichen Zusatznutzen (Dapagliflozin) festgestellt hat und deren Einsatz durch aktuelle Leitlinien empfohlen wird. Zudem war eine optimierte Behandlung der arteriellen Hypertonie insbesondere für Patientinnen und Patienten in den Vergleichsarmen der beiden Studien nicht gewährleistet. Mehrere Wirkstoffe zur Therapie von Ödemen oder potenziell im Verlauf auftretender Herzinsuffizienz standen nicht zur Verfügung. Zusammengefasst ist somit die zweckmäßige Vergleichstherapie einer optimierten Standardtherapie in den Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD nicht umgesetzt.

p. 35

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

I 4 Ergebnisse zum Zusatznutzen

Für die Bewertung des Zusatznutzens von Finerenon im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie bei Patientinnen und Patienten mit CKD im Stadium 3 und 4 mit Albuminurie in Verbindung mit Diabetes mellitus Typ 2 liegen keine geeigneten Daten vor. Es ergibt sich kein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen von Finerenon im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie, ein Zusatznutzen ist damit für diese Patientinnen und Patienten nicht belegt.

p. 36

I 5 Wahrscheinlichkeit und Ausmaß des Zusatznutzens

Tabelle 5 stellt zusammenfassend das Ergebnis der Bewertung des Zusatznutzens von Finerenon im Vergleich mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie dar.

Tabelle 5: Finerenon – Wahrscheinlichkeit und Ausmaß des Zusatznutzens

Indikation Zweckmäßige Vergleichstherapiea Wahrscheinlichkeit und Ausmaß
des Zusatznutzens
Erwachsene mit chronischer
Nierenerkrankung (Stadium 3 und 4
mit Albuminurie) in Verbindung mit
Diabetes mellitus Typ 2
Eine optimierte Standardtherapie
zur Behandlung der chronischen
Nierenerkrankung und des
Diabetes mellitus Typ 2 unter
Berücksichtigung der
Grunderkrankung(en) und häufiger
Komorbiditäten (wie
Dyslipoproteinämie, Hypertonie,
Anämie)
Zusatznutzen nicht belegt
a. Dargestellt ist die vom G-BA festgelegte zweckmäßige Vergleichstherapie.
G-BA: Gemeinsamer Bundesausschuss

Die oben beschriebene Einschätzung weicht von der des pU ab, der einen Beleg für einen beträchtlichen Zusatznutzen ableitet.

Über den Zusatznutzen beschließt der G-BA.

p. 37

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

I 6 Literatur

Das Literaturverzeichnis enthält Zitate des pU, in denen gegebenenfalls bibliografische Angaben fehlen.

  1. Gemeinsamer Bundesausschuss. Verfahrensordnung des Gemeinsamen -

Bundesausschusses [online]. URL: https://www.g ba.de/richtlinien/42/.

  1. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Finerenon
  • (Niereninsuffizienz, Stadium 1 und 2) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. 2023: -

  • [Demnächst verfügbar unter https://www.g

ba.de/bewertungsverfahren/nutzenbewertung/927/#nutzenbewertung].

  1. Bakris GL, Agarwal R, Anker SD et al. Effect of Finerenone on Chronic Kidney Disease Outcomes in Type 2 Diabetes. N Engl J Med 2020; 383(23): 2219-2229. https://dx.doi.org/10.1056/NEJMoa2025845.

  2. Bayer. CSR FIDELIO-DKD 2020: A randomized, double-blind, placebo-controlled, parallelgroup, multicenter, event-driven Phase III study to investigate the efficacy and safety of finerenone, in addition to standard of care, on the progression of kidney disease in subjects with type 2 diabetes mellitus and the clinical diagnosis of diabetic kidney disease. 2020.

  3. Pitt B, Filippatos G, Agarwal R et al. Cardiovascular Events with Finerenone in Kidney Disease and Type 2 Diabetes. N Engl J Med 2021; 385(24): 2252-2263. https://dx.doi.org/10.1056/NEJMoa2110956.

  4. Bayer. A randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group, multicenter, eventdriven Phase III study to investigate the efficacy and safety of finerenone on the reduction of cardiovascular morbidity and mortality in subjects with type 2 diabetes mellitus and the clinical diagnosis of diabetic kidney disease in addition to standard of care; study 17530; Clinical Study Report [unveröffentlicht]. 2021.

  5. Bayer. Kerendia 10 mg/20 mg Filmtabletten [online]. 2023 [Zugriff: 14.04.2023]. URL: https://www.fachinfo.de.

  6. International Society of Nephrology. KDIGO 2012; Clinical Practice Guideline for the Evaluation and Management of Chronic Kidney Disease; Kidney International Supplements -

[online]. 2013 [Zugriff: 09.05.2023]. URL: https://kdigo.org/wp content/uploads/2017/02/KDIGO_2012_CKD_GL.pdf.

  1. Kidney Disease: Improving Global Outcomes Diabetes Work Group. KDIGO 2022; Clinical Practice Guideline for Diabetes Management in Chronic Kidney Disease. Kidney Int 2022; 102(5S): S1-S127. https://dx.doi.org/10.1016/j.kint.2022.06.008.
p. 38
  1. ElSayed NA, Aleppo G, Aroda VR et al. 11. Chronic Kidney Disease and Risk Management: Standards of Care in Diabetes-2023. Diabetes Care 2023; 46(Suppl 1): S191-S202. https://dx.doi.org/10.2337/dc23-S011.

  2. National Institute for Health an Care Excellence. Type 2 diabetes in adults: management: NICE guideline [online]. 2022 [Zugriff: 18.04.2023]. URL:

https://www.nice.org.uk/guidance/ng28/resources/type-2-diabetes-in-adults-managementpdf-1837338615493.

  1. Gemeinsamer Bundesausschuss. Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie: Anlage XII – Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach § 35a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V); Dapagliflozin (Neues Anwendungsgebiet: Chronische Niereninsuffizienz) [online]. 2022 [Zugriff: 12.04.2023]. URL: https://www.g-ba.de/downloads/39-261-5282/2022-02-17_AMRL-XII_Dapagliflozin_D-713_BAnz.pdf.

  2. Canadian's Drug and Health Technology Agency. Finerenone (Kerendia); CADTH Reimbursement Recommendation; Canadian Journal of Health Technologies [online]. 2023 - [Zugriff: 02.05.2023]. URL: https://www.cadth.ca/sites/default/files/DRR/2023/SR0737REC Kerendia.pdf.

  3. National Institute for Health an Care Excellence. Finerenone for treating chronic kidney disease in type 2 diabetes; Technology appraisal guidance [online]. 2023 [Zugriff: 27.04.2023]. URL: https://www.nice.org.uk/guidance/ta877/resources/finerenone-fortreating-chronic-kidney-disease-in-type-2-diabetes-pdf-82613678191045.

  4. Bayer. A Study to Learn How Well the Treatment Combination of Finerenone and Empagliflozin Works and How Safe it is Compared to Each Treatment Alone in Adult Participants With Long-term Kidney Disease (Chronic Kidney Disease) and Type 2 Diabetes (CONFIDENCE) [online]. 2023 [Zugriff: 14.04.2023]. URL: https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT05254002.

  5. International Society of Nephrology. KDIGO Clinical Practice Guideline for the Management of Blood Pressure in Chronic Kidney Disease; Kidney International Supplements - [online]. 2012 [Zugriff: 04.01.2023]. URL: https://kdigo.org/wp content/uploads/2016/10/KDIGO-2012-Blood-Pressure-Guideline-English.pdf.

  6. International Society of Nephrology. KDIGO 2021; Clinical Practice Guideline for the Management of Blood Pressure in Chronic Kidney Disease; Supplement to kidney - International [online]. 2021 [Zugriff: 18.04.2023]. URL: https://kdigo.org/wp content/uploads/2016/10/KDIGO-2021-BP-GL.pdf.

  7. Ruilope LM, Agarwal R, Anker SD et al. Blood Pressure and Cardiorenal Outcomes With Finerenone in Chronic Kidney Disease in Type 2 Diabetes. Hypertension 2022; 79(12): 26852695. https://dx.doi.org/10.1161/HYPERTENSIONAHA.122.19744.

p. 39

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

  1. Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Versorgung von Patienten mit chronischer nicht-dialysepflichtiger Nierenerkrankung in der Hausarztpraxis; S3-Leitlinie [online]. 2019 [Zugriff: 18.04.2023]. URL:

https://www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-S3- - Leitlinien/053 048_Versorgung%20von%20Patienten%20mit%20nicht

  • dialysepflichtiger%20Niereninsuffizienz%20in%20der%20Hausarztpraxis/oeffentlich/053 - 048l_Versorgung%20von%20Patienten%20mit%20nicht

dialysepflichtiger%20Niereninsuffizienz%20in%20der%20Hausarztpraxis_redakt_29-012021.pdf.

  1. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Nationale VersorgungsLeitlinie; Typ-2Diabetes; Teilpublikation der Langfassung; 2. Auflage, Version 1 [online]. 2021 [Zugriff: 18.04.2023]. URL: https://www.leitlinien.de/themen/diabetes/pdf/diabetes-2aufl-vers1.pdf.
p. 40

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

I Anhang A Suchstrategien

Studienregister

Suche zu Finerenon

1. ClinicalTrials.gov

Anbieter: U.S. National Institutes of Health

Suchstrategie

finerenone OR BAY-94-8862

2. EU Clinical Trials Register

Anbieter: European Medicines Agency

Suchstrategie

finerenone* OR BAY-94-8862 OR BAY94-8862 OR (BAY 94-8862)

3. International Clinical Trials Registry Platform Search Portal

Anbieter: World Health Organization

Suchstrategie

finerenone OR BAY-94-8862 OR BAY94-8862 OR BAY 94-8862

p. 41

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

I Anhang B Ergänzende Darstellung der Studie FIGARO-DKD

Tabelle 6: Charakterisierung der vom pU eingeschlossenen Studie FIGARO-DKD – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Studie Studiendesign Population Interventionen (Zahl der Studiendauer Ort und Zeitraum der Primärer Endpunkt;
randomisierten Durchführung sekundäre
Patientinnen und Patienten) Endpunktea
FIGARO-DKD RCT, erwachsene Finerenon + optimierte Run-in: 4–16 1019 Zentren in primär: kombinierter
doppelblind, Patientinnen und Standardtherapie (N = 3723) Wochend Argentinien, Australien, Endpunkt aus
parallel Patienten mit Diabetes Placebo + optimierte Belgien, Brasilien, kardiovaskulärem
mellitus Typ 2 und CKD
(Stadium 1–4 mit
Standardtherapie (N = 3714) Screening: bis zu 2
Wochen
Bulgarien, Chile, China,
Dänemark, Deutschland,
Tod, nicht tödlichem
Myokardinfarkt,
Albuminurie)b:
- eGFR ≥ 25
ml/min/1,73 m2und
- Albuminurie (UACR
≥ 30–≤ 5000 mg/g)
Davon relevante
Teilpopulationc:
Finerenon + optimierte
Standardtherapie (n = 1359)
Placebo + optimierte
Standardtherapie (n = 1362)
Behandlung:
ereignisgesteuerte
Studie (Studienende
nach mindestens 976
Ereignissen des
primären Endpunkts)
Finnland, Frankreich,
Griechenland,
Großbritannien, Hong
Kong, Irland, Israel, Italien,
Japan, Kanada, Kolumbien,
Litauen, Malaysia, Mexiko,
Neuseeland, Niederlande,
Norwegen, Österreich,
nicht tödlichem
Schlaganfall oder
Hospitalisierung
aufgrund von
Herzinsuffizienz
sekundär:
Gesamtmortalität,
Morbidität,
Philippinen, Polen, gesundheits-
Nachbeobachtung: Portugal, Puerto Rico, bezogene
maximal bis 33 Tage Rumänien, Russland, Lebensqualität, UEs
nach Studienende Schweden, Schweiz,
Singapur, Slowakei,
Spanien, Südafrika,
Südkorea, Taiwan,
Thailand, Tschechische
Republik, Türkei, Ukraine,
Ungarn, USA, Vietnam
09/2015–02/2021
Datenschnitt: 19.04.2021e, f
p. 42

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Tabelle 6: Charakterisierung der vom pU eingeschlossenen Studie FIGARO-DKD – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Studie
Studiendesign
Population
Interventionen (Zahl der
Studiendauer
Ort und Zeitraum der
Primärer Endpunkt;
randomisierten
Durchführung
sekundäre
Patientinnen und Patienten)
Endpunktea
a. Primäre Endpunkte beinhalten Angaben ohne Berücksichtigung der Relevanz für diese Nutzenbewertung. Sekundäre Endpunkte beinhalten ausschließlich
Angaben zu relevanten verfügbaren Endpunkten für diese Nutzenbewertung.
b. Patientinnen und Patienten mussten entweder einen UACR ≥ 30 bis < 300 mg/g mit einer eGFR ≥ 25 bis ≤ 90 ml/min/1,73 m2oder ein UACR ≥ 300 bis
≤ 5000 mg/g mit einer eGFR ≥ 60 ml/min/1,73 m2aufweisen. Die Anzahl der Patientinnen und Patienten mit einem UACR ≥ 30 bis < 300 mg/g und einer eGFR
≥ 60 ml/min/1,73 m2wurde auf 10 % der Population mit einem UACR ≥ 30 – < 300 mg/g beschränkt. Ebenso wurde die Anzahl an Patientinnen und Patienten
mit einem UACR ≥ 30 bis < 300 mg/g ohne kardiovaskuläre Vorerkrankung auf ca. 40 % der Population mit einem UACR ≥ 30 bis < 300 mg/g zum Zeitpunkt des
Screenings beschränkt.
c. Patientinnen und Patienten mit CKD in den Stadien 3 und 4 definiert über eine eGFR < 60 ml/min/1,73 m2zum Zeitpunkt des Screenings.
d. Ein Wechsel zwischen den Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD war während der Run-in- und Screening-Phase einmalig erlaubt. Die Run-in-Phase umfasst eine
Optimierungsphase zum Erreichen der maximal tolerierten zugelassenen Dosis sowie eine anschließende Erhaltungsphase.
e. Präspezifiziert war ein formaler Interim-Datenschnitt nach dem Auftreten von zwei Dritteln der benötigten Gesamtereignisse des primären Endpunkts.
f. Das Datum der letzten Visite des letzten Patienten bzw. der letzten Patientin ist der 02.02.2021. Der finale Database-Lock erfolgte am 19.04.2021.
CKD: chronische Nierenerkrankung; eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; n: relevante Teilpopulation; N: Anzahl randomisierter Patientinnen und
Patienten; RCT: randomisierte kontrollierte Studie; UACR: Urin Albumin-Kreatinin-Quotient; UE: unerwünschtes Ereignis
p. 43

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Tabelle 7: Charakterisierung der Intervention (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie

