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Oral hearing: Colchicin (Bekannter Wirkstoff mit neuem Unterlagenschutz: zur Prophylaxe von ischämischen kardiovaskulären Ereignissen mit atherosklerotischer KHK nach Myokardinfarkt)

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2026-07-06

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Hearing · incoming

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Official Wortprotokoll turns

Frau Dr. Optendrenk (Vorsitzende)

Pages 3–3

Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herzlich willkommen im Unterausschuss Arzneimittel des Gemeinsamen Bundesausschusses! Mein Name ist Sonja Optendrenk. Ich begrüße Sie herzlich zur mündlichen Anhörung zum Wirkstoff Colchicin in der Indikation Sekundärprophylaxe bei Erwachsenen mit atherosklerotischer koronarer Herzerkrankung und vor Kurzem stattgefundenem Myokardinfarkt. Es handelt sich um einen bekannten Wirkstoff und eine Bewertung Markteinführung nach § 35a Abs. 6 SGB V in Verbindung mit unserer Verfahrensordnung. Basis der heutigen Anhörung sind das Dossier des pharmazeutischen Unternehmers und die Dossierbewertung des IQWiG vom 28. Mai 2026. Wir haben Stellungnahmen erhalten von Apontis Pharma Deutschland, dem pharmazeutischen Unternehmer, eine gemeinsame Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung, der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie, der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen sowie eine gemeinsame Stellungnahme der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker und DACH-Gesellschaft Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, von weiteren pharmazeutischen Unternehmern, namentlich von Novo Nordisk Pharma und MSD Sharp & Dohme sowie vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller. Ich muss zunächst die Anwesenheit feststellen, da wir heute wieder ein Wortprotokoll führen. Für den pharmazeutischen Unternehmer Apontis Pharma Deutschland müssten anwesend sein Herr Milz, Herr Dr. Appel, Herr Dr. Despang und Frau Rost, für die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie-, Herz- und Kreislaufforschung Frau Dr. Arnold und Herr Professor Dr. Koenig, für die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie Herr Professor Dr. Mertens, für die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin Herr Professor Dr. Ertl und Herr Professor Dr. Sauerbruch, für die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen Herr Professor Dr. Schwaab – er nicht anwesend –, für Novo Nordisk Pharma Herr Hauser und Herr Schmidt, für MSD Sharp & Dohme Herr Dr. Bartmus und Frau Dr. Nill sowie für den vfa Herr Herden. Ist noch jemand in der Leitung, der nicht aufgerufen wurde? – Das ist erkennbar nicht der Fall. Ich gebe zunächst dem pU die Möglichkeit, einzuführen. Danach treten wir in die Frage-und-Antwort-Runde ein. Wer macht das für den pU? – Herr Milz, bitte.

Herr Milz (Apontis Pharma)