Tabelle 7: Charakterisierung der Intervention (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich:
Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie
Tabelle 7: Charakterisierung der Intervention (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich:
Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie
Studie Intervention
Vergleich
FIGARO-DKD Finerenon 10 mgabzw. 20 mgb1-mal täglich, oral
- + optimierte Standardtherapie
Placebo 1-mal täglicha, b, oral
+ optimierte Standardtherapie
Dosisanpassungen
- Dosiserhöhung auf 20 mg pro Tag ab Visite 2 erlaubt, vorausgesetzt:
 Kaliumwert von ≤ 4,8 mmol/l
 Abnahme der eGFR maximal 30 % gegenüber der letzten Messung
- Dosisreduktion bzw. Unterbrechung ausschließlich aufgrund von Sicherheitsbedenken
erlaubt
- Unterbrechung der Studienmedikation bei einem Kaliumwert von > 5,5 mmol/l
Vor- und Begleitbehandlung
- Gemäß lokal anerkannten Leitlinien
 Therapie der kardiovaskulären Erkrankungen und der chronischen Nierenerkrankung
 Behandlung mit Statinen, Thrombozytenaggregationshemmern und Betablockern
 Therapien zur glykämischen Kontrolle
- ACE-Hemmer und / oder ARB seit ≥ 4 Wochen vor Run-in Visite
- ACE-Hemmer oder ARB in maximal tolerierter und zugelassener Dosis seit ≥ 4 Wochen vor
Screeningc
- Falls nötig, Kaliumersatz oder kaliumsenkende Wirkstoffe während Studie
- nicht kaliumsparende Diuretika und Antihypertensiva (wenn der Prüfarzt / die Prüfärztin
den Blutdruck als unkontrolliert beurteilt)
Nicht erlaubte Vor- und Begleitbehandlung
- Eplerenon, Spironolacton, Renin-Inhibitor oder kaliumsparendes Diuretikum ≥ 4 Wochen
vor Screening
- Dialyse bei akutem Nierenversagen ≤ 12 Wochen vor Run-in Visite
- vorhandenes Nieren-Allotransplantat oder geplante Nierentransplantation innerhalb von
12 Monaten nach Run-in Visite
- Teilnahme an anderen Studien mit Prüfpräparatend
- potente CYP3A4-Inhibitoren oder-Induktoren ≥ 7 Tage vor Studienbeginn
a. Anfangsdosis für Patientinnen und Patienten mit einer eGFR < 60 ml/min/1,73 m2zum Zeitpunkt des
Screenings. Darreichungsform: 1 Tablette (10 mg Finerenon oder Placebo)
b. Anfangsdosis für Patientinnen und Patienten mit einer eGFR ≥ 60 ml/min/1,73 m2zum Zeitpunkt des
Screenings. Darreichungsform: 1 Tablette (20 mg Finerenon oder Placebo)
c. Optimierung der Behandlung mit entweder einem ACE-Hemmer oder einem ARB während der Run-in-
Phase. Die vor dem Screening zu erreichende maximal tolerierte zugelassene Dosis sollte nicht unter der
minimalen zugelassenen Dosis liegen (Erhaltungsphase). Die Erhaltungsphase sollte vorzugsweise ohne
Anpassung der Dosis, der Wahl des Wirkstoffs oder einer anderen blutdrucksenkenden oder
blutzuckersenkenden Behandlung auskommen.
d. zeitgleich oder innerhalb von 30 Tagen vor Randomisierung; außer Teilnahme an der Run-in und Screening
Phase der Studie FIDELIO-DKD
ACE: Angiotensin-Konvertierungsenzym; ARB: Angiotensin Rezeptorblocker; CKD: chronische
Nierenerkrankung; CVD: kardiovaskuläre Erkrankung; CYP: Cytochrom P450; eGFR: geschätzte glomeruläre
Filtrationsrate; RCT: randomisierte kontrollierte Studie
p. 44

Tabelle 8: Charakterisierung der Studienpopulationen (Studie FIGARO-DKD) sowie Studien- / Therapieabbruch – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 8: Charakterisierung der Studienpopulationen (Studie FIGARO-DKD) sowie
Studien- / Therapieabbruch – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 8: Charakterisierung der Studienpopulationen (Studie FIGARO-DKD) sowie
Studien- / Therapieabbruch – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Charakteristikum
Kategorie
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Placebo + optimierte
Standardtherapie
Na = 1359
Na = 1362
FIGARO-DKD
Alter [Jahre], MW (SD)
Geschlecht [w / m], %
Abstammung, n (%)
weiß
schwarz oder afroamerikanisch
asiatisch
andereb
nicht berichtet
Region, n (%)
Nordamerika
Lateinamerika
Europa
Asien
andere
Vorgeschichte einer kardiovaskulären Erkrankung, n (%)
ja
nein
Dauer des Bestehens des Typ 2 Diabetes [Jahre]
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
Serumkaliumwert zu Studienbeginn [mmol/l] n (%)
≤ 4,8
> 4,8 bis ≤ 5,0
> 5,0
Systolischer Blutdruck zu Studienbeginn [mmHg], n (%)
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
Diastolischer Blutdruck zu Studienbeginn [mmHg], n (%)
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
eGFR zum Zeitpunkt des Screenings [ml/min/1,73 m2]
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
69 (8)
70 (8)
33 / 67
31 / 69
1013 (75)
992 (73)
43 (3)
71 (5)
251 (19)
253 (19)
49 (4)
42 (3)
3 (< 1)
4 (< 1)
267 (20)
271 (20)
102 (8)
101 (7)
640 (47)
639 (47)
288 (21)
292 (21)
62 (5)
59 (4)
865 (64)
851 (62)
494 (36)
511 (38)
16,1 (9,4)
16,1 (9,2)
15,2 [9,2; 21,2]
15,2 [9,2; 21,3]
1175 (87)
1197 (88)
104 (8)
86 (6)
80 (6)
78 (6)
134,4 (14,6)
134,5 (14,6)
134,0 [125,0; 144,7]
135,3 [125,3; 145,0]
74,0 (9,9)
73,6 (9,7)
74,0 [67,0; 80,7]
73,7 [67,3; 80,3]
44,9 (9,3)
45,2 (9,2)
45,7 [37,3; 52,9]
46,1 [37,7; 53,0]
p. 45

Tabelle 8: Charakterisierung der Studienpopulationen (Studie FIGARO-DKD) sowie Studien- / Therapieabbruch – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 8: Charakterisierung der Studienpopulationen (Studie FIGARO-DKD) sowie
Studien- / Therapieabbruch – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 8: Charakterisierung der Studienpopulationen (Studie FIGARO-DKD) sowie
Studien- / Therapieabbruch – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Charakteristikum
Kategorie
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Placebo + optimierte
Standardtherapie
Na = 1359
Na = 1362
eGFR zum Zeitpunkt des Screenings [ml/min/1,73 m2], n (%)
< 25 ml/min/1,73 m2
25 bis < 45 ml/min/1,73 m2
45 bis < 60 ml/min/1,73 m2
≥ 60 ml/min/1,73 m2
eGFR zu Studienbeginn [ml/min/1,73 m2]
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
eGFR zu Studienbeginn [ml/min/1,73 m2], n (%)
< 25
25 bis < 45
45 bis < 60
≥ 60
UACR zu Baseline [mg/g]
geom. MW (SD)
Median [Q1; Q3]
UACR zu Baseline [mg/g], n (%)
normale Albuminurie (< 30 mg/g)
hohe Albuminurie (30 mg/g bis < 300 mg/g)
sehr hohe Albuminurie (≥ 300mg/g)
HbA1c zu Studienbeginn [%]
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
HbA1c zu Studienbeginn [%], n (%)
≤ 8,5
> 8,5
0 (0)
1 (< 1)
639 (47)
629 (46)
720 (53)
731 (54)
0 (0)
0 (0)
46,2 (11,4)
46,4 (11,2)
46,0 [37,5; 54,0]
46,5 [38,4; 53,8]
14 (1)
12 (< 1)
618 (46)
600 (44)
575 (42)
614 (45)
152 (11)
135 (10)
99,7 (2,3)
105,0 (2,2)
101,0 [55,0; 184,1]
107,8 [61,0; 180,9]
87 (6)
72 (5)
1178 (87)
1184 (87)
94 (7)
106 (8)
7,6 (1,3)
7,5 (1,2)
7,4 [6,6; 8,3]
7,3 [6,6; 8,1]
1066 (78)c
1128 (83)c
290 (21)
231 (17)
Therapieabbruch, n (%)
Studienabbruch, n (%)
455 (34)d
424 (31)d
2 (< 1)
7 (< 1)
a. Anzahl randomisierter Patientinnen und Patienten.
b. Ureinwohner Amerikas, Alaskas, Hawaiis oder anderer pazifischer Inseln und mehrere
c. eigene Berechnung
d. Häufige Gründe für den Therapieabbruch im Interventions- vs. Kontrollarm waren: unerwünschte
Ereignisse (11 % vs. 9 %), Tod (8 % vs. 7 %), Einverständnis zurückgezogen (6 % vs. 7 %).
eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; HbA1c: glykiertes Hämoglobin; m: männlich; MW: Mittelwert;
n: Anzahl Patientinnen und Patienten in der Kategorie; N: Anzahl randomisierter Patientinnen und Patienten;
Q1: 1. Quartil; Q3: 3. Quartil; RCT: randomisierte kontrollierte Studie; SD: Standardabweichung;
UACR: Albumin-Kreatinin-Ratio im Urin; w: weiblich
p. 46

Tabelle 9: Angaben zur medikamentösen Behandlung zur Baseline (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie

Tabelle 9: Angaben zur medikamentösen Behandlung zur Baseline (Studie FIGARO-DKD) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Tabelle 9: Angaben zur medikamentösen Behandlung zur Baseline (Studie FIGARO-DKD) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Wirkstoffkategorie
Wirkstoffklasse
Patientinnen und Patienten mit Vorbehandlung
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Placebo + optimierte
Standardtherapie
N = 1359
N = 1362
Antidiabetische Behandlung
jegliche antidiabetische Behandlung
Insulin und Analoga
DPP-4-Inhibitoren
GLP-1-RA
SGLT2-Inhibitoren
Biguanide
Sulfonylharnstoffe
Alpha-Glucosidase-Hemmer
Meglitinide
Thiazolidinedione
k. A.
k. A.
738 (54,3)
715 (52,5)
377 (27,7)
383 (28,1)
117 (8,6)
88 (6,5)
83 (6,1)
80 (5,9)
716 (52,7)
733 (53,8)
397 (29,2)
357 (26,2)
50 (3,7)
55 (4,0)
48 (3,5)
54 (4,0)
61 (4,5)
65 (4,8)
Nicht antidiabetische Behandlung
jegliche nicht antidiabetische Behandlung
ARB
ACE-Inhibitor
Betablocker
Diuretika
Statine
kaliumsupplementierende Wirkstoffe
kaliumsenkende Wirkstoffe (einschl.
Bindemittel)
k. A.
k. A.
802 (59,0)
816 (59,9)
556 (40,9)
547 (40,2)
790 (58,1)
765 (56,2)
778 (57,2)
779 (57,2)
1051 (77,3)
1071 (78,6)
58 (4,3)
54 (4,0)
12 (0,9)
11 (0,8)
ACE: Angiotensin-Konvertierungsenzym; ARB: Angiotensin Rezeptorblocker; DPP: Dipeptidyl-Peptidase; GLP-1-
RA: Glucagon-like Peptide 1 Rezeptor-Agonist; k. A.: keine Angabe; n: Anzahl Patientinnen und Patienten in
der Kategorie; N: Anzahl randomisierter Patientinnen und Patienten; RCT: randomisierte kontrollierte Studie;
SGLT2: Natrium/Glukose-Cotransporter-2
p. 47

Tabelle 10: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 10: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich:
Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie
(mehrseitige Tabelle)
Tabelle 10: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich:
Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie
(mehrseitige Tabelle)
Wirkstoffkategorie
Wirkstoffklasse
Patientinnen und Patienten mit Begleitbehandlung
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Placebo + optimierte
Standardtherapie
N = 1359
N = 1362
Neu begonnene antidiabetische Behandlunga, b
jegliche antidiabetische Behandlung
884 (65,0)
875 (64,2)
Insulin und Analoga
616 (45,3)
585 (43,0)
DPP-4-Inhibitoren
247 (18,2)
235 (17,3)
GLP-1-RA
165 (12,1)
171 (12,6)
SGLT2-Inhibitoren
173 (12,7)
154 (11,3)
Biguanide
312 (23,0)
306 (22,5)
Sulfonylharnstoffe
189 (13,9)
176 (12,9)
Alpha-Glucosidase-Hemmer
42 (3,1)
36 (2,6)
Meglitinide
48 (3,5)
54 (4,0)
Thiazolidinedione
45 (3,3)
50 (3,7)
Neu begonnene nicht antidiabetische Behandlunga, b
jegliche nicht antidiabetische Behandlung
1103 (81,2)
1114 (81,8)
ACE-Inhibitor
210 (15,5)
225 (16,5)
ARB
349 (25,7)
366 (26,9)
RAAS-Hemmer
513 (37,7)
547 (40,2)
Betablocker
395 (29,1)
407 (29,9)
Diuretika
538 (39,6)
576 (42,3)
Schleifendiuretika
374 (27,5)
408 (30,0)
Thiaziddiuretika
134 (9,9)
158 (11,6)
kaliumsupplementierende Wirkstoffe
98 (7,2)
123 (9,0)
kaliumsenkende Wirkstoffe (einschl.
Bindemittel)
98 (7,2)
56 (4,1)
Alphablocker
363 (26,7)
379 (27,8)
Kalziumkanalblocker
392 (28,8)
445 (32,7)
zentral wirkende Antihypertensiva
73 (5,4)
82 (6,0)
starke CYP3A4-Inhibitoren
80 (5,9)
70 (5,1)
moderate CYP3A4-Inhibitoren
216 (15,9)
192 (14,1)
schwache CYP3A4-Inhibitoren
509 (37,5)
534 (39,2)
nicht klassifizierte CYP3A4-Inhibitoren
74 (5,4)
65 (4,8)
Starke CYP3A4-Induktoren
19 (1,4)
20 (1,5)
moderate CYP3A4-Induktoren
103 (7,6)
108 (7,9)
schwache CYP3A4-Induktoren
111 (8,2)
114 (8,4)
nicht klassifizierte CYP3A4-Induktoren
66 (4,9)
52 (3,8)
p. 48

Tabelle 10: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 10: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich:
Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie
(mehrseitige Tabelle)
Tabelle 10: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich:
Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie
(mehrseitige Tabelle)
Wirkstoffkategorie
Wirkstoffklasse
Patientinnen und Patienten mit Begleitbehandlung
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Placebo + optimierte
Standardtherapie
N = 1359
N = 1362
orale Antikoagulanzien
Acetylsalicylsäure und deren Salze
Statine
erythropoetinstimulierende Wirkstoffe
NSAIDS (ohne Acetylsalicylsäure)
Angiotensinrezeptor-Neprilysin-Blocker
kaliumsparende Diuretika
Thrombozytenaggregationshemmer (außer
Heparin)
Trimethoprim und Derivate
163 (12,0)
161 (11,8)
225 (16,6)
243 (17,8)
393 (28,9)
413 (30,3)
30 (2,2)
22 (1,6)
439 (32,3)
407 (29,9)
2 (0,1)
1 (< 0,1)
77 (5,7)
81 (5,9)
345 (25,4)
339 (24,9)
57 (4,2)
45 (3,3)
a. einschließlich Therapiewechsel
b. Bestimmte Wirkstoffe können in mehrere Wirkstoffklassen eingruppiert werden, sodass ggf. für eine
Patientin bzw. einen Patienten derselbe Wirkstoff in mehreren Wirkstoffklassen gezählt wird.
ACE: Angiotensin-Konvertierungsenzym; ARB: Angiotensin Rezeptorblocker; CYP: Cytochrom P450; DPP:
Dipeptidyl-Peptidase; GLP-1-RA: Glucagon-like Peptide 1 Rezeptor-Agonist; n: Anzahl Patientinnen und
Patienten in der Kategorie; N: Anzahl randomisierter Patientinnen und Patienten; NSAIDS: Nicht steroidale
entzündungshemmende Medikamente; RAAS: Renin-Angiotensin-Aldosteron-System; RCT: randomisierte
kontrollierte Studie; SGLT2: Natrium/Glukose-Cotransporter-2
p. 49

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Tabelle 11: Angaben zum Studienverlauf (Studie FIGARO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie

Studie Finerenon + optimierte Placebo + optimierte
Dauer Studienphase Standardtherapie Standardtherapie
Endpunktkategorie
FIGARO-DKD
Behandlungsdauer [Monate]a N = 1357b N = 1356b
Median [Min; Max] 36,3 [0,1; 60,2] 37,3 [0,03; 60,6]
Mittelwert (SD) 34,4 (15,5) 35,3 (15,0)
Beobachtungsdauer [Monate]c N = 1359 N = 1362
Gesamtüberleben, Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, Nebenwirkungend
Median [Min; Max] 42,8 [0,9; 60,2] 43,0 [0,4; 60,6]
Mittelwert (SD) 40,6 (11,6) 40,7 (11,7)
a. Die Behandlungsdauer umfasst auch den Zeitraum vorübergehender Therapieunterbrechungen und ist
damit potenziell überschätzt.
b. Da wenige Patientinnen und Patienten keine Studienmedikation erhielten, ergibt sich eine abweichende
Anzahl für die Behandlungsdauer.
c. Es liegen keine Angaben dazu vor, wie die Beobachtungsdauer berechnet wurde.
d. In die Auswertungen der Endpunkte zu Nebenwirkungen gehen nur Ereignisse ein, die während oder bis zu
3 Tage nach einer vorübergehenden Therapieunterbrechung oder einem dauerhaften Therapieabbruch
auftraten.
Max: Maximum; Min: Minimum; N: Anzahl ausgewerteter Patientinnen und Patienten; RCT: randomisierte
kontrollierte Studie; SD: Standardabweichung
p. 50

Tabelle 12: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 12: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 12: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 12: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 12: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Placebo + optimierte
Standardtherapie

N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte
Standardtherapie
HR [95 %-KI]; p-Werta
FIGARO-DKD (Studienende 02.02.2021)
Mortalität
Gesamtmortalität
1359
n. e.
167 (12,3)
1362
n. e.
159 (11,7)
1,05 [0,85; 1,31];
0,648
Morbidität
renale Morbidität mit eGFR
Abnahme ≥ 57 %
(kombinierter Endpunkt)
1359
n. e.
35 (2,6)

Nierenversagenb, c
1359
n. e.
24 (1,8)

anhaltende Abnahme
der eGFR auf
< 15 mL/min/1,73 m²b
1359
n. e.
16 (1,2)

ESRDb, d
1359
n. e.
15 (1,1)

eGFR Abnahme ≥ 57 %b
1359
n. e.
21 (1,5)

renal bedingter Todb, e
1359
n. e.
0 (0)
1362
n. e.
31 (2,3)
1362
n. e.
24 (1,8)
1362
n. e.
17 (1,2)
1362
n. e.
15 (1,1)
1362
n. e.
19 (1,4)
1362
n. e.
1 (< 0,1)
1,15 [0,71; 1,87];
0,569
0,96 [0,54; 1,70];
0,887
0,90 [0,45; 1,81];
0,772
0,98 [0,48; 2,01];
0,964
1,11 [0,59; 2,07];
0,746
n. b.
0,296
kardiovaskuläre Morbidität
(kombinierter Endpunkt)f
(ergänzend dargestellt)

1359
n. e.
195 (14,3)

kardiovaskulärer Todb
1359
n. e.
89 (6,5)

nicht tödlicher
Myokardinfarktb
1359
n. e.
48 (3,5)

nicht tödlicher
Schlaganfallb
1359
n. e.
32 (2,4)

schwere
Herzinsuffizienzereignisse
(operationalisiert als
Hospitalisierung aufgrund
von Herzinsuffizienz)b
1359
n. e.
58 (4,3)
1362
n. e.
228 (16,7)
1362
n. e.
90 (6,6)
1362
n. e.
53 (3,9)
1362
n. e.
46 (3,4)
1362
n. e.
72 (5,3)
0,84 [0,69; 1,02];
0,072
0,99 [0,74; 1,32];
0,932
0,89 [0,60; 1,31];
0,548
0,70 [0,44; 1,10];
0,116
0,79 [0,56; 1,12];
0,187
p. 51

Tabelle 12: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 12: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 12: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 12: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 12: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Placebo + optimierte
Standardtherapie

N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte
Standardtherapie
HR [95 %-KI]; p-Werta
a. HR [95 %-KI] aus Cox-Regressionsmodell, stratifiziert nach Region, eGFR-Kategorie zum Zeitpunkt des
Screenings und kardiovaskulärer Vorgeschichte; p-Wert (Log-Rank-Test, stratifiziert nach denselben
Faktoren
b. Die Darstellung der Einzelkomponenten umfasst nicht die qualifizierenden Ereignisse, sondern alle
Ereignisse, die während des Studienverlaufs aufgetreten sind.
c. Nierenversagen war definiert als Auftreten von ESRD oder eine eGFR < 15 ml/min/1,73 m², bestätigt durch
eine zweite Messung ≥ 4 Wochen nach der 1. Messung.
d. Eine ESRD war gemäß Modul 4A (abweichende Definition in den Studienunterlagen) definiert als:
 Nierentransplantation
 Peritoneal- oder Hämodialyse, die für mindestens 30 Tage erforderlich ist und für die nicht erkennbar ist,
dass die Behandlung nach 90 Tagen beendet werden kann.
 Akute Nierenschädigungen, die zur Dialyse oder zum Tod führen und während einer Dialysebehandlung
auftreten.
 Nierenersatztherapie, die aufgrund von symptomatischer Urämie (eGFR von < 15 ml/min/1,73 m2für
mindestens 30 Tage) oder asymptomatischer Urämie (eGFR von < 8 ml/min/1,73 m2) indiziert, aber nicht
verfügbar oder zugänglich ist, abgelehnt oder als aussichtslos betrachtet wird; die ESRD wird dann auch
ohne Einleitung einer Nierenersatztherapie diagnostiziert.
e. Ein Todesfall wurde als renal bedingt klassifiziert, wenn der Patient oder die Patientin verstirbt und er oder
sie eine klinisch indizierte Nierenersatztherapie nicht erhalten hat und es keine andere wahrscheinliche
Todesursache gibt.
f. Der in der Studie erhobene Endpunkt kardiovaskuläre Hospitalisierung umfasst neben der Hospitalisierung
aufgrund von Herzinsuffizienz auch weitere Ereignisse (z. B. Hospitalisierung aufgrund von
Vorhofflimmern) und bildet schwere kardiovaskuläre Ereignisse damit umfassender ab. Auswertungen für
die kardiovaskuläre Hospitalisierung legt der pU für die interessierende Teilpopulation jedoch weder als
eigenen Endpunkt, noch als Komponente eines kombinierten Endpunkts vor.
eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; ESRD: Nierenerkrankung im Endstadium; HR: Hazard Ratio; KI:
Konfidenzintervall; n: Anzahl Patientinnen und Patienten mit (mindestens 1) Ereignis; N: Anzahl
ausgewerteter Patientinnen und Patienten; n. b.: nicht berechenbar; n. e.: nicht erreicht; RCT: randomisierte
kontrollierte Studie
p. 52

Tabelle 13: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 13: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 13: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 13: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 13: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Na
Werte
Studien
beginn
MW
(SD)
Mittlere
Änderung im
Studienver-
lauf
LS MWb
[95 %-KI]
Placebo + optimierte
Standardtherapie
Na
Werte
Studien
beginn
MW
(SD)
Mittlere
Änderung
im
Studienver-
lauf
LS MWb
[95 %-KI]
Finerenon +
optimierte
Standardtherapie
vs. Placebo +
optimierte
Standardtherapie
LS MD [95 %-KI];
p-Wertb
FIGARO-DKD
(Studienende 02.02.2021)
Morbidität
Gesundheits-
zustand
(EQ-5D VAS)c
1245
73,78
(15,96)
−0,58
[−1,42; 0,26]
123
4
72,92
(17,07)
- 0,42
[−1,29; 0,46]
−0,16 [−1,18; 0,86];
0,758
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
KDQOL-36d
PCS
1237
41,35
(10,22)
−1,30
[−1,79; −0,80]

MCS
1237
52,18
(9,39)
- 0,98
[−1,51; −0,45]

Krankheitslast
der Nieren-
erkrankung
1247
77,96
(24,02)
−0,68
[−1,92; 0,56]

Symptome und
Probleme der
Nierenerkran-
kung
1248
82,88
(14,36)
−1,54
[−2,20; -0,88]

Auswirkungen
der Nieren-
erkrankung auf
das tägliche
Leben
1246
87,79
(15,15)
−0,92
[−1,69; −0,15]
122
3
41,60
(10,30)
−1,39
[−1,89; −0,90]
122
3
51,83
(9,59)
−1,50
[−2,03; −0,98]
123
6
77,20
(24,07)
−0,30
[−1,52; 0,91]
123
8
83,24
(13,95)
−1,68
[−2,36; −1,00]
123
6
87,48
(14,87)
−0,74
[−1,49; 0,00]
0,10 [−0,49; 0,68];
0,748
0,53 [−0,10; 1,15];
0,100
−0,37 [−1,81; 1,07];
0,613
0,14 [−0,65; 0,93];
0,722
−0,18 [−1,07; 0,71];
0,694
p. 53

Tabelle 13: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 13: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 13: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 13: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 13: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Na
Werte
Studien
beginn
MW
(SD)
Mittlere
Änderung im
Studienver-
lauf
LS MWb
[95 %-KI]
Placebo + optimierte
Standardtherapie
Na
Werte
Studien
beginn
MW
(SD)
Mittlere
Änderung
im
Studienver-
lauf
LS MWb
[95 %-KI]
Finerenon +
optimierte
Standardtherapie
vs. Placebo +
optimierte
Standardtherapie
LS MD [95 %-KI];
p-Wertb
a. Anzahl der Patientinnen und Patienten, die in der Auswertung zur Berechnung der Effektschätzung
berücksichtigt wurden, die Werte bei Studienbeginn können auf anderen Patientenzahlen basieren.
b. MMRM mit den Kovariaten Behandlungsgruppe, Region, eGFR zum Zeitpunkt des Screenings,
Vorgeschichte einer kardiovaskulären Erkrankung, Zeit, Interaktion aus Behandlung und Zeit, Baseline-
Wert und Interaktion aus Baseline-Wert und Zeit.
c. Höhere (zunehmende) Werte bedeuten bessere Symptomatik; positive Effekte (Intervention minus
Kontrolle) bedeuten einen Vorteil für die Intervention (Skalenspannweite 0 bis 100).
d. Höhere (zunehmende) Werte bedeuten bessere Symptomatik / gesundheitsbezogene Lebensqualität;
positive Effekte (Intervention minus Kontrolle) bedeuten einen Vorteil für die Intervention
(Skalenspannweite: PCS 13 bis 69 Punkte; MCS 10 bis 70 Punkte; Krankheitslast der Nierenerkrankung,
Symptome und Probleme der Nierenerkrankung sowie Auswirkungen der Nierenerkrankung auf das
tägliche Leben jeweils 0 bis 100 Punkte).
eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; KDQOL: Kidney Disease Quality Of Life; KI: Konfidenzintervall;
LS: Least Squares; MCS: psychischer Summenscore; MD: Mittelwertdifferenz; MMRM: Gemischtes Modell mit
Messwiederholungen; MW: Mittelwert; N: Anzahl ausgewerteter Patientinnen und Patienten; PCS:
körperlicher Summenscore; RCT: randomisierte kontrollierte Studie; SD: Standardabweichung; VAS: visuelle
Analogskala
p. 54

Tabelle 14: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie

Tabelle 14: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Tabelle 14: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Tabelle 14: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Tabelle 14: Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon +
optimierte
Standardtherapie

N
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Placebo + optimierte
Standardtherapie

N
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte
Standardtherapie
RR [95 %-KI];
p-Werta
FIGARO-DKD
(Studienende 02.02.2021)
Nebenwirkungen
UEs (ergänzend dargestellt)b, c
SUEs (ergänzend dargestellt)b, c
Abbruch wegen UEs (ergänzend
dargestellt)b
Hyperkaliämie (PT, SUE)
(ergänzend dargestellt)b
1357
1186 (87,4)

1357
484 (35,7)

1357
122 (9,0)

1357
14 (1,0)
1356
1183 (87,2)
1356
500 (36,9)
1356
89 (6,6)
1356
2 (0,1)

0,97 [0,88; 1,07];
0,514
1,37 [1,05; 1,78];
0,019
7,00 [1,59; 30,72];
0,010
a. berechnet mittels log-binomialem Regressionsmodell, stratifiziert nach Region, eGFR-Kategorie zum
Zeitpunkt des Screenings und kardiovaskulärer Vorgeschichte
b. Es liegen keine sinnvoll interpretierbaren Daten vor. In die Auswertungen gehen nur Ereignisse ein, die
während der Behandlung mit der Studienmedikation sowie bis zu 3 Tage nach einer vorübergehenden
Therapieunterbrechung oder einem dauerhaften Therapieabbruch aufgetreten sind. Dies ist in der
vorliegenden Datensituation ein relevantes Problem, da in der Gesamtpopulation der Studie FIGARO-DKD
ein Anteil von 50,3 % im Interventionsarm und 47,4 % im Vergleichsarm vorübergehend die Therapie
unterbrach (keine Angaben für die relevante Teilpopulation). Ebenso werden Patientinnen und Patienten,
die eine Therapie mit der Studienmedikation vorzeitig abbrachen (31–34 %, siehe Tabelle 8), nicht mit
ihrer gesamten Beobachtungsdauer in den Auswertungen berücksichtigt.
c. unter Ausschluss erkrankungsbezogener Ereignisse
KI: Konfidenzintervall; n: Anzahl Patientinnen und Patienten mit (mindestens 1) Ereignis; N: Anzahl
ausgewerteter Patientinnen und Patienten; PT: bevorzugter Begriff; RCT: randomisierte kontrollierte Studie;
RR: relatives Risiko; SUE: schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis; UE: unerwünschtes Ereignis
p. 55

Tabelle 15: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie

Tabelle 15: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, Zeit bis zum
Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie
Tabelle 15: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, Zeit bis zum
Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie
Tabelle 15: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, Zeit bis zum
Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie
Tabelle 15: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIGARO-DKD (Morbidität, Zeit bis zum
Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Placebo + optimierte
Standardtherapie

N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte
Standardtherapie
HR [95 %-KI]; p-Werta
FIGARO-DKD
(Studienende 02.02.2021)
Morbidität
Renale Morbidität mit eGFR
Abnahme ≥ 40 %
(kombinierter Endpunkt)
(ergänzend dargestellt)b, c
1359
n. e.
133 (9,8)
1362
n. e.
114 (8,4)
1,18 [0,92; 1,51];
0,200
Bestätigte Verschlechterung
der CKD zu Stadium 4 oder
_5 (ergänzend dargestellt)_d