Pages 3–5

Herzlichen Dank. – Sehr geehrte Frau Dr. Optendrenk! Sehr geehrte Damen und Herren! Herzlichen Dank für Ihre freundliche Begrüßung, Ihre einleitenden Worte und die Gelegenheit, heute im Rahmen der mündlichen Anhörung Stellung zum Zusatznutzenverfahren von Colchicin zu nehmen. Ihnen, liebe Frau Dr. Optendrenk, gratuliere ich sehr herzlich zu Ihrer neuen Funktion. Gerne stelle ich Ihnen zunächst das Team der Apontis Pharma vor, das hier intern in Monheim am Rhein gemeinsam an einem runden Tisch sitzt: Zu meiner Linken sitzt Herr Dr. Daniel Appel. Er leitet bei uns den Medizinbereich. Zu meiner Rechten sitzt Herr Dr. Patrick Despang. Er ist der medizinische Verantwortliche für Colchicin. Mir gegenüber am runden Tisch sitzt Frau Monika Rost. Sie ist Statistikerin der Firma Cencora, die uns freundlicherweise bei der Erstellung des Zusatznutzendossiers unterstützt hat. Normalerweise ist es Ladies First. In dem Fall bitte ich um Entschuldigung, Ladies Last in der Vorstellungsrunde bei uns. Mein Name ist Thomas Milz, und ich bin Geschäftsführer der Apontis Pharma. Im Mittelpunkt der heutigen Anhörung steht der Wirkstoff Colchicin, wie Sie gesagt haben, Frau Dr. Optendrenk. Gerne möchte ich Ihnen zunächst einige Hintergrundinformationen zur Zulassungssituation von Colchicin geben. Zulassungsinhaber ist das kanadische Pharmaunternehmen Pharmascience, das wiederum uns, Apontis Pharma, für Deutschland das exklusive Mitvertriebsrecht abgetreten hat. Dieser Umstand führt uns somit heute hier zusammen. Der bekannte Wirkstoff Colchicin ist nun erstmals in Deutschland in einer kardiovaskulären Indikation zur Prophylaxe ischämischer kardiovaskulärer Ereignisse bei erwachsenen Patienten mit atherosklerotischer koronarer Herzerkrankung nach einem Myokardinfarkt zusätzlich zu Standardtherapien zugelassen. Er wird in dieser kardiologischen Indikation in einer konstanten täglichen Dosierung von 0,5 Milligramm als Tablette in einer Dauertherapie verabreicht. Ein Herzinfarkt kann leider jeden von uns treffen, und trotz optimierter Standardtherapie ist das Restrisiko für einen Reinfarkt oder für weitere kardiovaskuläre Ereignisse mit tödlichen Folgen hoch. Die Koronarsklerose, die zum Herzinfarkt führt, steht bei vielen Betroffenen mit einer erhöhten Entzündungsreaktion in Verbindung. Mit Colchicin steht nun die erste und einzige antiinflammatorische Therapie für Patienten nach einem Myokardinfarkt zur Verfügung. Das IQWiG hat im Rahmen der frühen Nutzenbewertung auf der Basis der COLCOT-Studie einen Zusatznutzen für Colchicin festgestellt. Es hebt die hohe methodische Qualität der COLCOT-Studie hervor und bestätigt die grundsätzliche Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Versorgungssituation in Deutschland. In dieser Studie zeigte Colchicin in patientenrelevanten Wirksamkeitsendpunkten statistisch signifikante Vorteile gegenüber der leitliniengerechten Standardtherapie. So erlitten weniger Patienten ein kardiovaskuläres Ereignis, insbesondere weniger nicht tödliche Schlaganfälle. Die Folgen eines Schlaganfalls für die Betroffenen, auch wenn er nicht tödlich ist, sind sicherlich allen bekannt und bedürfen an dieser Stelle keiner Wiederholung. In der Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse nach einem Myokardinfarkt geht es jedoch nicht nur um Schlaganfälle. Daher sind wir im Unterschied zum IQWiG der Meinung, dass der vorab definierte primäre kombinierte Endpunkt für die Bewertung des Zusatznutzens heranzuziehen ist. Der primäre kombinierte Endpunkt der COLCOT-Studie setzt sich zusammen aus dem kardiovaskulären Tod, dem akuten Myokardinfarkt, dem Schlaganfall, dem reanimierten Herzstillstand sowie der dringenden Krankenhauseinweisung wegen Angina pectoris mit Koronarrevaskularisation. Insbesondere liegt der Auffassungsunterschied unseres Hauses gegenüber dem IQWiG beim letztgenannten Endpunkt. Die dringende Krankenhauseinweisung wegen Angina pectoris in Verbindung mit einer Koronarrevaskularisation ist für uns aufgrund der Schwere und der damit einhergehenden Belastung der betroffenen Patienten ein patientenrelevanter Endpunkt. Er war in der COLCOT-Studie präspezifiziert und somit für die Nutzenbewertung geeignet. Die vom IQWiG kritisierte fehlende Einbeziehung von Ereignissen ohne Koronarrevaskularisation stellt aus unserer Sicht weder die Validität noch die Patientenrelevanz des gesamten primär kombinierten Endpunkts infrage. Im Ergebnis zeigt sich für Colchicin eine statistisch signifikante Reduktion dieser Ereignisse um 23 Prozent im Vergleich zur Standardtherapie und unterstreicht damit den Vorteil für Colchicin. Die in der Dossierbewertung des IQWiG vorgebrachten Einwände haben wir aber sehr ernst genommen und in aktualisierten Berechnungen berücksichtigt. So haben wir zum Beispiel eine Analyse zum Endpunkt tödlicher oder nicht tödlicher Schlaganfall durchgeführt. Das Ergebnis bestätigt die Schlussfolgerung der ursprünglich im Dossier präsentierten Ergebnisse und rechtfertigt mit einer Reduktion des tödlichen oder nicht tödlichen Schlaganfallrisikos um 68 Prozent zu Gunsten von Colchicin im Vergleich zu Standardtherapien aus unserer Sicht die Anerkennung eines Zusatznutzens. Auch zum Sicherheitsprofil von Colchicin haben wir eine Neuauswertung der Gesamtrate der schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse unter Ausschluss erkrankungsbezogener Ereignisse von Herzerkrankungen vorgenommen. Es zeigt sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsarmen, jedoch ein numerischer Vorteil der Behandlung mit Colchicin, immer zusätzlich zu Standardtherapien, gegenüber Placebo zusätzlich zu Standardtherapien. Somit liegen nun geeignete Daten vor, die für die Gesamtrate schwerwiegender unerwünschter Ereignisse in der Nutzenbewertung herangezogen werden können. Ich freue mich sehr, wenn meine Ausführungen und die Sichtweise von Apontis Pharma zur anstehenden Diskussion während dieser mündlichen Anhörung beitragen. Herzlichen Dank im Voraus für Ihr Zuhören.