1359
n. e.
104 (7,7)
1362
n. e.
81 (5,9)
1,30 [0,97; 1,75];
0,074
Gesamthospitalisierung
(ergänzend dargestellt)
1359 43,2 [39,4; 49,1]
670 (49,3)
1362 41,2 [37,5; 45,7]
687 (50,4)
0,97 [0,87; 1,07];
0,521
a. HR [95 %-KI] aus Cox-Regressionsmodell stratifiziert nach Region, eGFR-Kategorie zum Zeitpunkt des
Screenings und kardiovaskulärer Vorgeschichte; p-Wert (Log-Rank-Test, stratifiziert nach denselben
Faktoren
b. kombinierter Endpunkt, bestehend aus Nierenversagen, anhaltender Abnahme der eGFR um ≥ 40 %
gegenüber der Baseline, wobei die Abnahme mindestens 4 Wochen andauern muss und renal bedingtem
Tod.
c. Daten für die Einzelkomponente anhaltende Abnahme der eGFR um ≥ 40 % gegenüber der Baseline liegen
nicht vor. Für Ergebnisse zu den Einzelkomponenten Nierenversagen und renal bedingter Tod siehe renale
Morbidität mit eGFR Abnahme ≥ 57 % (Tabelle 12).
d. Abnahme der eGFR um ≥ 25 % auf < 30 ml/min/1,73 m2oder auf < 15 ml/min/1,73 m2gegenüber Baseline,
die in einer zweiten Messung, ≥ 4 Wochen nach der ersten Messung, bestätigt werden musste
CKD: chronische Nierenerkrankung; eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; ESRD: Nierenerkrankung im
Endstadium; HR: Hazard Ratio; k. A.: keine Angabe; KI: Konfidenzintervall; n: Anzahl Patientinnen und
Patienten mit (mindestens 1) Ereignis; N: Anzahl ausgewerteter Patientinnen und Patienten; n. b.: nicht
berechenbar; n. e.: nicht erreicht; RCT: randomisierte kontrollierte Studie
p. 56

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Kaplan-Meier-Kurven (FIGARO-DKD)

Abbildung 1: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt Gesamtmortalität – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

Abbildung 2: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt renale Morbidität mit eGFR Abnahme ≥ 57 % (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

p. 57

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 3: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente Nierenversagen (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

Abbildung 4: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente anhaltende Abnahme der eGFR auf < 15 mL/min/1,73 m² – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

p. 58

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 5: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente ESRD – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

Abbildung 6: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente anhaltende Abnahme der eGFR um ≥ 57 % gegenüber Baseline – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

p. 59

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 7: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt kardiovaskuläre Morbidität (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie

vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

Abbildung 8: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente kardiovaskulärer Tod – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

p. 60

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 9: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente nicht tödlicher Myokardinfarkt – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

Abbildung 10: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente nicht tödlicher Schlaganfall – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

p. 61

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 11: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente schwere Herzinsuffizienzereignisse (operationalisiert als Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

Abbildung 12: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt renale Morbidität mit eGFR Abnahme ≥ 40 % (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

p. 62

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 13: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt bestätigte Verschlechterung der CKD zu Stadium 4 oder 5 – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

Abbildung 14: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt Gesamthospitalisierung – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIGARO-DKD

p. 63

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

I Anhang C Ergänzende Darstellung der Studie FIDELIO-DKD

Tabelle 16: Charakterisierung der vom pU eingeschlossenen Studie FIDELIO-DKD – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Studie Studiendesign Population Interventionen (Zahl der Studiendauer Ort und Zeitraum der Primärer Endpunkt;
randomisierten Durchführung sekundäre
Patientinnen und Patienten) Endpunktea
FIDELIO-DKD RCT, erwachsene Finerenon + optimierte Run-in: 4–16 1024 Zentren in primär: kombinierter
doppelblind, Patientinnen und Standardtherapie (N = 2866) Wochend Argentinien, Australien, Endpunkt aus
parallel Patienten mit Diabetes Placebo + optimierte Belgien, Brasilien, Nierenversagene,
mellitus Typ 2 und CKD
(Stadium 2–4 mit
Standardtherapie (N = 2868) Screening: bis zu 2
Wochen
Bulgarien, Chile, China,
Dänemark, Deutschland,
anhaltender
Abnahme der eGFR
Albuminurie)b:
- eGFR ≥ 25–
≤ 75 ml/min/1,73 m2
und
- Albuminurie
(UACR ≥ 30–
≤ 5000 mg/g)
davon relevante
Teilpopulationc:
Finerenon + optimierte
Standardtherapie (n = 2622)
Placebo + optimierte
Standardtherapie (n = 2620)
Behandlung:
ereignisgesteuerte
Studie (Studienende
nach mindestens
1068 Ereignissen des
primären Endpunkts)
Finnland, Frankreich,
Griechenland,
Großbritannien, Hong
Kong, Irland, Israel, Italien,
Japan, Kanada, Kolumbien,
Litauen, Malaysia, Mexiko,
Neuseeland, Niederlande,
Norwegen, Österreich,
um ≥ 40 %, oder
renalem Tod
sekundär:
Gesamtmortalität,
Morbidität,
gesundheits-
bezogene
Lebensqualität, UEs
Philippinen, Polen,
Nachbeobachtung: Portugal, Puerto Rico,
maximal bis 33 Tage Rumänien, Russland,
nach Studienende Schweden, Schweiz,
Singapur, Slowakei,
Spanien, Südafrika,
Südkorea, Taiwan,
Thailand, Tschechische
Republik, Türkei, Ukraine,
Ungarn, USA, Vietnam
09/2015–04/2020
Datenschnitt: 29.07.2020f, g
p. 64

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Tabelle 16: Charakterisierung der vom pU eingeschlossenen Studie FIDELIO-DKD – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Studie
Studiendesign
Population
Interventionen (Zahl der
Studiendauer
Ort und Zeitraum der
Primärer Endpunkt;
randomisierten
Durchführung
sekundäre
Patientinnen und Patienten)
Endpunktea
a. Primäre Endpunkte beinhalten Angaben ohne Berücksichtigung der Relevanz für diese Nutzenbewertung. Sekundäre Endpunkte beinhalten ausschließlich
Angaben zu relevanten verfügbaren Endpunkten für diese Nutzenbewertung.
b. Patientinnen und Patienten mussten entweder einen UACR ≥ 30–300 mg/g mit einer eGFR ≥ 25 – < 60 ml/min/1,73 m2und eine diabetische Retinopathie oder
einen UACR ≥ 300 – ≤ 5000 mg/g mit einer eGFR ≥ 25–< 75 ml/min/1,73 m2aufweisen. Die Anzahl der Patientinnen und Patienten mit einer diabetischen
Retinopathie wurde auf 10 % der Gesamtpopulation beschränkt. Die Anzahl der Patientinnen und Patienten mit einem UACR ≥ 300 – ≤ 5000 mg/g und einer
eGFR ≥ 60 ml/min/1,73 m2wurde auf 10 % der Population mit einem UACR ≥ 300 – ≤ 5000 mg/g beschränkt.
c. Patientinnen und Patienten mit CKD in den Stadien 3 und 4 definiert über eine eGFR < 60 ml/min/1,73 m2zum Zeitpunkt des Screenings.
d. Ein Wechsel zwischen den Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD war während der Run-in- und Screening-Phase einmalig erlaubt. Die Run-in-Phase umfasst eine
Optimierungsphase zum Erreichen der maximal tolerierten zugelassenen Dosis sowie eine anschließende Erhaltungsphase.
e. definiert als bestätigt anhaltende eGFR < 15 ml/min/1,73 m2oder ESRD (Bedarf einer chronischen Dialyse-Behandlung > 90 Tage oder einer
Nierentransplantation)
f. Präspezifiziert war ein formaler Interim-Datenschnitt nach dem Auftreten von zwei Dritteln der benötigten Gesamtereignisse des primären Endpunkts.
g. Das Datum der letzten Visite des letzten Patienten bzw. der letzten Patientin ist der 14.04.2020. Der finale Database-Lock erfolgte am 29.07.2020.
CKD: chronische Nierenerkrankung; eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; ESRD: Nierenerkrankung im Endstadium; n: relevante Teilpopulation; N: Anzahl
randomisierter Patientinnen und Patienten; RCT: randomisierte kontrollierte Studie; UACR: Urin Albumin-Kreatinin-Quotient; UE: unerwünschtes Ereignis
p. 65

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Tabelle 17: Charakterisierung der Intervention (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie

Tabelle 17: Charakterisierung der Intervention (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Tabelle 17: Charakterisierung der Intervention (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Studie Intervention
Vergleich
FIDELIO-DKD Finerenon 10 mgabzw. 20 mgb1-mal täglich, oral
+ optimierte Standardtherapie
Placebo 1-mal täglicha, b, oral
+ optimierte Standardtherapie
Dosisanpassungen
- Dosiserhöhung auf 20 mg pro Tag ab Visite 2 erlaubt, vorausgesetzt:
 Kaliumwert von ≤ 4,8 mmol/l
 Abnahme der eGFR maximal 30 % gegenüber der letzten Messung
- Dosisreduktion bzw. Unterbrechung ausschließlich aufgrund von Sicherheitsbedenken
erlaubt
- Unterbrechung der Studienmedikation bei einem Kaliumwert von > 5,5 mmol/l
Vor- und Begleitbehandlung
- Gemäß lokal anerkannter Leitlinien
 Therapie der kardiovaskulären Erkrankungen und der chronischen Nierenerkrankung
 Behandlung mit Statinen, Thrombozytenaggregationshemmern und Betablockern
 Therapien zur glykämischen Kontrolle
- ACE-Hemmer und / oder ARB seit ≥ 4 Wochen vor Run-in Visite
- ACE-Hemmer oder ARB in maximal tolerierter und zugelassener Dosis seit ≥ 4 Wochen vor
Screeningc
- Falls nötig, Kaliumersatz oder kaliumsenkende Wirkstoffe während Studie
- nicht kaliumsparende Diuretika und Antihypertensiva (wenn der Prüfarzt / die Prüfärztin
den Blutdruck als unkontrolliert beurteilt)
Nicht erlaubte Vor- und Begleitbehandlung
- Eplerenon, Spironolacton, Renin-Inhibitor oder kaliumsparendes Diuretikum ≥ 4 Wochen
vor Screening
- Dialyse bei akutem Nierenversagen ≤ 12 Wochen vor Run-in Visite
- vorhandenes Nieren-Allotransplantat oder geplante Nierentransplantation innerhalb von
12 Monaten nach Run-in Visite
- Teilnahme an anderen Studien mit Prüfpräparatend
- potente CYP3A4-Inhibitoren oder-Induktoren ≥ 7 Tage vor Studienbeginn
a. Anfangsdosis für Patientinnen und Patienten mit einer eGFR < 60 ml/min/1,73 m2zum Zeitpunkt des
Screenings. Darreichungsform: 1 Tablette (10 mg Finerenon oder Placebo)
b. Anfangsdosis für Patientinnen und Patienten mit einer eGFR ≥ 60 ml/min/1,73 m2zum Zeitpunkt des
Screenings. Darreichungsform: 1 Tablette (20 mg Finerenon oder Placebo)
c. Optimierung der Behandlung mit entweder einem ACE-Hemmer oder einem ARB während der Run-in-
Phase. Die vor dem Screening zu erreichende maximal tolerierte zugelassene Dosis sollte nicht unter der
minimalen zugelassenen Dosis liegen (Erhaltungsphase). Die Erhaltungsphase sollte vorzugsweise ohne
Anpassung der Dosis, der Wahl des Wirkstoffs oder einer anderen blutdrucksenkenden oder
blutzuckersenkenden Behandlung auskommen.
d. zeitgleich oder innerhalb von 30 Tagen vor Randomisierung; außer Teilnahme an der Run-in und Screening
Phase der Studie FIGARO-DKD
ACE: Angiotensin-Konvertierungsenzym; ARB: Angiotensin Rezeptorblocker; CKD: chronische
Nierenerkrankung; CVD: kardiovaskuläre Erkrankung; CYP: Cytochrom P450; eGFR: geschätzte glomeruläre
Filtrationsrate; RCT: randomisierte kontrollierte Studie
  • a. Anfangsdosis für Patientinnen und Patienten mit einer eGFR < 60 ml/min/1,73 m[2] zum Zeitpunkt des Screenings. Darreichungsform: 1 Tablette (10 mg Finerenon oder Placebo)

  • b. Anfangsdosis für Patientinnen und Patienten mit einer eGFR ≥ 60 ml/min/1,73 m[2] zum Zeitpunkt des Screenings. Darreichungsform: 1 Tablette (20 mg Finerenon oder Placebo)

  • c. Optimierung der Behandlung mit entweder einem ACE-Hemmer oder einem ARB während der Run-inPhase. Die vor dem Screening zu erreichende maximal tolerierte zugelassene Dosis sollte nicht unter der minimalen zugelassenen Dosis liegen (Erhaltungsphase). Die Erhaltungsphase sollte vorzugsweise ohne Anpassung der Dosis, der Wahl des Wirkstoffs oder einer anderen blutdrucksenkenden oder blutzuckersenkenden Behandlung auskommen.

  • d. zeitgleich oder innerhalb von 30 Tagen vor Randomisierung; außer Teilnahme an der Run-in und Screening Phase der Studie FIGARO-DKD

ACE: Angiotensin-Konvertierungsenzym; ARB: Angiotensin Rezeptorblocker; CKD: chronische Nierenerkrankung; CVD: kardiovaskuläre Erkrankung; CYP: Cytochrom P450; eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; RCT: randomisierte kontrollierte Studie

p. 66

Tabelle 18: Charakterisierung der Studienpopulationen sowie Studien- / Therapieabbruch (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 18: Charakterisierung der Studienpopulationen sowie Studien- / Therapieabbruch
(Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 18: Charakterisierung der Studienpopulationen sowie Studien- / Therapieabbruch
(Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Charakteristikum
Kategorie
Finerenon +
optimierte
Standardtherapie
Placebo + optimierte
Standardtherapie
Na = 2622
Na = 2620
Alter [Jahre], MW (SD)
Geschlecht [w / m], %
Abstammung, n (%)
weiß
schwarz oder afroamerikanisch
asiatisch
andereb
nicht berichtet
Region, n (%)
Nordamerika
Lateinamerika
Europa
Asien
andere
Vorgeschichte einer kardiovaskulären Erkrankung, n (%)
ja
nein
Dauer des Bestehens des Typ 2 Diabetes [Jahre]
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
Serumkaliumwert zu Studienbeginn [mmol/L] n (%)
≤ 4,8
> 4,8 bis ≤ 5,0
> 5,0
Systolischer Blutdruck zu Studienbeginn [mmHg], n (%)
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
Diastolischer Blutdruck zu Studienbeginn [mmHg], n (%)
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
eGFR zum Zeitpunkt des Screenings [mL/min/1,73 m2]
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
66 (9)
66 (9)
31 / 69
28 / 72
1637 (62)
1663 (64)
130 (5)
115 (4)
678 (26)
679 (26)
168 (6)
154 (6)
9 (< 1)
9 (< 1)
425 (16)
437 (17)
274 (11)
274 (11)
1078 (41)
1064 (41)
751 (29)
748 (29)
94 (4)
97 (4)
1215 (46)
1213 (46)
1407 (54)
1407 (54)
16,7 (8,8)
16,6 (8,8)
16,1 [10,2; 21,3]
16,2 [10,2; 21,6]
2257 (86)
2254 (86)
178 (7)
181 (7)
186 (7)
184 (7)
138,1 (14,4)
137,9 (14,5)
138,3 [128,7; 147,7]
138,3 [128,3; 148,3]
75,7 (9,7)
75,7 (9,7)
76,0 [69,3; 82,0]
76,3 [69,7; 82,3]
42,2 (9,6)
42,3 (9,5)
42,3 [34,3; 50,2]
42,0 [34,4; 50,2]
p. 67

Tabelle 18: Charakterisierung der Studienpopulationen sowie Studien- / Therapieabbruch (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 18: Charakterisierung der Studienpopulationen sowie Studien- / Therapieabbruch
(Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 18: Charakterisierung der Studienpopulationen sowie Studien- / Therapieabbruch
(Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Charakteristikum
Kategorie
Finerenon +
optimierte
Standardtherapie
Placebo + optimierte
Standardtherapie
Na = 2622
Na = 2620
eGFR zum Zeitpunkt des Screenings [ml/min/1,73 m2], n (%)
< 25 ml/min/1,73 m2
25 bis < 45 ml/min/1,73 m2
45 bis < 60 ml/min/1,73 m2
≥ 60 ml/min/1,73 m2
eGFR zu Studienbeginn [ml/min/1,73 m2]
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
eGFR zu Studienbeginn [ml/min/1,73 m2], n (%)
< 25
25 bis < 45
45 bis < 60
≥ 60
UACR zu Baseline [mg/g]
geom. MW (SD)
Median [Q1; Q3]
UACR zu Baseline [mg/g], n (%)
normale Albuminurie (< 30 mg/g)
hohe Albuminurie (30 mg/g bis < 300 mg/g)
sehr hohe Albuminurie (≥ 300mg/g)
HbA1c zu Studienbeginn [%]
MW (SD)
Median [Q1; Q3]
HbA1c zu Studienbeginn [%], n (%)
≤ 8,5
> 8,5
0 (0)
1 (< 1)
1558 (59)
1546 (59)
1062 (41)
1071 (41)
0 (0)
1 (< 1)
42,7 (11,2)
42,6 (11,2)
41,7 [33,9; 50,3]
41,7 [33,9; 50,1]
66 (3)
69 (3)
1472 (56)
1500 (57)
915 (35)
871 (33)
168 (6)
179 (7)
797,7 (2,7)
814,7 (2,7)
840,3 [438,6; 1643,2]
878,1 [448,5; 1689,3]
11 (< 1)
12 (< 1)
331 (13)
323 (12)
2278 (87)
2284 (87)
7,7 (1,3)
7,7 (1,4)
7,5 [6,7; 8,4]
7,4 [6,7; 8,5]
2009 (77)c
2000 (76)c
606 (23)
616 (24)
Therapieabbruch, n (%)
Studienabbruch, n (%)
775 (30)d
749 (29)d
9 (< 1)
8 (< 1)
a. Anzahl randomisierter Patientinnen und Patienten.
b. Ureinwohner Amerikas, Alaskas, Hawaiis oder anderer pazifischer Inseln und mehrere
c. eigene Berechnung
d. Häufige Gründe für den Therapieabbruch im Interventions- vs. Kontrollarm waren: unerwünschte
Ereignisse (11 % vs. 11 %), Tod (5 % vs.6 %), Einverständnis zurückgezogen (6 % vs. 6 %).
p. 68

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Tabelle 18: Charakterisierung der Studienpopulationen sowie Studien- / Therapieabbruch (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 18: Charakterisierung der Studienpopulationen sowie Studien- / Therapieabbruch
(Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 18: Charakterisierung der Studienpopulationen sowie Studien- / Therapieabbruch
(Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Charakteristikum
Kategorie
Finerenon +
optimierte
Standardtherapie
Placebo + optimierte
Standardtherapie
Na = 2622
Na = 2620
eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; HbA1c: glykiertes Hämoglobin; m: männlich; MW: Mittelwert;
n: Anzahl Patientinnen und Patienten in der Kategorie; N: Anzahl randomisierter Patientinnen und Patienten;
Q1: 1. Quartil; Q3: 3. Quartil; RCT: randomisierte kontrollierte Studie; SD: Standardabweichung;
UACR: Albumin-Kreatinin-Ratio im Urin; w: weiblich
p. 69

Tabelle 19: Angaben zur medikamentösen Behandlung zur Baseline (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie

Tabelle 19: Angaben zur medikamentösen Behandlung zur Baseline (Studie FIDELIO-DKD) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Tabelle 19: Angaben zur medikamentösen Behandlung zur Baseline (Studie FIDELIO-DKD) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Wirkstoffkategorie
Wirkstoffklasse
Patientinnen und Patienten mit Vorbehandlung
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Placebo + optimierte
Standardtherapie
N = 2622
N = 2620
Antidiabetische Behandlung
jegliche antidiabetische Behandlung
Insulin und Analoga
DPP-4-Inhibitoren
GLP-1-RA
SGLT2-Inhibitoren
Biguanide
Sulfonylharnstoffe
Alpha-Glucosidase-Hemmer
Meglitinide
Thiazolidinedione
k. A.
k. A.
1710 (65,2)
1664 (63,5)
718 (27,4)
709 (27,1)
170 (6,5)
186 (7,1)
103 (3,9)
117 (4,5)
1107 (42,2)
1071 (40,9)
599 (22,8)
619 (23,6)
150 (5,7)
152 (5,8)
158 (6,0)
149 (5,7)
112 (4,3)
97 (3,7)
Nicht antidiabetische Behandlung
jegliche nicht antidiabetische Behandlung
ARB
ACE-Inhibitor
Betablocker
Diuretika
Statine
kaliumsupplementierende Wirkstoffe
kaliumsenkende Wirkstoffe (einschl.
Bindemittel)
k. A.
k. A.
1754 (66,9)
1717 (65,5)
864 (33,0)
900 (34,4)
1365 (52,1)
1399 (53,4)
1474 (56,2)
1521 (58,1)
1962 (74,8)
1956 (74,7)
82 (3,1)
78 (3,0)
69 (2,6)
66 (2,5)
ACE: Angiotensin-Konvertierungsenzym; ARB: Angiotensin Rezeptorblocker; DPP: Dipeptidyl-Peptidase; GLP-1-
RA: Glucagon-like Peptide 1 Rezeptor-Agonist; k. A.: keine Angabe; n: Anzahl Patientinnen und Patienten in
der Kategorie; N: Anzahl randomisierter Patientinnen und Patienten; RCT: randomisierte kontrollierte Studie;
SGLT2: Natrium/Glukose-Cotransporter-2
p. 70

Tabelle 20: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 20: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich:
Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie
(mehrseitige Tabelle)
Tabelle 20: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich:
Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie
(mehrseitige Tabelle)
Wirkstoffkategorie
Wirkstoffklasse
Patientinnen und Patienten mit Begleitbehandlung
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Placebo + optimierte
Standardtherapie
N = 2622
N = 2620
Neu begonnene antidiabetische
Behandlunga, b
jegliche antidiabetische Behandlung
Insulin und Analoga
DPP-4-Inhibitoren
GLP-1-RA
SGLT2-Inhibitoren
Biguanide
Sulfonylharnstoffe
Alpha-Glucosidase-Hemmer
Meglitinide
Thiazolidinedione
1669 (63,7)
1708 (65,2)
1247 (47,6)
1290 (49,2)
442 (16,9)
450 (17,2)
239 (9,1)
241 (9,2)
161 (6,1)
189 (7,2)
460 (17,5)
443 (16,9)
272 (10,4)
311 (11,9)
111 (4,2)
106 (4,0)
119 (4,5)
138 (5,3)
76 (2,9)
77 (2,9)
Neu begonnene nicht antidiabetische Behandlunga, b
jegliche nicht antidiabetische Behandlung
2157 (82,3)
2176 (83,1)
ACE-Inhibitor
396 (15,1)
404 (15,4)
ARB
699 (26,7)
771 (29,4)
RAAS-Hemmer
1012 (38,6)
1049 (40,0)
Betablocker
715 (27,3)
800 (30,5)
Diuretika
1145 (43,7)
1209 (46,1)
Schleifendiuretika
883 (33,7)
934 (35,6)
Thiaziddiuretika
269 (10,3)
296 (11,3)
kaliumsupplementierende Wirkstoffe
180 (6,9)
233 (8,9)
kaliumsenkende Wirkstoffe (einschl.
Bindemittel)
293 (11,2)
181 (6,9)
Alphablocker
751 (28,6)
821 (31,3)
Kalziumkanalblocker
939 (35,8)
1110 (42,4)
zentral wirkende Antihypertensiva
186 (7,1)
240 (9,2)
starke CYP3A4-Inhibitoren
151 (5,8)
138 (5,3)
moderate CYP3A4-Inhibitoren
335 (12,8)
346 (13,2)
schwache CYP3A4-Inhibitoren
1069 (40,8)
1129 (43,1)
nicht klassifizierte CYP3A4-Inhibitoren
117 (4,5)
130 (5,0)
Starke CYP3A4-Induktoren
32 (1,2)
31 (1,2)
moderate CYP3A4-Induktoren
163 (6,2)
196 (7,5)
schwache CYP3A4-Induktoren
183 (7,0)
198 (7,6)
p. 71

Tabelle 20: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 20: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich:
Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie
(mehrseitige Tabelle)
Tabelle 20: Angaben zur Begleitbehandlung (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich:
Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie
(mehrseitige Tabelle)
Wirkstoffkategorie
Wirkstoffklasse
Patientinnen und Patienten mit Begleitbehandlung
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Placebo + optimierte
Standardtherapie
N = 2622
N = 2620
nicht klassifizierte CYP3A4-Induktoren
orale Antikoagulanzien
Acetylsalicylsäure und deren Salze
Statine
erythropoetinstimulierende Wirkstoffe
NSAIDS (ohne Acetylsalicylsäure)
Angiotensinrezeptor-Neprilysin-Blocker
kaliumsparende Diuretika
Thrombozytenaggregationshemmer (außer
Heparin)
Trimethoprim und Derivate
124 (4,7)
115 (4,4)
201 (7,7)
209 (8,0)
413 (15,8)
443 (16,9)
775 (29,6)
797 (30,4)
175 (6,7)
203 (7,7)
676 (25,8)
701 (26,8)
6 (0,2)
11 (0,4)
125 (4,8)
155 (5,9)
623 (23,8)
637 (24,3)
69 (2,6)
78 (3,0)
a. einschließlich Therapiewechsel
b. Bestimmte Wirkstoffe können in mehrere Wirkstoffklassen eingruppiert werden, sodass ggf. für eine
Patientin bzw. einen Patienten derselbe Wirkstoff in mehreren Wirkstoffklassen gezählt wird.
ACE: Angiotensin-Konvertierungsenzym; ARB: Angiotensin Rezeptorblocker; CYP: Cytochrom P450; DPP:
Dipeptidyl-Peptidase; GLP-1-RA: Glucagon-like Peptide 1 Rezeptor-Agonist; n: Anzahl Patientinnen und
Patienten in der Kategorie; N: Anzahl randomisierter Patientinnen und Patienten; NSAIDS: Nicht steroidale
entzündungshemmende Medikamente; RAAS: Renin-Angiotensin-Aldosteron-System; RCT: randomisierte
kontrollierte Studie; SGLT2: Natrium/Glukose-Cotransporter-2
p. 72

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Tabelle 21: Angaben zum Studienverlauf (Studie FIDELIO-DKD) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie

Studie Finerenon + optimierte Placebo + optimierte
Dauer Studienphase Standardtherapie Standardtherapie
Endpunktkategorie
FIDELIO-DKD
Behandlungsdauer [Monate]a N = 2617b N = 2610b
Median [Min; Max] 26,1 (0,03; 51,5) 26,5 (0,1; 51,5)
Mittelwert (SD) 26,5 (12,3) 26,9 (12,1)
Beobachtungsdauer [Monate]c N = 2622 N = 2620
Gesamtüberleben, Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, Nebenwirkungend
Median [Min; Max] 31,2 (0,03; 51,5) 31,3 (0,03; 51,5)
Mittelwert (SD) 31,6 (9,9) 31,5 (10,0)
a. Die Behandlungsdauer umfasst auch den Zeitraum vorübergehender Therapieunterbrechungen und ist
damit potenziell überschätzt.
b. Da wenige Patientinnen und Patienten keine Studienmedikation erhielten, ergibt sich eine abweichende
Anzahl für die Behandlungsdauer.
c. Es liegen keine Angaben dazu vor, wie die Beobachtungsdauer berechnet wurde.
d. In die Auswertungen der Endpunkte zu Nebenwirkungen gehen nur Ereignisse ein, die während oder bis zu
3 Tage nach einer vorübergehenden Therapieunterbrechung oder einem dauerhaften Therapieabbruch
auftraten.
Max: Maximum; Min: Minimum; N: Anzahl ausgewerteter Patientinnen und Patienten; RCT: randomisierte
kontrollierte Studie; SD: Standardabweichung
p. 73

Tabelle 22: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 22: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 22: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 22: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 22: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Placebo + optimierte
Standardtherapie

N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte
Standardtherapie
HR [95 %-KI]; p-Werta
FIDELIO-DKD (Studienende 14.04.2020)
Mortalität
Gesamtmortalität
2622
n. e.
202 (7,7)
2620
n. e.
230 (8,8)
0,87 [0,72; 1,05];
0,157
Morbidität
renale Morbidität
(kombinierter Endpunkt)
2622
n. e.
245 (9,3)

Nierenversagenb, c
2622
n. e.
206 (7,9)

anhaltende Abnahme
der eGFR auf
< 15 mL/min/1,73 m²b
2622
n. e.
166 (6,3)

ESRDb, d
2622
n. e.
118 (4,5)

eGFR Abnahme ≥ 57 %b
2622
n. e.
161 (6,1)

renal bedingter Todb, e
2622
n. e.
2 (<0,1)
2620
n. e.
310 (11,8)
2620
n. e.
227 (8,7)
2620
n. e.
193 (7,4)
2620
n. e.
134 (5,1)
2620
n. e.
229 (8,7)
2620
n. e.
2 (<0,1)
0,78 [0,66; 0,92];
0,004
0,89 [0,74; 1,08];
0,228
0,84 [0,69; 1,04];
0,108
0,88 [0,69; 1,13];
0,316
0,70 [0,57; 0,85];
< 0,001
1,02 [0,14; 7,24];
0,985
kardiovaskuläre Morbidität
(kombinierter Endpunkt)f
(ergänzend dargestellt)

2622
n. e.
333 (12,7)

kardiovaskulärer Todb
2622
n. e.
115 (4,4)

nicht tödlicher
Myokardinfarktb
2622
n. e.
62 (2,4)

nicht tödlicher
Schlaganfallb
2622
n. e.
82 (3,1)
2620
n. e.
387 (14,8)
2620
n. e.
138 (5,3)
2620
n. e.
78 (3,0)
2620
n. e.
76 (2,9)
0,84 [0,73; 0,97];
0,020
0,83 [0,65; 1,06];
0,140
0,78 [0,56; 1,09];
0,146
1,06 [0,78; 1,45];
0,700
p. 74

Tabelle 22: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 22: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 22: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 22: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 22: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Mortalität, Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) –
RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Placebo + optimierte
Standardtherapie

N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte
Standardtherapie
HR [95 %-KI]; p-Werta
schwere
Herzinsuffizienzereignisse
(operationalisiert als
Hospitalisierung aufgrund
von Herzinsuffizienz)b