Frau Dr. Optendrenk (Vorsitzende)

Pages 5–5

Herzlichen Dank, Herr Milz, für diese Einführung. – Ich möchte an das anknüpfen, was Sie eben ausgeführt haben. Mich interessiert von den Klinikern: Welche Relevanz wird dem Endpunkt „dringende Krankenhauseinweisung wegen Angina pectoris, die eine Koronarrevaskularisation erfordert“ zugesprochen, auch im Hinblick auf das Nichteinbeziehen weiterer potenziell relevanter Ereignisse? Wie wird das Sicherheitsprofil von Colchicin eingeschätzt? – Vielleicht können die Kliniker dazu etwas ausführen. Wer kann anfangen?

Herr Prof. Dr. Ertl (DGIM)

Pages 5–5

Am Besten die DGK, weil die das Exposé für uns geschrieben haben.

Frau Dr. Optendrenk (Vorsitzende)

Pages 5–5

Herr Professor Koenig, bitte.

Herr Prof. Dr. Koenig (DGK)

Pages 5–6

Ja, sehr gerne. Einmal möchte ich das unterstützen, was mein Vorredner gesagt hat, dass wir ebenfalls, und das betrifft auch die anderen Fachgesellschaften, die in dem gemeinsamen Statement enthalten sind, die klinische Relevanz dieses kombinierten Endpunktes unter Einschluss des Endpunktes mit Revaskularisation sehen. Instabile Angina ohne eine entsprechende konsekutive Revaskularisation ist sicherlich ein diskussionswürdiger, relativ schwacher Endpunkt. Aber mit Einbeziehung der Revaskularisation sind wir der Meinung, dass es ein patienten- und versorgungsrelevanter, relativ harter Endpunkt ist. Ich möchte noch einen zweiten Endpunkt ergänzen, der bis jetzt nicht erwähnt wurde, nämlich wiederkehrende Ereignisse, Recurrent Events. Auch da sind wir der Meinung, dass das, was die Krankheitslast anbelangt, ein sehr aussagefähiger Punkt ist. Das hat das IQWiG fallen gelassen. Wir sehen auch aus großen Lipidsenker-Studien, dass insgesamt die Krankheitslast sehr viel besser reflektiert wird, wenn ich nicht nur Erstereignisse, sondern auch konsekutive Ereignisse im Verlauf der Erkrankung habe. Das widerspiegelt die Krankheitslast, denke ich, ganz gut. Darf ich noch zwei Worte zur Safety sagen? Ich denke, da ist wichtig zu berücksichtigen, dass Colchicin in der Leber metabolisiert – CYP3A4 spielt eine große Rolle – und über die Niere eliminiert wird. Von daher sind deutliche Einschränkungen der Nierenfunktion eine Kontraindikation moderat. Da kann man darüber diskutieren, ob man die Dosis halbiert. Bezüglich der Medikamenteninteraktion mit CYP3A4: Das ist etwas, was durchaus berücksichtigt werden muss. Es gibt eine Reihe von Substanzen, die starke Hemmer sind. Das muss man sich im Einzelfall anschauen. Darunter fallen zum Beispiel Clarithromycin, also entsprechende Antibiotika, Hilfsmedikation und andere. Das ist sicherlich etwas, was man im Auge haben muss. Aber sonst, wenn man sich die Sicherheitsaspekte oder Sicherheitsendpunkte anschaut, sah das in der COLCOT-Studie eigentlich gut aus. Was immer wieder im Vordergrund steht, sind gastrointestinale Nebenwirkungen. In der Tat ist die Diarrhoe etwas erhöht, 10 Prozent auch hier, aber nicht unterschiedlich – das ist wichtig zu bemerken – zu Placebo. Das Einzige, was an gastrointestinalen Nebenwirkungen unterschiedlich ist, sind Übelkeit und Blähungen. Sonst ist es nicht so unterschiedlich. Auch bei Blutbildveränderungen, die grundsätzlich ein Punkt sind, den man erwähnen muss, ist kein Unterschied zwischen Placebo und der Intervention in der COLCOT-Studie zu sehen, bei Infektionen allgemein auch nicht. Was Pneumonie anbelangt, ist das etwas, was bei immunsuppressiven Medikamenten generell zu berücksichtigen ist, zwar signifikant, aber unter einem Prozent, also extrem niedrig, sodass man insgesamt davon ausgehen kann, dass das Sicherheitsprofil durchaus tolerabel ist, wenn man gewisse Randbedingungen richtig interpretiert und berücksichtigt.

Frau Dr. Optendrenk (Vorsitzende)

Pages 6–6

Herzlichen Dank, Herr Professor Koenig. – Ich sehe von den Experten keine weitere Ergänzung. Frau Teupen, bitte.

Frau Teupen ()

Pages 6–6

Ich wollte auf die Frage von Frau Dr. Optendrenk nachfragen. Sie haben gesagt, bei einer instabilen Angina pectoris ist die Koronarrevaskularisation patientenrelevant. Aber die Kritik ging dahin, dass weitere wichtige Endpunkte nicht erfasst worden sind. Vielleicht können Sie sagen, welche das sein könnten. Eine zweite Frage geht an den pharmazeutischen Unternehmer und betrifft die Operationalisierung schwerer Herzinsuffizienz. Ich weiß nicht, ob Sie angegeben haben, ob die Patienten, die beim Arzt waren oder in die Notaufnahme gegangen sind, danach eine Einweisung ins Krankenhaus erhalten haben. Können Sie dazu noch etwas sagen? Das würde uns interessieren, da keine geeigneten Daten vorlagen. Die erste Frage geht an die Fachgesellschaften. So haben wir die Kritik vom IQWiG verstanden, dass andere nicht erfasst wurden. Welche wären das?

Frau Dr. Optendrenk (Vorsitzende)

Pages 6–6

Herr Professor Koenig, bitte.