2622
n. e.
130 (5,0)
2620
n. e.
149 (5,7)
0,87 [0,69; 1,10];
0,242
a. HR [95 %-KI] aus Cox-Regressionsmodell, stratifiziert nach Region, eGFR-Kategorie zum Zeitpunkt des
Screenings und UACR zum Zeitpunkt des Screenings; p-Wert (Log-Rank-Test, stratifiziert nach denselben
Faktoren
b. Die Darstellung der Einzelkomponenten umfasst nicht die qualifizierenden Ereignisse, sondern alle
Ereignisse, die während des Studienverlaufs aufgetreten sind.
c. Nierenversagen war definiert als Auftreten von ESRD oder eine eGFR < 15 ml/min/1,73 m², bestätigt durch
eine zweite Messung ≥ 4 Wochen nach der 1. Messung.
d. Eine ESRD war gemäß Modul 4A (abweichende Definition in den Studienunterlagen) definiert als:
 Nierentransplantation
 Peritoneal- oder Hämodialyse, die für mindestens 30 Tage erforderlich ist und für die nicht erkennbar ist,
dass die Behandlung nach 90 Tagen beendet werden kann.
 Akute Nierenschädigungen, die zur Dialyse oder zum Tod führen und während einer Dialysebehandlung
auftreten.
 Nierenersatztherapie, die aufgrund von symptomatischer Urämie (eGFR von < 15 ml/min/1,73 m2für
mindestens 30 Tage) oder asymptomatischer Urämie (eGFR von < 8 ml/min/1,73 m2) indiziert, aber nicht
verfügbar oder zugänglich ist, abgelehnt oder als aussichtslos betrachtet wird; die ESRD wird dann auch
ohne Einleitung einer Nierenersatztherapie diagnostiziert.
e. Ein Todesfall wurde als renal bedingt klassifiziert, wenn der Patient oder die Patientin verstirbt und er oder
sie eine klinisch indizierte Nierenersatztherapie nicht erhalten hat und es keine andere wahrscheinliche
Todesursache gibt.
f. Der in der Studie erhobene Endpunkt kardiovaskuläre Hospitalisierung umfasst neben der Hospitalisierung
aufgrund von Herzinsuffizienz auch weitere Ereignisse (z. B. Hospitalisierung aufgrund von
Vorhofflimmern) und bildet schwere kardiovaskuläre Ereignisse damit umfassender ab. Auswertungen für
die kardiovaskuläre Hospitalisierung legt der pU für die interessierende Teilpopulation jedoch weder als
eigenen Endpunkt, noch als Komponente eines kombinierten Endpunkts vor.
eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; ESRD: Nierenerkrankung im Endstadium; HR: Hazard Ratio; KI:
Konfidenzintervall; n: Anzahl Patientinnen und Patienten mit (mindestens 1) Ereignis; N: Anzahl
ausgewerteter Patientinnen und Patienten; n. e.: nicht erreicht; RCT: randomisierte kontrollierte Studie
p. 75

Tabelle 23: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 23: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 23: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 23: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 23: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Na
Werte
Stu-
dien-
beginn
MW
(SD)
Mittlere
Änderung im
Studienver-
lauf
LS MWb
[95 %-KI]
Placebo + optimierte
Standardtherapie
Na
Werte
Stu-
dien-
beginn
MW
(SD)
Mittlere
Änderung im
Studienver-
lauf
LS MWb [95
%-KI]
Finerenon +
optimierte
Standardtherapie
vs. Placebo +
optimierte
Standardtherapie
LS MD [95 %-KI];
p-Wertb
FIDELIO-DKD
(Studienende 14.04.2020)
Morbidität
Gesundheitszu-
stand (EQ-5D
VAS)c
2386
73,58
(16,77)
–d
2366
72,94
(16,80)
–d
–d
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
KDQOL-36e
PCS
2360
42,04
(10,09)
−0,81
[−1,26; −0,35]

MCS
2360
51,30
(9,66)
−1,14
[−1,64; −0,64]

Krankheitslast
der
Nierenerkrank-
ung
2381
71,62
(25,77)
0,93
[−0,34; 2,21]

Symptome und
Probleme der
Nierenerkrank-
ung
2383
82,69
(14,54)
−2,15
[−2,82; −1,49]

Auswirkungen
der
Nierenerkrank-
ung auf das
tägliche Leben
2375
85,78
(15,94)
−0,40
[−1,17; 0,38]
2333
42,09
(9,99)
−1,29
[−1,75; −0,83]
2333
51,20
(9,70)
−1,03
[−1,52; −0,53]
2361
71,51
(26,46)
0,67
[−0,59; 1,94]
2366
82,58
(14,56)
−1,93
[−2,59; −1,26]
2358
85,89
(15,60)
−1,04
[−1,83; −0,24]
0,49 [0,04; 0,93]
0,032
SMD:
0,04 [−0,01; 0,10]
−0,11 [−0,59; 0,37]
0,650
0,26 [−0,96; 1,48]
0,674
−0,23 [−0,87; 0,41]
0,485
0,64 [−0,13; 1,41]
0,102
p. 76

Tabelle 23: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)

Tabelle 23: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 23: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 23: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Tabelle 23: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, gesundheitsbezogene
Lebensqualität, stetig) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie
vs. Placebo + optimierte Standardtherapie (mehrseitige Tabelle)
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
Na
Werte
Stu-
dien-
beginn
MW
(SD)
Mittlere
Änderung im
Studienver-
lauf
LS MWb
[95 %-KI]
Placebo + optimierte
Standardtherapie
Na
Werte
Stu-
dien-
beginn
MW
(SD)
Mittlere
Änderung im
Studienver-
lauf
LS MWb [95
%-KI]
Finerenon +
optimierte
Standardtherapie
vs. Placebo +
optimierte
Standardtherapie
LS MD [95 %-KI];
p-Wertb
a. Anzahl der Patientinnen und Patienten, die in der Auswertung zur Berechnung der Effektschätzung
berücksichtigt wurden, die Werte bei Studienbeginn können auf anderen Patientenzahlen basieren.
b. MMRM mit den Kovariaten Behandlungsgruppe, Region, eGFR zum Zeitpunkt des Screenings, UACR zum
Zeitpunkt des Screenings, Zeit, Interaktion aus Behandlung und Zeit, Baseline-Wert und Interaktion aus
Baseline-Wert und Zeit.
c. Höhere (zunehmende) Werte bedeuten bessere Symptomatik; positive Effekte (Intervention minus
Kontrolle) bedeuten einen Vorteil für die Intervention (Skalenspannweite 0 bis 100).
d. Es liegen laut pU aufgrund von Konvergenzproblemen keine Ergebnisse vor.
e. Höhere (zunehmende) Werte bedeuten bessere Symptomatik / gesundheitsbezogene Lebensqualität;
positive Effekte (Intervention minus Kontrolle) bedeuten einen Vorteil für die Intervention
(Skalenspannweite: PCS 13 bis 69 Punkte; MCS 10 bis 70 Punkte; Krankheitslast der Nierenerkrankung,
Symptome und Probleme der Nierenerkrankung sowie Auswirkungen der Nierenerkrankung auf das
tägliche Leben jeweils 0 bis 100 Punkte)
eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; KDQOL: Kidney Disease Quality Of Life; KI: Konfidenzintervall;
LS: Least Squares; MCS: psychischer Summenscore; MD: Mittelwertdifferenz; MMRM: Gemischtes Modell mit
Messwiederholungen; MW: Mittelwert; N: Anzahl ausgewerteter Patientinnen und Patienten; PCS:
körperlicher Summenscore; RCT: randomisierte kontrollierte Studie; SD: Standardabweichung; SMD:
Standardisierte Mittelwertdifferenz; UACR: Albumin-Kreatinin-Ratio im Urin; VAS: visuelle Analogskala
p. 77

Tabelle 24: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie

Tabelle 24: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Tabelle 24: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Tabelle 24: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Tabelle 24: Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Nebenwirkungen, dichotom) – RCT, direkter
Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte
Standardtherapie
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon +
optimierte
Standardtherapie

N
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Placebo + optimierte
Standardtherapie

N
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte
Standardtherapie
RR [95 %-KI];
p-Werta
FIDELIO-DKD (Studienende 14.04.2020)
Nebenwirkungen
UEs (ergänzend dargestellt)b, c
2617
2263 (86,5)

SUEs (ergänzend dargestellt)b, c
2617
814 (31,1)

Abbruch wegen UEs (ergänzend
dargestellt)b
2617
197 (7,5)

Hyperkaliämie (PT, SUE)
(ergänzend dargestellt)b
2617
40 (1,5)
2610
2281 (87,4)
2610
881 (33,8)
2610
157 (6,0)
2610
12 (0,5)

0,92 [0,85; 1,00];
0,041
1,25 [1,02; 1,53];
0,030
3,32 [1,75; 6,32];
< 0,001
a. berechnet mittels log-binomialem Regressionsmodell, stratifiziert nach Region, eGFR-Kategorie zum
Zeitpunkt des Screenings und UACR zum Zeitpunkt des Screenings
b. Es liegen keine sinnvoll interpretierbaren Daten vor. In die Auswertungen gehen nur Ereignisse ein, die
während der Behandlung mit der Studienmedikation sowie bis zu 3 Tage nach einer vorübergehenden
Therapieunterbrechung oder einem dauerhaften Therapieabbruch aufgetreten sind. Dies ist in der
vorliegenden Datensituation ein relevantes Problem, da in der Gesamtpopulation der Studie FIDELIO-DKD
ein Anteil von 53,6 % im Interventionsarm und 45,0 % im Vergleichsarm vorübergehend die Therapie
unterbrach (keine Angaben für die relevante Teilpopulation). Ebenso werden Patientinnen und Patienten,
die eine Therapie mit der Studienmedikation vorzeitig abbrachen (29–30 %, siehe Tabelle 18), nicht mit
ihrer gesamten Beobachtungsdauer in den Auswertungen berücksichtigt.
c. unter Ausschluss erkrankungsbezogener Ereignisse
KI: Konfidenzintervall; n: Anzahl Patientinnen und Patienten mit (mindestens 1) Ereignis; N: Anzahl
ausgewerteter Patientinnen und Patienten; PT: bevorzugter Begriff; RCT: randomisierte kontrollierte Studie;
RR: relatives Risiko; SUE: schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis; UE: unerwünschtes Ereignis
p. 78

Tabelle 25: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, Zeit bis zum Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie

Tabelle 25: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, Zeit bis zum
Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie
Tabelle 25: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, Zeit bis zum
Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie
Tabelle 25: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, Zeit bis zum
Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie
Tabelle 25: ergänzend dargestellte Ergebnisse Studie FIDELIO-DKD (Morbidität, Zeit bis zum
Ereignis) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo +
optimierte Standardtherapie
Studie
Endpunktkategorie
Endpunkt
Finerenon + optimierte
Standardtherapie
N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Placebo + optimierte
Standardtherapie

N
Mediane Zeit bis
zum Ereignis in
Monaten
[95 %-KI]
Patientinnen
und Patienten
mit Ereignis
n (%)
Finerenon + optimierte
Standardtherapie vs.
Placebo + optimierte
Standardtherapie
HR [95 %-KI]; p-Werta
FIDELIO-DKD (Studienende 14.04.2020)
Morbidität
Renale Morbidität mit eGFR
Abnahme ≥ 40 %
(kombinierter Endpunkt)
(ergänzend dargestellt)b, c
2622
n. e.
470 (17,9)
2620
n. e.
564 (21,5)
0,82 [0,72; 0,92];
0,001
bestätigte Verschlechterung
der CKD zu Stadium 4 oder
_5 (ergänzend dargestellt)_d
2622
n. e.
386 (14,7)
2620
n. e.
445 (17,0)
0,86 [0,75; 0,98];
0,024
Gesamthospitalisierung
(ergänzend dargestellt)
2622 38,9 [36,5; 41,1]
1176 (44,9)
2620 34,9 [32,7; 37,9]
1227 (46,8)
0,95 [0,87; 1,03];
0,184
a. HR [95 %-KI] aus Cox-Regressionsmodell stratifiziert nach Region, eGFR-Kategorie zum Zeitpunkt des
Screenings und UACR zum Zeitpunkt des Screenings; p-Wert (Log-Rank-Test, stratifiziert nach denselben
Faktoren
b. kombinierter Endpunkt, bestehend aus Nierenversagen, anhaltender Abnahme der eGFR um ≥ 40 %
gegenüber der Baseline, wobei die Abnahme mindestens 4 Wochen andauern muss und renal bedingtem
Tod.
c. Daten für die Einzelkomponente anhaltende Abnahme der eGFR um ≥ 40 % gegenüber der Baseline liegen
nicht vor. Für Ergebnisse zu den Einzelkomponenten Nierenversagen und renal bedingter Tod siehe renale
Morbidität mit eGFR Abnahme ≥ 57 % (Tabelle 22).
d. Abnahme der eGFR um ≥ 25 % auf < 30 ml/min/1,73 m2oder auf < 15 ml/min/1,73 m2gegenüber Baseline,
die in einer zweiten Messung, ≥ 4 Wochen nach der ersten Messung, bestätigt werden musste
CKD: chronische Nierenerkrankung; eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; ESRD: Nierenerkrankung im
Endstadium; HR: Hazard Ratio; KI: Konfidenzintervall; n: Anzahl Patientinnen und Patienten mit (mindestens
1) Ereignis; N: Anzahl ausgewerteter Patientinnen und Patienten; n. e.: nicht erreicht; RCT: randomisierte
kontrollierte Studie; UACR: Albumin-Kreatinin-Ratio im Urin
p. 79

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Kaplan-Meier-Kurven der Studie FIDELIO-DKD

Abbildung 15: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt Gesamtmortalität – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD

Abbildung 16: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt renale Morbidität mit eGFR Abnahme ≥ 57 % (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD

p. 80

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 17: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente Nierenversagen (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD

Abbildung 18: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente anhaltende Abnahme der eGFR auf < 15 mL/min/1,73 m² – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD

p. 81

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 19: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente ESRD – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD

Abbildung 20: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente anhaltende Abnahme der eGFR um ≥ 57 % gegenüber Baseline – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD

p. 82

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 21: Kaplan-Meier-Kurven für den Endpunkt kardiovaskuläre Morbidität (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie

vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDLEIO-DKD

Abbildung 22: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente kardiovaskulärer Tod – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDLEIO-DKD

p. 83

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 23: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente nicht tödlicher Myokardinfarkt – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDLEIO-DKD

Abbildung 24: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente nicht tödlicher Schlaganfall – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDLEIO-DKD

p. 84

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 25: Kaplan-Meier-Kurven für die Einzelkomponente schwere Herzinsuffizienzereignisse (operationalisiert als Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD

Abbildung 26: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt renale Morbidität mit eGFR Abnahme ≥ 40 % (kombinierter Endpunkt) – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD

p. 85

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Abbildung 27: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt bestätigte Verschlechterung der CKD zu Stadium 4 oder 5 – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD

Abbildung 28: Kaplan-Meier-Kurven für den ergänzend dargestellten Endpunkt Gesamthospitalisierung – RCT, direkter Vergleich: Finerenon + optimierte Standardtherapie vs. Placebo + optimierte Standardtherapie, Studie FIDELIO-DKD

p. 86

I Anhang D Anforderungen an eine qualitätsgesicherte Anwendung

Nachfolgend werden die Angaben des pU aus Modul 1, Abschnitt 1.8 „Anforderungen an eine qualitätsgesicherte Anwendung“ ohne Anpassung dargestellt.

„Die nachfolgend zusammengefassten Anforderungen an eine qualitätsgesicherte Anwendung von Finerenon gelten für Anwendungsgebiet A wie auch Anwendungsgebiet B. Detaillierte Information zu den Anforderungen an eine qualitätsgesicherte Anwendung finden sich jeweils in Abschnitt 3.4 der Module 3A und 3B bzw. der Fachinformation zu KERENDIA®.

Dosierung und Art der Anwendung

Die empfohlene Tagesdosis, wie auch die Höchstdosis beträgt 20 mg Finerenon einmal täglich.

Zur Feststellung, ob mit der Finerenon-Behandlung begonnen werden darf, und zur Ermittlung der Anfangsdosis müssen das Serumkalium und die eGFR bestimmt werden.

Bei einem Serumkaliumwert von ≤4,8 mmol/l kann die Behandlung mit Finerenon begonnen werden. Bei einem Serumkaliumwert von >4,8 bis 5,0 mmol/l kann der Beginn der Behandlung unter zusätzlicher Überwachung des Serumkaliums während der ersten vier Wochen erwogen werden. Bei einem Serumkaliumwert von >5,0 mmol/l sollte nicht mit einer Behandlung begonnen werden.

Die empfohlene Anfangsdosis ergibt sich aus der eGFR: Bei einer eGFR von ≥60 mL/min/1,73 m2 ist eine Anfangsdosis von 20 mg, bei einer eGFR von ≥25 bis <60 mL/min/1,73 m2 von 10 mg Finerenon einmal täglich empfohlen. Bei einer eGFR von <25 mL/min/1,73 m2 ist die Einleitung der Behandlung mit Finerenon nicht empfohlen.

Serumkalium und eGFR müssen bei allen Patienten vier Wochen nach Beginn bzw. Wiederaufnahme der Behandlung oder einer Dosiserhöhung erneut gemessen werden. Danach muss das Serumkalium in regelmäßigen Abständen und nach Bedarf auf Basis der Patientencharakteristika und des Serumkaliumspiegels erneut gemessen werden.

Die Behandlung mit Finerenon kann mit Dosisanpassung auf Basis des Serumkaliums bei Patienten mit einer eGFR von ≥ 15 mL/min/1,73 m2 fortgesetzt werden. Aufgrund begrenzter klinischer Daten sollte die Behandlung bei Patienten mit Progression zu einer ESRD (eGFR von <15 mL/min/1,73 m2) beendet werden.

Bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei Patienten mit einer schweren Leberfunktionsstörung sollte eine Behandlung mit Finerenon nicht begonnen werden.

p. 87

Dosisanpassungen aufgrund des Alters oder des Körpergewichts sind nicht erforderlich.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Finerenon bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Hyperkaliämie

Bei mit Finerenon behandelten Patienten wurde Hyperkaliämie beobachtet. Bei Patienten mit höherem Risiko eine Hyperkaliämie zu entwickeln ist eine engmaschige Überwachung zu erwägen.

Bei einem Serumkaliumwert von >5,0 mmol/l sollte nicht mit der Behandlung begonnen werden. Bei einem Serumkaliumwert von >4,8 bis 5,0 mmol/l kann der Beginn der Behandlung unter zusätzlicher Überwachung des Serumkaliums während der ersten vier Wochen auf Basis der Patientencharakteristika und des Serumkaliumspiegels erwogen werden. Bei einem Serumkaliumwert von >5,5 mmol/l muss die laufende Behandlung ausgesetzt werden. Lokale Leitlinien für das Management der Hyperkaliämie müssen befolgt werden. Ab einem Serumkaliumwert von ≤5,0 mmol/l kann die Behandlung mit 10 mg Finerenon einmal täglich wieder aufgenommen werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Das Risiko für eine Hyperkaliämie erhöht sich mit abnehmender Nierenfunktion. Die Nierenfunktion sollte laufend nach Bedarf gemäß der üblichen klinischen Praxis überwacht werden. Bei einer eGFR von <25 mL/min/1,73 m2 sollte nicht mit einer Behandlung begonnen werden, bei einer eGFR von <15 mL/min/1,73 m2 sollte die Behandlung beendet werden.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung sollte nicht mit einer FinerenonBehandlung begonnen werden. Bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung erfordert die Anwendung von Finerenon aufgrund des Anstiegs der Finerenon-Exposition möglicherweise eine zusätzliche Überwachung. Eine zusätzliche Überwachung des Serumkaliums sowie die Anpassung der Überwachung entsprechend der Patientencharakteristika ist zu erwägen.

Herzinsuffizienz

Patienten mit diagnostizierter HF mit reduzierter Ejektionsfraktion und Klasse II-IV laut New York Heart Association waren von den klinischen Phase III-Studien ausgeschlossen.

p. 88

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Embryofetale Toxizität

Finerenon darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der Nutzen für die Mutter und das Risiko für das ungeborene Kind wurden sorgfältig abgewogen. Frauen im gebärfähigen Alter sind darauf hinzuweisen, dass sie während der Behandlung mit Finerenon eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden müssen und nicht stillen dürfen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Gleichzeitige Anwendung kontraindiziert

Die gleichzeitige Anwendung mit Itraconazol, Clarithromycin und anderen starken Cytochrom P450 (CYP) 3A4-Inhibitoren ist kontraindiziert.

Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen

KERENDIA® sollte nicht gleichzeitig mit Rifampicin und anderen starken CYP3A4Induktoren oder mit Efavirenz und anderen moderaten CYP3A4-Induktoren angewendet werden.

KERENDIA® sollte nicht gleichzeitig mit kaliumsparenden Diuretika und anderen Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten angewendet werden.

Grapefruits oder Grapefruitsaft sollten während der Behandlung mit Finerenon nicht verzehrt werden.

Gleichzeitige Anwendung mit Vorsicht

Bei gleichzeitiger Anwendung mit moderaten und schwachen CYP3A4-Inhibitoren wird eine Überwachung des Serumkaliums empfohlen, insbesondere bei Behandlungsbeginn und bei Dosierungsänderung von Finerenon oder des Inhibitors.

Bei Anwendung zusammen mit Kaliumergänzungsmitteln und Trimethoprim oder Trimethoprim/Sulfamethoxazol ist ein Anstieg des Hyperkaliämie-Risikos zu erwarten. Eine Überwachung des Serumkaliums ist erforderlich. Unter Umständen muss KERENDIA® während der Behandlung mit Trimethoprim oder Trimethoprim/Sulfamethoxazol vorübergehend abgesetzt werden.

p. 89

Das Risiko für eine Hypotension steigt bei gleichzeitiger Anwendung von mehreren anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln. Bei diesen Patienten wird eine Überwachung des Blutdrucks empfohlen.“

p. 90

Teil II: Anzahl der Patientinnen und Patienten sowie Kosten der Therapie

p. 91

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

II Inhaltsverzeichnis

|---|---|---| |II||Tabellenverzeichnis ............................................................................................... II.3| |II||Abkürzungsverzeichnis .......................................................................................... II.4| |II|1|Kommentar zur Anzahl der Patientinnen und Patienten mit therapeutisch| |||bedeutsamem Zusatznutzen (Modul 3 A, Abschnitt 3.2) ........................................ II.5| ||II|1.1
Beschreibung der Erkrankung und Charakterisierung der Zielpopulation ......... II.5| ||II|1.2
Therapeutischer Bedarf ................................................................................... II.5| ||II|1.3
Anzahl der Patientinnen und Patienten in der GKV-Zielpopulation .................. II.5| |||II 1.3.1
Beschreibung des Vorgehens des pU ............................................................... II.5| |||II 1.3.2
Bewertung des Vorgehens des pU ................................................................... II.8| |||II 1.3.3
Anzahl der Patientinnen und Patienten mit therapeutisch bedeutsamem| |||Zusatznutzen ..................................................................................................... II.9| |||II 1.3.4
Zukünftige Änderung der Anzahl der Patientinnen und Patienten .................. II.9| |||II 1.3.5
Anzahl der Patientinnen und Patienten – Zusammenfassung ....................... II.10| |II|2|Kommentar zu den Kosten der Therapie für die GKV (Modul 3 A, Abschnitt 3.3) ...II.11| ||II|2.1
Behandlungsdauer .........................................................................................II.11| ||II|2.2
Verbrauch ......................................................................................................II.11| ||II|2.3
Kosten des zu bewertenden Arzneimittels und der zweckmäßigen| |||Vergleichstherapie .........................................................................................II.11| ||II|2.4
Kosten für zusätzlich notwendige GKV-Leistungen ..........................................II.11| ||II|2.5
Jahrestherapiekosten .....................................................................................II.11| ||II|2.6
Kosten der Therapie für die GKV – Zusammenfassung ....................................II.12| ||II|2.7
Versorgungsanteile ........................................................................................II.13| |II|3|Literatur...............................................................................................................II.14|

p. 92
II
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Schritte des pU zur Ermittlung der Anzahl der Patientinnen und Patienten in
der GKV-Zielpopulation .................................................................................................... II.5
Tabelle 2: Anzahl der Patientinnen und Patienten in der GKV-Zielpopulation .................... II.10
Tabelle 3: Kosten für die GKV für die zu bewertende Therapie und die zweckmäßige
Vergleichstherapie pro Patientin oder Patient bezogen auf 1 Jahr ............................... II.12
p. 93

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

II Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
CKD Chronic Kidney Disease (chronische Nierenerkrankung)
CKD-EPI Chronic Kidney Disease Epidemiology Collaboration
DIVE Diabetes-Versorgungs-Evaluation
DPV Diabetes-Patienten-Verlaufsdokumentation
eGFR estimated glomerular Filtration Rate (geschätzte glomeruläre
Filtrationsrate)
EPAR European Public Assessment Report
G-BA Gemeinsamer Bundesausschuss
GKV gesetzliche Krankenversicherung
ICD-10-GM International Statistical Classification of Diseases and Related Health
Problems, Revision 10, German Modification (Internationale
statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter
Gesundheitsprobleme, 10. Revision, Deutsche Modifikation)
InGef Institut für angewandte Gesundheitsforschung
pU pharmazeutischer Unternehmer
T2DM Diabetes mellitus Typ 2
p. 94

II 1 Kommentar zur Anzahl der Patientinnen und Patienten mit therapeutisch bedeutsamem Zusatznutzen (Modul 3 A, Abschnitt 3.2)

Die Angaben des pharmazeutischen Unternehmers (pU) zur Anzahl der Patientinnen und Patienten mit therapeutisch bedeutsamem Zusatznutzen befinden sich in Modul 3 A (Abschnitt 3.2) des Dossiers.

II 1.1 Beschreibung der Erkrankung und Charakterisierung der Zielpopulation

Die Erkrankung Diabetes mellitus Typ 2 (T2DM) sowie die chronische Nierenerkrankung (CKD) in den Stadien 3 und 4 stellt der pU nachvollziehbar und plausibel dar.

Finerenon wird angewendet zur Behandlung von CKD (mit Albuminurie) in Verbindung mit T2DM bei Erwachsenen [1]. Die Zielpopulation der vorliegenden Dossierbewertung ist dabei beschränkt auf die CKD-Stadien 3 und 4 mit Albuminurie. Dies entspricht der vom pU vorgenommenen Charakterisierung der Zielpopulation.

II 1.2 Therapeutischer Bedarf

Laut pU besteht insbesondere für Patientinnen und Patienten, bei denen das Behandlungsziel unter der höchstverträglichen Dosis an Angiotensin-Konvertierungsenzym-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker nicht erreicht werden konnte, weiterhin ein großer therapeutischer Bedarf, da es für diese Patientengruppe bisher keine Therapieempfehlungen gab.

II 1.3 Anzahl der Patientinnen und Patienten in der GKV-Zielpopulation

II 1.3.1 Beschreibung des Vorgehens des pU

Der pU schätzt die Anzahl der Patientinnen und Patienten in der Zielpopulation der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) über mehrere Schritte, die in Tabelle 1 zusammengefasst dargestellt sind und anschließend beschrieben werden.

Tabelle 1: Schritte des pU zur Ermittlung der Anzahl der Patientinnen und Patienten in der GKV-Zielpopulation

Schritt Vorgehen des pU Anteil [%] Ergebnis (Personenzahl)
1 erwachsene Bevölkerung Deutschlands im Jahr 2020 69 411 087
2 Patientinnen und Patienten mit T2DM und CKD 2,60a 1 804 170
3 Patientinnen und Patienten mit Albuminurie im CKD-
Stadium 3 oder 4
19,16a–20,29a 345 635–365 997
4 Patientinnen und Patienten in der GKV 88,12a 304 565–322 508
a. Angaben im Dossier beziehen sich – sofern vorliegend – auf 1 Nachkommastelle; für die Darstellung in der
vorliegenden Bewertung erfolgte eine eigene Berechnung der Anteilswerte auf 2 Nachkommastellen
CKD: chronische Nierenerkrankung; GKV: gesetzliche Krankenversicherung; pU: pharmazeutischer
Unternehmer; T2DM: Diabetes mellitus Typ 2
p. 95

Schritt 1: erwachsene Bevölkerung Deutschlands im Jahr 2020

Zunächst entnimmt der pU einer Quelle des Statistischen Bundesamts [2] eine Anzahl von 69 411 087 Erwachsenen in der Bevölkerung Deutschlands im Jahr 2020. Diese Angabe basiert auf Ergebnissen der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011.

Schritt 2: Patientinnen und Patienten mit T2DM und CKD

Der pU zieht eine Analyse von GKV-Abrechnungsdaten der Forschungsdatenbank des Instituts für angewandte Gesundheitsforschung (InGef) aus dem Jahr 2020 heran [3]. Auf Basis dieser Datenbank wurde für die Analyse eine nach Alter und Geschlecht repräsentative Stichprobe von 3 336 459 Personen extrahiert, die am 01.01.2018 mindestens 18 Jahre alt waren und im Jahr 2018 durchgehend oder – sofern zutreffend – bis zum Tod im Jahr 2018 versichert waren.

Anschließend operationalisiert der pU das Vorliegen von T2DM und CKD über die folgenden Kriterien (jeweils Codes gemäß der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, Deutsche Modifikation [ICD-10-GM], dokumentiert als eine gesicherte ambulante Diagnose oder als primäre oder sekundäre stationäre Diagnose):

  • E11 (T2DM) und im gleichen Jahr N18.1 (CKD-Stadium 1),

  • E11 (T2DM) und im gleichen Jahr N18.2 (CKD-Stadium 2),

  • E11 (T2DM) und im gleichen Jahr N18.3 (CKD-Stadium 3),

  • E11 (T2DM) und im gleichen Jahr N18.4 (CKD-Stadium 4),

  • E11 (T2DM) und im gleichen Jahr N18.5 (CKD-Stadium 5) und

  • E11 (T2DM) und im gleichen Jahr N08.3* (glomeruläre Krankheiten bei Diabetes mellitus [E10-E14, vierte Stelle .2+]) oder N18.8- (sonstige chronische Nierenkrankheit).

Der pU ermittelt dadurch eine Anzahl von 86 723 Personen in der Stichprobe, die im Jahr 2018 mindestens 1 der genannten Kriterien erfüllt haben. Dies entspricht einem Anteilswert von 2,60 % in der Stichprobe.

Schritt 3: Patientinnen und Patienten mit Albuminurie im CKD-Stadium 3 oder 4

Untere Grenze

Der pU zieht erneut die Analyse von GKV-Abrechnungsdaten der InGef-Forschungsdatenbank [3] heran. Sofern verschiedene CKD-Stadien innerhalb des Jahres 2018 festgestellt wurden, wurde die betroffene Patientin bzw. der betroffene Patient ausschließlich für das höchste festgestellte CKD-Stadium gezählt.

Von den 86 723 Patientinnen und Patienten mit T2DM und CKD (siehe Schritt 2) ist bei 15 462 (17,83 %) das CKD-Stadium unbekannt. Die weitere Berechnung impliziert die Annahme, dass

p. 96

die Verteilung der CKD-Stadien auf diese Patientinnen und Patienten mit unbekanntem CKDStadium derjenigen Verteilung bei Patientinnen und Patienten mit bekanntem CKD-Stadium 1, 2, 3 oder 4 entspricht. Zusätzlich nimmt der pU an, dass nur bei einem unwesentlichen Anteil der Patientinnen und Patienten im CKD-Stadium 5 die CKD zwar diagnostiziert, das Stadium aber nicht bekannt ist.

Vor dem Hintergrund der oben genannten Annahmen ermittelt der pU zunächst den Anteil der Patientinnen und Patienten mit bekanntem CKD-Stadium 5 (4062 [4,68 %] der 86 723 Patientinnen und Patienten mit T2DM und CKD aus Schritt 2). Von den verbleibenden 95,32 % bestimmt der pU den Anteil der Patientinnen und Patienten im CKD-Stadium 3 oder 4, indem er die Anzahl von 45 304 Patientinnen und Patienten mit bekanntem CKD-Stadium 3 oder 4 durch die Anzahl von 67 199 Patientinnen und Patienten mit bekanntem CKD-Stadium 1, 2, 3 oder 4 teilt. Dies ergibt einen Anteilswert von 67,42 %.