Herr Prof. Dr. Koenig (DGK)

Pages 6–6

Ich kann mir höchstens vorstellen, dass das interventionsassoziierte Komplikationen sind, die allerdings bei einer sachgerechten PCI extrem selten sind. Sonst sind wir der Meinung, dass dieser Kombinationsendpunkt unter Einschluss einer Intervention vielleicht das Härteste ist, was man in diesem Zusammenhang erfassen kann. Wenn zusätzliche Endpunkte nicht berücksichtigt sind, so weicht das den Endpunkt eher auf. Das, was in der Gruppe unter Einschluss der Revaskularisation beschrieben ist, ist, wie soll ich sagen, der härteste Teil dieses Endpunktes insgesamt.

Frau Dr. Optendrenk (Vorsitzende)

Pages 6–6

Herzlichen Dank. – Die zweite Frage ging an den pharmazeutischen Unternehmer. Herr Milz, bitte.

Herr Milz (Apontis Pharma)

Pages 6–6

Danke für die Frage. Wir sind seit dem 1. März auf dem Markt. Von daher beurteilen wir dieses Krankheitsbild relativ neu seit März. Wir stellen fest, da die Zulassung, die Therapie mit Colchicin innerhalb der ersten 30 Tage nach Myokardinfarkt zum Einsatz kommen soll, ist das bisher ausschließlich im stationären Bereich des Krankenhauses festzustellen. Die Liegezeiten, die wir gerade feststellen, sind im stationären Bereich bis zu 7 Tage und dann teilt sich der Weg. Einige Patienten gehen direkt in die Rehabilitation, andere Patienten und Patientinnen gehen erst einmal in den ambulanten Bereich zurück und bekommen die Rehabilitation teilweise etwas später, aber ausschließlich stationäre Erstbehandlungen unseres Colchicin im kardiovaskulären Setting.

Frau Dr. Optendrenk (Vorsitzende)

Pages 6–6

Herzlichen Dank. – Frau Dr. Arnold, Sie haben sich auch gemeldet.

Frau Dr. Arnold (DGK)

Pages 6–7

Ich wollte zu herausgenommenen Endpunkten vor allem im deutschen Versorgungskonzept etwas sagen. Es ist kein Randphänomen. Jede zehnte Koronarrevaskularisation in Deutschland, Gefäßintervention, betrifft genau diese klinische Situation instabile Angina pectoris mit Revaskularisation. Genau an diesem Punkt war Colchicin in der COLCOT-Studie sehr erfolgreich, fast Halbierung des Risikos. Genau diese Situation wollen wir bei unseren Herzinfarktpatienten vermeiden, akute Ischämiesymptomatik, ungeplante Krankenhausaufnahmen und Koronarrevaskularisation. Von daher ist dieser herausgenommene Punkt in der klinischen Situation aus der kardiologischen Sicht sehr wichtig.

Frau Dr. Optendrenk (Vorsitzende)

Pages 7–7

Herzlichen Dank. – Frau Bickel von der KBV, bitte.

Frau Bickel ()

Pages 7–7

Darf ich noch einmal bei dem pharmazeutischen Unternehmer nachfragen? Sie haben gesagt, dass das Einsatzgebiet im stationären Sektor ist. Aber Sie sagten doch, das ist eine lebenslange Therapie. Das verstehe ich nicht ganz. Vielleicht können Sie mich mitnehmen. Vielen Dank.

Frau Dr. Optendrenk (Vorsitzende)

Pages 7–7

Herr Milz, bitte.

Herr Milz (Apontis Pharma)

Pages 7–7

Zur Klarstellung: Die Einleitung der Therapie mit Colchicin muss in den ersten 30 Tagen nach dem Myokardinfarkt erfolgen. Dort stellen wir fest, dieses Intervall der ersten 30 Tage oder dieser Zeitpunkt passiert im stationären Alltag. Dann geht der Patient weiter für die lebenslange Dauertherapie in den ambulanten Bereich. Aber die Ersteinstellung, das sollte die Aussage sein, passiert in dem stationären Umfeld.

Frau Dr. Optendrenk (Vorsitzende)

Pages 7–7

Herzlichen Dank. – Frau Bickel, ist Ihre Frage damit beantwortet.

Frau Bickel ()

Pages 7–7

Ja, vielen Dank.