Um von diesen Patientinnen und Patienten den Anteil derjenigen zu bestimmen, die eine Albuminurie aufweisen, zieht der pU eine Publikation zur kombinierten Analyse von Daten aus dem Diabetes-Patienten-Verlaufsdokumentations(DPV)-Register und dem DiabetesVersorgungs-Evaluations(DIVE)-Register [4] heran. In die Register wurden Daten zu Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus aus deutschen Zentren (betrifft das DIVERegister) bzw. hauptsächlich deutschen Zentren (betrifft das DPV-Register) aufgenommen.

In der Analyse wurden 125 997 Patientinnen und Patienten zum Datenstand März 2019 identifiziert, die alle folgenden Eigenschaften aufwiesen:

  • mindestens 18 Jahre alt,

  • T2DM,

  • Aufnahme in das jeweilige Register zwischen den Jahren 2000 und 2017,

  • Verfügbarkeit eines Werts zur geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR), berechnet gemäß Chronic-Kidney-Disease-Epidemiology-Collaboration(CKD-EPI)-Formel, sowie eines Werts zur Albuminurie und

  • eGFR ≥ 60 ml/min/1,73m² in Kombination mit Albuminurie von mindestens 30 mg/g oder eGFR < 60 ml/min/1,73m².

Diese Patientinnen und Patienten wiesen somit T2DM und eine CKD auf. Bei 85 739 der Patientinnen und Patienten lag das CKD-Stadium 3 oder 4 vor. Von diesen wiederum lag bei 25 560 (29,81 %) eine Albuminurie von mindestens 30 mg/g vor.

Das Produkt der oben genannten Anteilswerte (95,32 %, 67,42 % und 29,81 %) ergibt 19,16 % (eigene Berechnung).

p. 97

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

Obere Grenze

Der pU zieht erneut die Publikation zur kombinierten Analyse von Daten aus dem DPV- und dem DIVE-Register [4] heran. Von den 125 997 Patientinnen und Patienten mit T2DM und CKD (siehe Beschreibung zur unteren Grenze) lag bei 25 560 (20,29 %) das CKD-Stadium 3 oder 4 sowie eine Albuminurie von mindestens 30 mg/g vor.

Schritt 4: Patientinnen und Patienten in der GKV

Unter Annahme eines GKV-Anteils von 88,12 % [2,5] an den Patientinnen und Patienten aus Schritt 3 ermittelt der pU eine Anzahl von 304 565 bis 322 508 Patientinnen und Patienten in der GKV-Zielpopulation.

II 1.3.2 Bewertung des Vorgehens des pU

Das Vorgehen des pU zur Schätzung der Anzahl der Patientinnen und Patienten in der GKVZielpopulation auf Basis der eingeschlossenen Diagnosen ist rechnerisch nachvollziehbar. Jedoch ist seine Angabe aus methodischen Gründen mit Unsicherheit behaftet. Die maßgeblichen Gründe für diese Bewertung werden im Folgenden dargestellt.

Zu Schritt 2: Patientinnen und Patienten mit T2DM und CKD

Die vom pU gelieferte Analyse von GKV-Abrechnungsdaten der InGef-Forschungsdatenbank [3] zeigt einen stetigen und deutlichen Anstieg der Prävalenz von T2DM und CKD vom Jahr 2013 bis zum Jahr 2018. Dadurch entsteht eine Unsicherheit, inwieweit die vom pU herangezogene Prävalenz des Jahres 2018 auf das Jahr 2023 übertragbar ist.

Darüber hinaus ist unklar, weshalb der pU nicht auch den Code N18.9 (CKD, nicht näher bezeichnet) berücksichtigt, der auch in Verbindung mit T2DM auftreten könnte [6].

Andererseits schließt der pU Patientinnen und Patienten mit T2DM und CKD ein, unabhängig von der Ursache der CKD. Davon abweichend wird in der vorliegenden Bewertung davon ausgegangen, dass – dem Wortlaut des Anwendungsgebiets [1] sowie den Ausführungen im European Public Assessment Report (EPAR) [7] entsprechend – bei Patientinnen und Patienten in der Zielpopulation eine Verbindung zwischen CKD (mit Albuminurie) und T2DM bestehen muss. Dies entspricht auch dem Ausschlusskriterium einer bekannten signifikanten nicht diabetischen Nierenerkrankung, einschließlich klinisch relevanter Nierenarterienstenose, in den Zulassungsstudien FIDELIO-DKD [8] und FIGARO-DKD [9].

Zu Schritt 3: Patientinnen und Patienten mit Albuminurie im CKD-Stadium 3 oder 4

Für die obere Grenze wurde der Anteilswert für das Vorliegen der CKD-Stadien 3 und 4 mit Albuminurie auf Basis der Analyse der Daten des DIVE- und des DPV-Registers aus einer Grundgesamtheit abgeleitet, die in den CKD-Stadien 1 und 2 ausschließlich Patientinnen und Patienten mit einer Albuminurie umfasst [4]. Dieser Anteilswert wurde auf die Population aus

p. 98

Schritt 2 übertragen, die sowohl Patientinnen und Patienten mit als auch ohne Albuminurie enthält. Die Übertragbarkeit ist dadurch unsicher, da das Patientenkollektiv aus Schritt 2 für die CKD-Stadien 1 und 2 nicht zunächst auf diejenigen mit einer Albuminurie eingeschränkt wurde.

Darüber hinaus gibt der pU selbst an, dass insbesondere die CKD-Stadien 1 und 2 häufig nicht erkannt und diagnostiziert werden. Daher sei bei Patientinnen und Patienten mit unbekanntem CKD-Stadium der Anteil derjenigen in den CKD-Stadien 3 und 4 vermutlich niedriger als bei denjenigen mit bekanntem CKD-Stadium.

Zusätzlich weisen die vom pU in die Zielpopulation eingeschlossenen Patientinnen und Patienten im CKD-Stadium 4 eine eGFR von 15 ml/min/1,73m² bis 29 ml/min/1,73m² auf. Jedoch sollte gemäß Fachinformation bei Patientinnen und Patienten mit einer eGFR < 25 ml/min/1,73m² nicht mit einer Finerenon-Behandlung begonnen werden [1]. Es ist unklar, auf wie viele Patientinnen und Patienten dies im gesamten Betrachtungsjahr zutrifft, sodass sie von der vom pU angegebenen Anzahl abgezogen werden müssten.

II 1.3.3 Anzahl der Patientinnen und Patienten mit therapeutisch bedeutsamem Zusatznutzen

Es wurden durch den pU und in der vorliegenden Nutzenbewertung keine Subgruppen oder Teilpopulationen mit unterschiedlichen Aussagen zum Zusatznutzen identifiziert. Daher werden keine Patientenzahlen für Subgruppen oder Teilpopulationen mit unterschiedlichen Aussagen zum Zusatznutzen ausgewiesen.

II 1.3.4 Zukünftige Änderung der Anzahl der Patientinnen und Patienten

Der pU geht bis zum Jahr 2028 von einer konstanten unteren Grenze der Prävalenz von T2DM und CKD bei Erwachsenen aus. Für die obere Grenze geht er von einem Anstieg der Prävalenz von 2,6 % im Jahr 2020 bis 3,5 % im Jahr 2028 aus.

p. 99

II 1.3.5 Anzahl der Patientinnen und Patienten – Zusammenfassung

Tabelle 2: Anzahl der Patientinnen und Patienten in der GKV-Zielpopulation

Bezeichnung der zu
bewertenden Therapie
Bezeichnung der
Patientengruppe
Anzahl der Patientinnen
und Patientena
Kommentar
Finerenon Erwachsene mit
chronischer
Nierenerkrankung
(Stadium 3 und 4 mit
Albuminurie) in
Verbindung mit
Diabetes mellitus Typ 2
304 565–322 508 Die Angabe ist mit Unsicherheit
behaftet. Maßgebliche Gründe
hierfür sind
- eine möglicherweise inzwischen
abweichende Prävalenz im
Vergleich zur herangezogenen
Prävalenz aus dem Jahr 2018,
- der potenzielle Einschluss von
Patientinnen und Patienten mit
einer chronischen Nieren-
erkrankung ohne Verbindung
zum Diabetes mellitus Typ 2,
- ein Anteilswert für das Stadium
3 oder 4 der chronischen
Nierenerkrankung, der von der
Spanne abweichen kann, die
der pU veranschlagt, und
- der Einschluss von Patientinnen
und Patienten mit einer eGFR
< 25 ml/min/1,73m², bei denen
eine Behandlung mit Finerenon
nicht begonnen werden sollte
[1].
a. Angabe des pU
eGFR: geschätzte glomeruläre Filtrationsrate; GKV: gesetzliche Krankenversicherung; pU: pharmazeutischer
Unternehmer
p. 100

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

II 2 Kommentar zu den Kosten der Therapie für die GKV (Modul 3 A, Abschnitt 3.3)

Die Angaben des pU zu den Kosten der Therapie für die GKV befinden sich in Modul 3 A (Abschnitt 3.3) des Dossiers.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die folgende zweckmäßige Vergleichstherapie benannt: eine optimierte Standardtherapie zur Behandlung der CKD und des T2DM unter Berücksichtigung der Grunderkrankung(en) und häufiger Komorbiditäten (wie Dyslipoproteinämie, Hypertonie, Anämie). Der pU geht davon aus, dass die Behandlungsdauer, der Verbrauch und die Kosten der zweckmäßigen Vergleichstherapie patientenindividuell unterschiedlich sind. Dies ist plausibel. Daher entfällt eine weitere Kommentierung zur zweckmäßigen Vergleichstherapie in den Abschnitten II 2.1 bis II 2.4.

II 2.1 Behandlungsdauer

Die Angaben des pU zur Behandlungsdauer von Finerenon entsprechen der Fachinformation [1]. Er geht von einer kontinuierlichen Behandlung aus. Dies ist nachvollziehbar.

II 2.2 Verbrauch

Die Angaben des pU zum Verbrauch von Finerenon entsprechen der Fachinformation [1].

II 2.3 Kosten des zu bewertenden Arzneimittels und der zweckmäßigen Vergleichstherapie

Die Angaben des pU zu den Kosten von Finerenon geben korrekt den Stand der Lauer-Taxe vom 01.02.2023 wieder.

II 2.4 Kosten für zusätzlich notwendige GKV-Leistungen

Der pU gibt an, dass bei der Anwendung von Finerenon im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie keine regelhaften Unterschiede bei der notwendigen Inanspruchnahme ärztlicher Behandlung oder bei der Verordnung sonstiger Leistungen bestehen. Daher veranschlagt der pU für Finerenon keine Kosten für zusätzlich notwendige GKV-Leistungen. Dies ist plausibel.

II 2.5 Jahrestherapiekosten

Der pU ermittelt für Finerenon Jahrestherapiekosten pro Patientin bzw. Patient in Höhe von 1195,71 €. Sie bestehen ausschließlich aus Arzneimittelkosten für Finerenon, welche plausibel sind. In der vorliegenden Bewertung wird davon ausgegangen, dass für Finerenon zusätzliche Kosten für die Behandlung der Grunderkrankung(en) und häufiger Komorbiditäten entstehen.

Für die zweckmäßige Vergleichstherapie gibt der pU an, dass die Jahrestherapiekosten patientenindividuell unterschiedlich sind. Dies ist plausibel.

p. 101

Finerenon (Niereninsuffizienz, Stadium 3 und 4)

II 2.6 Kosten der Therapie für die GKV – Zusammenfassung

Tabelle 3: Kosten für die GKV für die zu bewertende Therapie und die zweckmäßige Vergleichstherapie pro Patientin oder Patient bezogen auf 1 Jahr

bezogen auf 1 Jahr
Bezeichnung der zu
bewertenden Therapie
bzw. der zweckmäßigen
Vergleichstherapie
Bezeichnung der
Patientengruppe
Arzneimittel-
kosten in €a
Kosten für
zusätzlich
notwendige GKV-
Leistungen in €a
Kosten für
sonstige GKV-
Leistungen (gemäß
Hilfstaxe) in €a
Jahrestherapie-
kosten in €a
Kommentar
Finerenonb Erwachsene mit
chronischer
Nierenerkrankung
(Stadium 3 und 4
mit Albuminurie)
in Verbindung mit
Diabetes mellitus
Typ 2
1195,71 0 0 1195,71 Die Angaben sind plausibel.
eine optimierte Standard-
therapie zur Behandlung
der chronischen Nieren-
erkrankung und des
Diabetes mellitus Typ 2
unter Berücksichtigung der
Grunderkrankung(en) und
häufiger Komorbiditäten
(wie Dyslipoproteinämie,
Hypertonie, Anämie)b
patientenindividuell unterschiedlich
a. Angaben des pU
b. In der vorliegenden Bewertung wird davon ausgegangen, dass zusätzliche Kosten für die Behandlung der Grunderkrankung(en) und häufiger Komorbiditäten
entstehen.
GKV: gesetzliche Krankenversicherung; pU: pharmazeutischer Unternehmer
p. 102

II 2.7 Versorgungsanteile

Laut pU liegen keine Erkenntnisse und Erhebungen zu Patientenpräferenzen vor. Ihm zufolge kommen Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion häufig nicht für eine Therapie mit Finerenon infrage, sodass er einen geringen zugehörigen Versorgungsanteil annimmt. Darüber hinaus gibt der pU an, dass unklar ist, wie viele Patientinnen und Patienten in der Regelversorgung die Therapie mit Finerenon aufgrund eines Verträglichkeitsproblems werden unterbrechen müssen. Eine Abschätzung der Versorgungsanteile sei mangels belastbarer Daten nicht möglich.

p. 103

II 3 Literatur

Das Literaturverzeichnis enthält Zitate des pU, in denen ggf. bibliografische Angaben fehlen.

1. Bayer. Fachinformation KERENDIA. 2023.

  1. Destatis. Bevölkerung nach Altersgruppen (ab 2011) [online]. 2022 [Zugriff: 04.05.2023]. URL: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft- Umwelt/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen/liste altersgruppen.html.

  2. Bayer Vital. Epidemiology and healthcare resource utilization of patients with type 2 Diabetes Mellitus and chronic kidney disease in Germany. 2020.

  3. Bramlage P, Lanzinger S, Hess E et al. Renal function deterioration in adult patients with type-2 diabetes. BMC Nephrol 2020; 21(1): 312. https://dx.doi.org/10.1186/s12882-02001952-0.

  4. BMG. Ergebnisse der GKV-Statistik KM1/13; GKV - Mitglieder, mitversicherte Angehörige und Krankenstand; Jahresdurchschnitt 2020 [online]. 2021 [Zugriff: 04.05.2023]. URL: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Statistike n/GKV/Mitglieder_Versicherte/KM1_JD_2020_CPS_bf.pdf.

  5. ICD10Data.com. 2023 ICD-10-CM Diagnosis Code N18.9; Chronic kidney disease, unspecified [online]. 2023 [Zugriff: 31.03.2023]. URL:

  1. European Medicines Agency. Kerendia; Assessment report; International non-proprietary name: finerenone [online]. 2021 [Zugriff: 31.03.2023]. URL: - - - - https://www.ema.europa.eu/documents/assessment report/kerendia epar public assessment-report_en.pdf.

  2. Bayer. Efficacy and Safety of Finerenone in Subjects With Type 2 Diabetes Mellitus and Diabetic Kidney Disease [online]. 2021. URL: https://ClinicalTrials.gov/show/NCT02540993.

  3. Bayer. Efficacy and Safety of Finerenone in Subjects With Type 2 Diabetes Mellitus and the Clinical Diagnosis of Diabetic Kidney Disease [online]. 2022. URL: https://ClinicalTrials.gov/show/NCT02545049.